Tag 2 – Teil 2

Zwischenzeitlich bin ich raus aus dem Moma und immer noch in NY auf der Suche nach Netz… Die Ausstellung war noch sehr gut. Ich konnte mich dank drei Gläser Cola ganz gut auf den Beinen halten. Und meine Krämpfe haben sich auch etwas zurückgenommen. Jetzt sitze ich in einem Café bei Chicken Noodle Soup und der vierten Cola des Tages. Man wird bescheidener…Gesundheitlich scheine ich also mal auf einem kleinen Weg der Besserung zu sein. Es wird sich in den nächsten Stunden zeigen, ob mir die Suppe gut tut oder nicht. Drückt die Daumen. Dafür ist mein Wintermantel kaputt gegangen. Ich sag ja: NY lässt mich dieses Mal nicht so recht an sich heran. Der Reißverschluss ist kaputt, was zu dieser kalten Jahreszeit echt sch…ist. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Ersatz gemacht. Bei Daffy’s (den Laden muss man sich nun wirklich nicht merken) habe ich einen braunen Mantel gefunden und dazu einen passenden grünen Schalt, der auch zu meinem Grau zuhause passen dürfte. Insgesamt 100 Dollar – eine Ausgabe, die weder geplant war noch gut reinpasst. Wobei: Einen braunen Mantel wollte ich als Ergänzung eh gerne haben. Aber auf diese Weise und hoppla, hopp, damit das arme Mädel nicht erfriert? Nun ja. Hilft ja alles nichts. Aber lass es dir gesagt sein, New York: Du bekommst mich nicht klein. DU nicht!
Dafür wollte ich noch etwas zum Moma loswerden. Im Moment fühle ich mich wieder so in diesem Dröhnen und Rauschen, aus dem dann hoffentlich und ganz gewiss die Stille entspringt. Ich habe ein paar Gedanken eines witzigen Künstlers aufgegriffen, die ich gerne mit euch teilen möchte. Gabriel Orozco sagt über sich und seine Kunst, und das finde ich, kann durchaus auch für das Schreiben und unsere Charaktere, Orte, Geschichten etc. gelten: He has defined himself as „a consumer of anything at hand and a producer of what already exists.“ In making art he is „not inventing, just reinterpreting.“ Und das finde ich mal eine entspannte Haltung fürs Schreiben, nämlich nicht auf Teufel komm raus irgendwas Neues zu erfinden, sondern mit dem, was da ist, zu arbeiten. Um uns herum sind so viele Menschen, so viele Geschichten, Leid, Freude, Begebenheiten, die es alle wert sind, erzählt zu werden – in nicht so sehr einer erfundenen als vielmehr einer neu interpretierten Art des Existierenden. Das überrascht jetzt vielleicht einige Schriftsteller nicht, die aufschreien und protestieren „Aber das machen wir doch immer schon so.“ Schön für euch. Ich wiederum habe diesen Gedanken für mich entdeckt und finde es wert, ihn hier festzuhalten. Denn dazu ist Sophie Paulchens Blog ja auch da. Update Bauch: Suppenbecher alle, noch geht es ihm gut.

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