Das Jahr beginnt mit einem Abenteuer.

Da wären wir also alle wieder angekommen. Im neuen Jahr. Feuchtfröhlich heißen wir es willkommen. Bangen auf das vor uns Liegende. Hoffen. Hoffen. Noch. Noch ist es ein Abenteuer. Bald schon Routine. Dann vergessen wir den Zauber dieses Tages. Als der Morgen noch tau und die Euphorie noch frisch waren. In ein paar Wochen, ach was Tagen schon, hält sie Einzug und ermüdet unser Leben: die liebe Frau Gleichgültigkeit. Reist an mit Sack und Pack und nistet sich wieder bei uns ein. Die letzte Hoffnung auf ein Abenteuer wird zu einem süßen Gedanken, den wir in unseren Setzkasten stellen und hin und wieder hochachtungsvoll durch die Glasscheibe betrachten. Ein kunstvolles Ausstellungsstück mit Seltenheitswert. Do not touch! Please.

(Anmerkung: Ich gruppiere diesen Text als Lyrik ein, da ich von Baudelaires „Petits poèmes en prose“ gelesen habe. Und nachdem mich diese lyrische Form begeistert und ich definitiv mehr dazu in Erfahrung bringen will, und dieses Jahr sowieso und überhaupt unter einem lyrischen Stern steht…nun denn, also deshalb hier der erste Versuch eines petit poème en prose von Frau Paulchen.)

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