So, zwischenzeitlich bin ich wieder in The Cell gelandet. Es ist 18.30 Uhr unserer Zeit, und ich fühle mich steinalt und gebrechlich. Meine Posts habe ich soeben hintereinander hochgeladen, was einem Blog nicht wirklich entspricht, aber es ist hier in NY einfach zum Verrückt werden mit den freien WiFis. Nun gut, ich will mich nicht beschweren. In good old Germany wäre es sicherlich ähnlich…
Ich habe mich heute geschlagen gegeben und werde nochmals einen Abend hier „zuhause“ verbringen. Mein Magen hat die Suppe so lala vertragen, vorhin gab es erneut eine Cola, zwei habe ich im Gepäck dabei sowie Laugenbretzeln. Eigentlich darf man im Zimmer nicht essen, aber ich bin mir sicher, dass keiner was von meinen Bretzeln was mitbekommt. Ich werde mich heute noch schonen, weil ich mir fest vorgenommen habe, morgen wieder völlig fit zu sein.
Was habe ich also nach meinem letzten Eintrag (zumindest als Word-Datei…) noch gemacht? Ihr müsst einfach gegebenenfalls zurück lesen, damit ihr auf dem Laufenden seid… Ich bin runter nach Downtown und habe mir Ground Zero angesehen. Man sieht nicht wirklich viel, denn es ist eine neue, riesige Baustelle, die komplett umzäunt und mit Sichtschutz verhüllt ist. Aber das Areal ist echt riesig. Eigentlich wollte ich Forrow und Winfield sich hier mal treffen lassen, aber das passt überhaupt nicht. Die hätten kein ruhiges Eck und könnten nicht in Ruhe sprechen. Aber es gibt da gegenüber eine kleine Kapelle und einen Mini-Friedhof – eine dieser Widersprüche, die ich an NY so faszinierend finde: Auf der einen Seite die modernsten Wolkenkratzer, die Wall Street und sonstige Hyperteile und auf der anderen Seite eine Minikapelle mit Friedhof mitten in der Stadt. Auf jeden Fall ist diese St. Stephens viel besser für einen Treffpunkt geeignet. Und ich weiß jetzt auch, in welches Krankenhaus Marcus eingeliefert wird, nachdem er zusammengeschlagen wurde: ins St. Vincent (oder habe ich euch das gestern schon erzählt?). Das ist gleich in seiner Nachbarschaft, und ich nehme an, dass ein Rettungswagen nicht quer durch die Stadt fahren, sondern das nächste Krankenhaus nehmen wird. Jetzt muss ich nur noch online heraus finden, ob das Krankenhaus in irgendeiner Weise auf einen Bereich spezialisiert ist, so dass es doch wieder keinen Sinn machen würde. Aber den Eindruck hat es mir nicht vermittelt.
Ach ja, au dem Empire State Building war ich noch bevor ich bei Ground Zero war. Oben auf der Plattform. Auch mal wieder beeindruckend.
Morgen steht bei mir der Central Park auf dem Programm. Ich werde hier im Norden anfangen und mich dann bis zum Kunstmuseum vorhangeln. Das dürfte dann die Hälfte des Parks sein. Ich muss also einfach wieder fit sein. Dann ein Besuch im Museum und dann mal schauen. Vermutlich noch herausfinden, wo ich Clara „untergebracht“ habe, denn das liegt irgendwo in der Upper East Side und könnte von daher schon in die Gegend passen. Am Mittwoch will ich dann den Süden des Central Parks machen. Und dann fehlt noch Santo Morales Zuhause sowie ein paar Kleinigkeiten zum Nachrecherchieren. Aber das wird alles. Hauptsache, ich bin bald wieder richtig fit. Bis morgen dann. Aus NY grüßt euch eure Sophie.