#frapalymo 9nov15: haikuidyll

zwischen grün der farn
quaken jenseits der moore
frösche ihr nachtlied


das ist gedicht no. 9 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete „ein/farbiges gedicht“.

30 tage, 30 gedichte, no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @FrauPaulchen

33 thoughts on “#frapalymo 9nov15: haikuidyll

  1. Freu mich auf einen farbigen Tag 😉

    Gelb
    quillt ihr Herz über aus
    jungen Augen tropft
    Abschied vom Kind-Sein
    Zwar
    drückt sie dieses Buch ans Herz
    Wortfutter Gedankensamen weiß sie
    Und doch …
    Neben ihr sanft rosa
    in Patschhändchen glüht
    neu die Puppe mit
    Goldhaar

  2. Allerleirau(h)

    Gewebt, genäht und eingefärbt
    mit Sorgen, Freuden, Tages Schwere,
    ein Kinderlachen, silbern klar.
    Gestrickt mit blauer Einsamkeit,
    aus Leder, dunkelbraun gegerbt;
    getönt in Grau mit falscher Lehre,
    gesticktes Wort, so weiß und wahr –
    des Menschen Regenbogen-Kleid.

  3. Im späten Sommer
    warten zarte Farben
    liegt Eislicht
    über meinen Heiden

    Hartlaub braunoliv
    mit weißen Sprenkeln
    auch rostrot gefärbt
    mattblaue Früchte

    leuchtend rot die Blätter
    der Bärentraube
    Weidengrün und Birkengelb
    Purpurleuchten – nie gesehn

    blaugrüngraues Filigran
    Blutstropfen auf rauhem Fels
    tiefblaue Seen im hellen Sand

    das blendend helle Grün der Moose
    und Silbertropfen
    im Morgenlicht

    Zeit der Übergänge
    Zeit des Farbenklangs
    Einkehr der Töne

  4. Ruth says:

    eine woche um schon und es macht mir freude, euch zu lesen. mich mit den impulsen in die tage hinaus zu tragen.
    danke, liebe sophie und danke liebe frapalymoistInnen für all die wunderbaren worte, die farbiger und lebensfüllender nicht sein könnten.
    es ist ein herrlicher november. innen wie aussen. und eigentlich könnten sich meine augen und worte noch immer am goldenen herbst nicht sattsehen. und doch, heut trägt die seh-sehnsucht mich hoch in die berge.

    zwischen grün und blau
    wandert die sehn
    sucht in der weissen
    tiefe seit jahrtausenden
    eingeschlossen
    ihre geklärte mitte

  5. synästhesie

    in meinem ziffernballett
    trägt jede ein anderes hemd
    die fastweiße eins
    tippt die blaue drei
    mit dem finger an
    die knallrote vier
    reckt sich in den himmel
    und hält distanz
    zur schüchternen grünen fünf

    ich fülle so gern formulare aus
    in jedes feld
    male ich eine farbe

  6. elbée says:

    drehen und wenden

    die wintermode hält sich bedeckt
    grau in grau etwas beige und braun doch
    besonders : schwarz

    ins grüne kann niemand fahren
    es ist verschneit verhangen verwaschen und
    auch schon dunkel

    trotz allem wollen alle nur
    das blaue vom himmel das gelbe vom ei oder
    rosa brillen auf die goldwaage legen

    das wird mir zu bunt

    elbée

  7. roteFrau says:

    Grasrot,Zitronenblau,Sonnengrün,Blutgelb,Veilchengrau,Kohlenpink,Rabenweiß und der lila Schneemann hat sich schwarz geärgert #frapalymo

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