#frapalymo no 5: samt und stern

samt und stern

sanft ganz sanft
zieht die nacht herauf
schaut durchs fenster in die augen
sieht darin das müde ruhn

knipst im traumland funkellichter
für die nächsten stunden an
und legt lächelnd etwas dunkel
samt und stern auf dein gesicht

drum schlaf sanft ganz sanft nun
und das wach das lass der nacht
sie darf tags dann wieder ruhn

Das ist Gedicht No. 5 von Frau Paulchen für den #frapalymo, und der Impuls lautete „“in die nacht heinein: schreibt ein gutenacht- oder einschlafgedicht“. Danke nochmals, Ghislana, für diesen tollen Impuls!
(kursiv gedruckt eine Zeile mit Hommage an das Gedicht „Pst“ von Hans Stempel und Martin Ripkens)

30 Tage, 30 Gedichte, no excuses: Wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und nichts sagen (was ja schade wäre) – oder im unten stehenden Kommentarfeld den Link zu seinem Blog/Webseite hochladen – oder das Gedicht selbst über das Kommentarfeld hochladen – oder auch einfach sonst einen Kommentar hinterlassen. Ähnlich über Twitter mit Link und Kennung #frapalymo und @FrauPaulchen

34 thoughts on “#frapalymo no 5: samt und stern


  1. Zurück zieht sich das Meer, adieu
    orange ein letzter Sonnenschein

    es küsst willst du schon wieder gehn
    dann lass es gut für heute sein

    es glättet sich der Wellengang
    und feiner Sand deckt alles zu
    vom Dorfkirchturm ein Glockenklang
    so legt das Meer sich sacht zur Ruh’

     er hat sein Soll bereits erfüllt
    die Nacht erwacht im Sternenschein

    in feuchte Decken eingehüllt
    schweigt sich das Meer zu ihr hinein.

  2. sandrastrazzi says:

    Nimmst mich bei der Hand 

    führst mich aus dem Licht

    Legst ein graues Band

    über meine Sicht

     

    Lässt mich ruhen

    es ist getan

    Gönnst mir Stille

    ziehst die Nacht heran

     

    Dämmerung

  3. Gast Rike says:

    Gute Nacht, mein Herz

    Im Schleier herabsinkender Dunkelheit
    wo Tageshektik verebbt
    wird die Seele leiser,
    der Unmut verstummt.
    Tiefer immer tiefer vergraben
    in ein Nest aus Wärme
    hörst du wieder das ruhige
    Schlaflied der Kindheit.
    Sei getragen auf solcher Wolke
    Geborgenheit durch die Nacht.

  4. Michaela Neger says:

    abschiedsmedley

    du kannst dich nicht mehr regen
    mein hoffen welch ein segen
    mit dieser nacht ward wahr
    was habe ich geleidet
    geduldet und geschweiget
    nun ist’s vorbei wie wunderbar

    guten abend gut nacht
    mit tränken bedacht
    mit messern besteckt
    husch unter den dreck
    du wirst nie ja nie mehr
    wirst nie wieder geweckt

    schlaf liebster schlaf
    endlich mal bist du brav
    kommst unter den großen baum
    kannst von dort gen himmel schaun
    schlaf liebster schlaf

    dir kam ganz leis der sensenmann
    war doch ganz leicht
    dein kopf fiel zur seite
    die wangen wurden bleich

    es ist um du gingest stille
    hatte es in meiner hand
    bin den schmerz los ich fühle
    mich nicht mehr von dir verkannt
    erlöst fallen meine blicke
    auf dich stille liegend da
    oh lieblich ist mein glücke
    du bist hin hurra hurra

  5. einschlafgedicht

     

    die nacht nimmt sich des tages an

    legt das licht zusammen

    rollt das dichte Dunkel aus

    woran die Sternlein prangen

     

    schlaf regt sich endlich leise wohl

    der dunkelheit entgegen

    in die die muedigkeit sich legt 

    sie schlummert traumumgeben

  6. sophie says:

    liebe ulrike – prima. danke dir. du kannst deinen link zum impuls setzen, wie du es gemacht hast, oder zum gedicht, wie jetzt dieser kommentar – das ist ganz dir überlassen. wundervoll zärtlich, dein gedicht! lieben gruß. sophie.

  7. elbée says:

    wie schön sich die nacht    
    um den tag kümmert, das licht zusammenlegt und
    ihren dunklen teppich ausrollt, in dem sogar die müdigkeit schlummert

    das liest sich so einfach weg, aber das ist ein fehler – bitte an alle:
    nochmal, vorm einschlafen, in ruhe (und traumumgeben) nachlesen

  8. elbée says:

    danke Esther, aber ich hoffe, es ist klar, dass ich Heikes text meinte – der ist wirklich nochmal zu lesen. ich hab ihn erst so schnell weggelesen, fand ihn gut, aber beim wiederholten lesen bekommen die worte erst ihre kraft – wie so häufig. danke Heike für die schönen bilder !

  9. Esther Ackermann says:

    Liebe elbée, liebe Heike! Tatsächlich habe ich übersehen, dass es ein Kommentar ist, kein Gedicht. Beim Wiederlesen jetzt erkenne ich Heikes Text. Ihr wärt zusammen ein gutes Überarbeitungs-Team!Die Bilder haben mir in elbées Worten noch besser gefallen… Bitte entschuldigt meinen Lapsus.

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