#frapalymo 30mai15: sophiecento

schlaf
ich schaute in den wabenhimmel
im souterrain sans limites

13 bis 19 vier bis acht und 2015
der geschmack von lebertran und das arglose
ich denke

ich wie ich
in all diesem nichtstill still stand

da

ein zärtlicher austausch
die feinen leisen weisen
und abends die idylle

 

das ist gedicht no. 30 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete „erstellt ein cento aus euren eigenen #frapalymo mai15-texten“ – mit dank an esther, die vor einiger zeit die anregung zu diesem impuls gegeben hatte. (zumindest um das copyright müssen wir uns ausnahmsweise überhaupt keine gedanken machen…:-))

30 tage, 30 gedichte, no excuses (+1): wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @FrauPaulchen

18 thoughts on “#frapalymo 30mai15: sophiecento

  1. verse(hen)

    mit pegasusfreuden die strömung zu tauschen
    schlafend im mohn
    kein name pflicht

    im tatjungen tag das leben
    zerspanen
    befreie das ich

    wortverwunschen flügelbenutzt
    kirre
    vom federspiel kirre
    vergiss mein nicht

    am schorfen wunderbaum
    ignorarrogant geborsten
    verdinglichtes ich

    im rotsüßen refrain
    unser karmageddon
    erlischt

  2. Gerda Steger says:

    Sonnenworte

    ich schenke dir Atem
    Gedankensamen in windlichten Duftgärten
    wenn zu Gast die Muse
    trinkt Sternentau
    eine andere Welt

    Stille klingt

    ich schwebe im süßen
    Ton der Rosen höre
    lichten die gläserne Wand
    im tiefkelchenden Zwischenuns

    Sinnesgeflüster

    Worte in den Himmel sich
    schweigen zeitlos
    traumbehangen wir

  3. philosophina says:

    Eis und Eis
    zerfließen betäubt
    auch wenn es aufhört zu regnen

    die Kälte des Meeres hat er nie gespürt
    im Teesalon des Lebens
    verliert einer den andern

    es duftet nach Frieden
    zwischen den Schienen
    habe dich der Natur gestohlen

    einen Traum gewagt
    bestehend aus besiegten Siegern
    keine Farbe

    das verreiste Jahr
    lädt mich zu sich ein
    hier nur ich

    • Gerda Steger says:

      Liebe philosophina, ich habe mich auch lesend in deinen wunderbaren Zeilen „im Teesalon des Lebens“ verloren, mich im „verreisten Jahr“ wiedergefunden. Schöner Ausklang!

  4. Reiche Räume

    fernflüchtig
    im Vermissen

    Seelenweh aus
    silbereisblauen Fallwinden

    erinnern mich? dich?

    an mutige Blätter
    (über dem Aalgrund)
    Deinen Haarduft
    und die gläserne Insel

    weißt Du noch?

  5. Eine Lust, in euren Worten zu baden – und der Cento ist eine so schöne Anregung!

    Ausgeweitet bis an die
    Fransen der Erde
    klingt verschwimmt all eins

    Durchs Plastikglück schleicht
    eine Katze
    jeden Frühling neu

    Zu den Wortgewichten blitzen deine Augen
    keine Tränen barfuß bin ich das Ziel
    so haushoch
    würde ich …

    Durchzuhalten
    träumt die Regenfrau
    auf den Punkt gebracht

  6. roteFrau says:

    Alllufthonig,Kaffeemusik,ichdu,waidbruchstill,verdichte,Stadtlandfluß,
    aus1ohne,frühfoto,Grönmeer,haikupanrot,2Geflüstert,Atemflug

  7. Rike says:

    Töne perlen durch den Raum
    wieder Vertrauen aufbauen
    in Betriebsamkeit und Ursprünglichkeit
    barfuß tanzen darfst du immer
    unser Spielraum ist überaus groß und weit

    „I wandered lonely as a cloud…
    and then my heart with pleasure fills“
    im Gedankenkarussell Gänseblümchen
    alles tanzt uns froh entgegen
    im Leben so viel
    Freude und Segen

  8. Esther Ackermann says:

    Ihr Lieben, was für ein Spaß, die Centos zu lesen! (philosophina gefällt mir besonders.)
    Danke, Sophie, dass das fast Tradition geworden ist. Diesmal kam er in einem für mich dummen Moment. Es wäre auch unrealistisch zu sagen, ich würde morgen alle Texte noch mal lesen und mir die Elemente für das Cento zusammensuchen. Dass der „Melusinenwirbel“ mein Liebling ist, habe ich ja schon gesagt… :-).
    Liebe Sophie, gestern feierte das Zentrum Paul Klee in Bern sein 10-Jahr-Jubiläum. Könnte einer der originellen Klee-Bildtitel auch einmal ein Impuls sein? Klees Bilder heißen zum Beispiel „Dieser Stern lehrt beugen“, „Dieser Kopf versteht die Gleichung nicht“, „Übermut eines Insectes“, „christliches Gespenst“ oder „Das Gießkannenmännchen pflegt den Homunculus“ …. Nun aber erst einmal: Danke für diesen Monat!

  9. auch euch beiden, liebe esther und ulrike, an dieser stelle herzlichen dank für die kommentare und lieben worte! ein klee-bild ist definitiv eine schöne anregung, esther!
    lg. sophie

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