#frapalywo tag 6, text 6 – föhn/wetterwoche

idyll

die stadt hinauf an der bergkette vorbei
(die siehst du heute besonders gut vor allem spürst du die spitzen in den knochen)
der gipfel heidigleich entfernt
weil auch der sepp bereits ein guter war
trägt dieser tag die last
und du

 

 

das ist tag 6, text 6 der #frapalywo zum impuls „föhn“. hauptthema der woche lautet „wind und wetter“. hat euch der föhn umgetrieben, stimmunggeschwankt, mitgerissen?

7 tage, 7 texte, 1 thema: wer bei der #frapalywo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalywo und @fraupaulchen

43 thoughts on “#frapalywo tag 6, text 6 – föhn/wetterwoche

  1. von @maurakami:

    Es beginnt.
    Am tiefsten Punkt im Bauch.
    Übelkeit.
    Rumoren.
    Druck.
    Zähe Wärme.
    Schweißperlen am Nabel.
    Tropfend.
    Hitze,
    die unaufhaltsam
    aufsteigt.
    Der Wind kühlt nicht.
    Verteilt
    in jede Pore,
    quälend.
    Mein Körper
    flammt.
    Ich entkomme nicht.

  2. von @giselheid22:

    „Föhn“ – und meine Synästhesie In „Föhn“ klingt rosé im Beginn, silbrige Durchsichtigkeit und etwas
    grün.
    Es heißt, er bringt die Sinne in Verwirrung,
    Lust und Leid begleiten ihn

  3. Ich klage an:
    Du bist ein unsichtbarer Gegner
    nicht zu fassen nur zu fühlen
    dein warmer Atem
    bläst mir ins Gesicht
    vernebelt mir die Sinne
    macht wattig auch die Glieder
    So fegst du (durch) die Straßen
    ich lass‘ sie dir, ich weiche
    Ich will jetzt nur noch
    schlafen

  4. ruth says:

    der tag
    zeigt sich im strahlenden licht
    diese klarheit
    miniaturen des lebens
    ich seh bis ans ende der welt
    und drüber hinaus
    pass auf!
    wenn der wind dreht
    fällt alles
    ins wasser

  5. Im Sommer
    ganz selten
    traf es auch uns
    bei Südwind
    kam das Mittelgebirge so nah
    auf unserer Bank vor dem Haus
    zählten wir die Zacken des Kamms
    Mit Fernglas
    hätten wir auch Kamele ausgemacht
    stellten wir uns vor
    Wir leckten Eis dabei
    Mutter nahm eine Thomapyrin

  6. Fallen des Windes

    Der sturzbetrunkne Wind der Alpen –
    er formt die Hänge und die Täler
    lässt Menschen torkeln wie im
    Rausch kein Halten ist wenn
    dieses Kind der Berge mit
    Lustgeschrei gen Boden
    fällt und meiner Seele
    Tränensalz versetzt
    mit Heimweh nur
    nach Norden an
    die Küste will.

  7. yumami says:

    der wolkenbauer steigt
    auf zum regenmacher-sepp
    ich bin der kobold schaffe den durchbruch
    öffne weit das himmelsfenster für das klare blau
    hui und jetzt im freien fall bergabwärts immer schneller
    bringe schnee zum schmelzen und den städtern
    eine ausrede für ihre schlechte laune

  8. Carmen (Jutta)@GEDANKENTaenze says:

    Heute ein schon vor längerer Zeit geschriebenes Gedicht

    Von den Alpen weht
    Föhn macht den Novembertag
    Schön
    Rascheln in Bäumen
    Luftige Weise Träume
    von einer großen Reise
    Bunte Pracht will halten
    Mit Gewalt es wird
    kalt

  9. Warm fällt der Wind
    Deine Augen schauen mich an
    so klar der Blick
    in die Ferne
    Vergangenheit – die Seelentiefe
    früh strahlend und stark
    sehe ich
    in den Winkeln
    etwas Glanz

  10. Andrea says:

    Föhn

    Der Föhn ist ein Fallwind
    Weht er wird der Berghang
    warm und das Herz kalt

    Über Dächern am Horizont
    lauern die Gipfel bereit
    mir zu Kopf zu steigen

    Alles wird zäher der Blick
    wie in Watte gewickelt
    Scheinwerfer im Hirn

    In mir eine Böigkeit
    zerrt und zerzaust die
    Gedanken – Wind fällt mich

  11. von @gabrieldewinter ein limerick:

    Ein junges Maderl aus Bayern,
    das würde so gerne feiern.
    Doch vom Berg her es föhnt,
    ihr Schädel, der dröhnt,
    wenn‘s so weiter geht, muss sie noch reihern.

  12. von @dandelionsawake:

    Im Alpental liegt flach der Franz;
    ums Haupt gebunden wie ein Kranz,
    so trägt ein Tuch er, rot mit Tupfen.
    Migräne kann den Kopf zerrupfen.
    Ein trockner Fallwind presst ihn nieder,
    der Föhn, er fuhr in seine Glieder.

  13. von @sabbeled:

    Ein laues Lüftchen weht von Süden,
    zerstreut die raue Winterluft.

    Treibt die Wolken ohne zu ermüden,
    in die weite Tälerkluft.

    Ist für die Sommersehnsucht
    schon mal üben,
    doch noch ists nur Föhnweh,
    das uns ruft.

  14. von @lose_gedanken:

    Die Ferne so schön, so hell, so bei-nahe-da.
    Als wären wir hier und dort zugleich.

    Ist Ferne ein Ort
    und Nähe ein anderer?

    Wir waren uns beides.
    Wie der Wind waren wir.
    Hatten kalte Berge überwunden,
    innere Nebel vertrieben. Plötzlich dunkelte die Welt.

  15. von @wortbegegnung:

    Glasklare Luft und freie Sicht,
    die Berge sind zum Greifen nah…
    Der Blick, er wär‘ ja wunderbar –
    doch meinen Kopf schmerzt dieses Licht.

  16. von @tauscher57:

    es föhnt von süden her
    der Kopf er brummt
    der magen flau
    im dunklen liegen den tag verschlafen
    wenn da die arbeit nicht wär
    es wird sich geben, eben.

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