#frapalymo 9mai16: ausflug

auf dem weg zurück
sonnen gesichter eis münder
den tag
im handschuhfach verstaut
fahren
bis die welt kippt

 

das ist gedicht no. 9 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete „sonne satt“. mein text heute ist wohl mehr ein gefühl als ein gedicht. und irgendwie stecken ja immer beide ineinander fest.

30 tage, 30 gedichte, no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @FrauPaulchen

37 thoughts on “#frapalymo 9mai16: ausflug

  1. Matthias Doellert says:

    Sonne satt!

    Sonne, die Triebfeder…
    Sonne, die Wärmende…
    Sonne, die Leuchtende…
    Sonne, die Quelle des Lebens…
    Sonne, die Lampe des Mondes…
    Sonne, die Mutter des Regens…
    Sonne, die Windmaschine…
    Sonne, die Heilende…

    Sonne einfach nur…
    strahlend schön, immer da und niemals müde!

  2. Sonne satt
    und jetzt
    kannst du nicht schlafen
    so viel Licht im Körper
    Helligkeit
    die jeden Winkel ausleuchtet
    der Motor läuft weiter
    solarbetrieben
    du könntest
    die Nacht zum Tag machen
    mit dem Sonnenkönig
    tanzen

  3. Gerda Steger says:

    sonnengelb

    licht.füllende tage steigen
    steigern sich glut um glut
    im ozean der lüfte flüchten
    die schatten der erde schwinden
    die wolken ganz
    im licht zerhaucht auch
    das meer tränen fällt
    sonnenbrot reichlich mir
    ins fenster zähle ich
    die sonnensattmomente nicht
    satt genug ich
    spüre sonne durchfließen mich
    im tanz des lebens

    • Gerda Steger says:

      Das ist Herzenspoesie, liebe Silbia, wie schön sie meine Sinne streichelt! Sonne pur! Kann man jemals davon zuviel haben!? Da freut sich auch das Leserherz, ins Schwerelose gehoben so viel Zartgefühl zu erleben. DANKE!

  4. Sphinx
    mit leuchtenden Augen
    lächelnd

    Sonne und Wärme
    ich sehe Dich
    suche – Wangen

    Schultern
    Arme und Hände

    Klang der Bewegung
    manches Mal frei

    anmutige
    Choreographie

  5. yumami says:

    ich habe die sonne satt
    die haut verbrennt
    und augen blendet

    ich liebe die sonne
    mit all ihren stürmen
    und ihrer finsternis

  6. roteFrau says:

    Wind,Glut,Finsternis,Turbulenzen,Untergang,Sturm,Brand, Eruption, roterRiese, weißerZwerg,Kraftwerk,G2Stern-sonne… Lebenselixier

  7. Licht hinter Schatten

    Der Sonnenball mit seinem heißen Kuss
    lässt Leben um uns warm entstehen
    lässt Wälder brennend untergehen
    bringt Silbertaler in den großen Fluss.

    Ein Wechselspiel, ein unbedingtes Muss,
    hinter Schatten wieder Licht zu sehen
    und nach Hoffen, Harren, wilden Wehen
    Neues zu gebären vor dem Schluss;

    Erfreuen wir uns zu den Zeiten,
    wenn uns die Sonne Sommer bringt,
    wenn Lebensvielfalt allerorten

    sich tummelt, wächst – mit andren Worten:
    Wir müssten nur, damit uns das gelingt,
    ein Ende machen mit dem Streiten.

    • Das haut mich um: Du verfolgst eine fast meiner gleiche Aussageabsicht mit diesem kunstvollen Sonett, und doch liegen Formen und Worte weit auseinander. So krass habe ich das noch nie erlebt!

      • Ja, ich bin das Wagnis mal wieder eingegangen – ein Sonett. Liebe Ule, ist es nicht so, dass „Anreize“ häufig in gleiche Bahnen gelenkt werden? Da sind doch Seelen-Gleichklänge am Werk,. oder was?

        • Das muss wohl so sein.
          Ich finde es so aufregend zu entdecken, dass in all den Möglichkeiten ein anderer Mensch das Bedürfnis hat, etwas Gleiches zu sagen, und doch einen ganz anderen Weg nimmt.

    • Gerda Steger says:

      Da lacht uns die Sonne in einem wundervollen Sonett entgegen. Deine Verse, liebe Margret, tragen ihre Aussage in einer zarten Sprachmelodie ins Ohr des Lesers.

      • Vielen Dank, liebe Gerda, Sonette reizen mich schon lange. „Was hat alles Platz in einem Gedicht?“ So spiele ich gern mit verschiedenen Formen.
        Liebe GRüße

    • Gerda Steger says:

      Oh, wie schön bildlich ist dein Tanka, liebe Anna. Diese kleinen Sonnen auf den Wiesen sind immer sinnliche Momentaufnahmen für den Betrachter.

      • Danke, liebe Gerda! Sie sind schön, nicht wahr – und auch verblüht als Pusteblumen verlieren sie ihre Schönheit und ihren Charme nicht.

  8. heute lief ich
    durch die graue stadt
    staunte himmelblau rot:
    sie war nämlich saubergeleckt
    von der sonne
    und streckte – ja! –
    farben wie fühler aus
    ihrer seele ein singsang
    sonnengelbweiß ausnahmsweise

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