#frapalymo no 2: verlandung

verlandung

in einer mainacht ging ich an land
und legte die kälte der stunden um meine schultern

die wasser hatte ich zurückgeschoben
brach liegend trocknete das salz

noch hing mein blick halterlos
noch war es still

kein mond
der uns zurück wollte

 

das ist gedicht no. 2 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete: die erste zeile wird euch geschenkt: „in einer mainacht ging ich an land“ (erste zeile von tomas tranströmers gedicht „nachtbuchblatt“, oben in kursiv gesetzt).

30 tage, 30 gedichte (+1), no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen (damit euer layout gut aussieht, kopiert am besten nicht direkt aus einer word-datei heraus, sondern kopiert das gedicht zunächst in eine leere e-mail oder in den editor und dann per copy/paste in das kommentarfeld.). oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @FrauPaulchen

19 thoughts on “#frapalymo no 2: verlandung

  1. sophie says:

    von birgit:

    „in einer mainacht ging ich an land“
    streifte kiemen ab und flossen
    war gerufen als mensch
    ein paar zeitalter lang
    spürte erde gestein
    aß die früchte des feldes
    lernte stehen und gehen
    lobte sonne und stern
    hinterließ meinen kindern
    jegliches erbe lebte und starb
    ein paar zeitalter lang
    in einer mainacht wird es wohl sein
    ohne kiemen und flossen
    kehre ich heim

  2. Gast says:

    „In einer Mainacht ging ich an Land“

    die See war stürmisch, das Eiland bekannt

    ich suchte die alten vertrauten Plätze

    ich suchte die alten Gefühle am Strand

    ich suchte als suche ein Schatzsucher Schätze

    doch Trauer war alles was ich fand

    (von rike hansen)

     

  3. neuland

    in einer mainacht ging ich an land
    verbarg die weiße haut
    im sand gebannt
    im sonnenuntergang
    ruhig der stille eingesang
    die hoffnung
    sie
    begann

  4. Lotta says:

    In einer Mainacht ging ich an Land
    sah die Vögel
    tief gebeugt
    Köpfchen im Wasser

    Als Kind
    sang ich das noch
    Später
    war Singen undenkbar
    zumindest in Deutsch, meiner Sprache

    Refrains
    in Englisch
    Französisch ok

    Jetzt, wo ich alt bin
    tiriliere ich
    So war die Hanna Cash
    mein Kind
    Nicht nur im Mai

  5. sophie says:

    liebe lotta, willkommen beim #frapalymo und schön, dass du dabei bist. das bild deiner tief gebeugten vögel beeindruckt mich sehr! lg. sophie.

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