#frapalymo no 11: laternenumzug

laternenumzug

im ausgesungenen raum
unterwegs als spiegelbild

Das ist Gedicht No. 11 von Frau Paulchen für den #frapalymo, und der Impuls lautete „alaaf: ich gehe mit meiner laterne…“.

30 Tage, 30 Gedichte, no excuses: Wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und nichts sagen (was ja schade wäre) – oder im unten stehenden Kommentarfeld den Link zu seinem Blog/Webseite hochladen – oder das Gedicht selbst über das Kommentarfeld hochladen – oder auch einfach sonst einen Kommentar hinterlassen. Ähnlich über Twitter mit Link und Kennung #frapalymo und @FrauPaulchen

16 thoughts on “#frapalymo no 11: laternenumzug

  1. Franzi says:

    Laternenhorror

    Auf dem Weg nach Hause,
    die Straße totenstill. Plötzlich –
    Rabimmelrabammel –
    Lichter nähern sich dutzendfach.
    Ein Kind schreit.
    Ein Vater schimpft.
    Blaulicht schießt aufdringlich
    durch die Kinderarmee.
    Fratzen nähern sich –
    Rabammel bummbumm –
    Sie fletschen grelle Zähne,
    Stöcke werden geschwungen,
    „Attacke!“, kreischt es,
    eine LED-Abrissbirne verliert
    ihren leuchtend bunten Kopf,
    kullert traurig über die Straße.
    Noch mehr Geheul,
    noch lauter keifende Mütter.
    Ein Warnwestenmännchen lenkt
    den Feind – mein Auto –
    mit Lampe, Kelle und Zähne fletschen
    ums Katastrophengebiet.
    Sankt Martin ist eben Stress pur!

  2. fluchtfluch

    eleven eleven
    ein mann auf der flucht
    eleven eleven
    ein mann wird gesucht

    am vormittag schon von jecken gehetzt
    haben mister martins ego verletzt
    sein antikes kostüm wurde verlacht
    ach hätt‘ er doch niemals die rheinfahrt gemacht

    abends verfolgen ihn lärmende kinder
    unterstützt von deren eltern nicht minder
    ausgestattet mit kerzernen lichtern
    rufen nach ihm die lauten gesichter

    teile mit uns martin teile mit uns
    dann gewähren wir dir unsere gunst
    geben an uns ist seeliger denn nehmen
    müssen wir das noch extra erwähnen

    eleven eleven
    ein mann auf der flucht
    eleven eleven
    ein mann flucht und flucht

     

  3. nachgereicht !

     

    Legt der Tag sich leise nieder
    lässt die grauen Fetzen fallen
    hört man aus den Feldern wieder
    Stimmen flüstern Echos hallen

    auf dem Weg zum Haus die Lichter
    Schritt für Schritt in Schweigen schwinden
    rücken Ängste fragend dichter
    mag man gruselig es finden

    geht man sanften Schrittes, tastend
    von dem Dunkel eingenommen
    steht am Hauseingang ein Kasten
    flackernd heißt ein Licht ‚Willkommen!’

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