#frapalymo 16mai15: naivdichtung

liebe kleine rote katze
komm nur her mit deiner tatze
schleck auch bald das schälchen leer
milch und futter so viel mehr
ich mag deine freundin sein
ob entscheidest du wie fein
schnurrst miaust und räkelst dich
freust beglückst begeisterst mich
bald sind wir ein festes paar
ich blick zurück: wie schön das war

 

das ist gedicht no. 16 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete: „katzen“. man merkt, dass ich nicht gut reimen kann, aber manchmal überkommt es mich doch. das ergebnis: einfachste und unbedeutendste naivdichtung.

30 tage, 30 gedichte, no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @FrauPaulchen

37 thoughts on “#frapalymo 16mai15: naivdichtung

  1. Matthias Doellert says:

    Auf ganz leisen Sohlen durchs Leben gehen. Und Mäuse jagen, sobald sie Chancen sehen.

    Pfeilschnell, aber auch stundenlang, angespannt, dem Loche zugewandt.

    Um Beine streichen und schleichen, schnurren, maunzen und dergleichen.

    Und knurren, fauchen, kratzen, beißen – kurz jede Situation an sich reißen.

    Sieben Leben, fallen immer auf die Pfoten – all das wird nur von Katzen feilgeboten!

    • Gerda Steger says:

      Wie schön sich Worte für deine Liebeserklärung finden. Sie könnten einen sogar zum Katzenfreund werden lassen.

  2. Gerda Steger says:

    die katze

    ihr gehört die moon light zeit,
    tigerndes geistern, pfotenweich.samt
    nacht.atem sie unterbricht,
    tippelt, stiefelt, klettert
    sehnsuchtskrank über
    dächer und zäune zu emil
    dem kater in nachbarsgarten

    dieser grünlichtblick wittert,
    zittert unzähmbar in seinen augen
    die in eine andere Welt blicken lassen,
    erinnerungen tragen: damals
    wohlig schnurrend fest um-
    schlungen entzündeten sie
    die candle light nacht

  3. Katzen-Mathematik

    achtzehn Katzen kratzen
    mit allen dreihundertvierundzwanzig Krallen
    (oder auch: zweiundsiebzig Tatzen).
    und wenn sie das Kratzen verpatzen
    ziehen sie achtzehn Fratzen.

  4. yumami says:

    du fehlst

    wild und schwarz
    wie die nacht
    jagtest du mit sechstem sinn
    durch deine sieben leben

    und wenn ich traurig war
    schnurrtest du zusammengerollt
    auf meinem schoß so laut
    daß meine tränen versiegten

  5. Es war Freitag der dreizehnte
    Die schwarze Katze kreuzte
    meinen Weg in abergläubisch falscher Richtung
    (also von links nach rechts)
    sie funkelte böse grünaügig
    Mir sträubte sich das Nackenfell
    alle Reflexe schalteten auf Angriff
    grollend knurrend wollte ich
    losstürmen aber
    eine Menschenstimme
    hielt mich zurück
    cool Bello cool
    Nachbars Schnurri ist schräg drauf
    heute sind die Mäuse aus

  6. Gedanken
    im Straßengrab
    taumelnd

    wollen wir
    Blech
    und Lärm

    nur
    keine Zeit
    keine

    Ruhe nur
    Staub und
    ein Straßengrab

    (Die Katze lebte noch, sie war nur in der Garage des Nachbarn eingeschlossen)

    • Gerda Steger says:

      Deine bewegend schönen Worte, liebe Ule, zeugen von Tierliebe und viel Gefühlswärme. So viel Wahrheit steckt in ihnen!

  7. Beobachte dich mit meinem Blick
    Lausche deiner Stimme
    Verleih ihr Gehör
    Schleiche mit deinem Gang
    Begleite dich zu mir
    Teile den Gleichsinn mit Dir
    Schlafe sorglos mit mir
    Zeitvertreib ist der Spieltrieb mit Dir
    doch schnurren kann ich nur gemütlich neben ihr

  8. roteFrau says:

    ach weh,kleine Maus,gleich ist es aus,mit dir,dies Ungetier,pst,passauf,sonst holt dich die Katz,huschhusch…armer schwarzer Kater

  9. elbée says:

    katze

    es ist die schwarze
    die soll es bringen

    obwohl wir tagtäglich
    von ihm umzingelt

    in die augen sehen
    würden wir ihm

    wenn nur sie nicht
    unseren weg kreuzte

    _____________________

    chat

    c’est bien le noir
    qui doit le porter

    alors que nous sommes
    encerclés par lui chaque jour

    dans les yeux
    nous le regarderions

    si seulement il
    ne croisait notre chemin

  10. ruth says:

    der schrei
    durch mark und bein
    schau ich nach
    dem kind
    lauf die treppe hoch
    mit heilvollen armen
    es schläft
    vor dem fenster
    streunt die katze
    trunken vor liebesweh
    und plärrt.

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