#frapalymo 13nov17: der fall

der fall

wohin fällst du wenn du
fällst fällst du
schnell oder langsam wirst du getragen
beim fallen oder fällst du fallend
lächelst du weil es wuiii macht du
dich erinnerst an kindertage als das aufgefangenwerden
das nichtinfragestellen implizierte oder schreist du
weil es wuiii macht und du denkst du
denkst zuviel an das landen statt an den
fall

 

das ist gedicht no. 13 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete: „dichtet zu diesen zeilen: it is the story of the falling rain to turn into a leaf and fall again* von alice oswald“ – mit dank an edda aka @turmbuchhoch fürs twittern und inspirieren! (wer die zeilen auf deutsch lesen möchte, schaut bitte unter dem impuls direkt nach; dort habe ich versucht, die zeilen angemessen zu übersetzen)

30 tage, 30 gedichte, no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @fraupaulchen

45 thoughts on “#frapalymo 13nov17: der fall

  1. I am a rock
    sagte sich der Stein
    and a rock feels no pain

    Aber auch keine Freude
    Sehnsucht, keine Liebe!

    Da suchte er sich ein Herz aus Stein
    und wurde wieder Herz

    und brach

  2. wenn du ein blatt wärest und ich
    der regen
    spülte dich fort
    in einer einzigen nassen umarmung
    mäandernd zum meer
    wo wir aufstiegen zum himmel
    wenn du ein blatt wärest und ich
    der regen

  3. roteFrau says:

    der ewige Kreislauf,wer bin ich,wo will ich hin,wo darf ich bleiben,verweilen,alles oder nichts,sein oder nicht sein und doch: JA

  4. https://www.morast.eu/2017/11/13/frapalymo-13-blitz/

    Blitz

    zwischen Trübgedankenstürme
    in mein Geistesgraugemäuer
    blitzt dein Sonnenlächelfunke
    blüht dein Augenglitzergleiß

    sehnend trinke ich dein Glimmen
    atme tief und tiefer noch
    sauge Glut in meine Nebel
    Güldenglanz in den Morast

    und der Keim beginnt zu sprießen
    zweigt und ästelt tief im Sinn
    Glut zu Knospe
    Puls zu Feuer
    Herz zu Funkenflammentanz

    ich entsteige meinen Sümpfen
    throne wild im Leuchtgewand
    berste grell aus tausend Poren
    bin mir Blüte
    bin nun Mensch

    und mein Haupt erfasst die Sonne
    und mein Blick erwacht dem Tag
    und mein Weg erfasst die Weiten
    jeder Schritt ein Sonnenblitz

    als ich Trübgedanken stürme
    Geistesgrau zu Lächeln kehr
    als ich Welten hell entfache
    Glimm
    und Gleiß
    und Funken
    säh

  5. Just a little rain
    lässt Blätter und
    Gräser und mich
    to the heavenly sound
    erfrischend erwachen;
    ringsum bildet die
    Vielzahl der Tropfen
    Übergewichtiges
    und tränkt Durstige –
    the gentle rain
    that falls for years
    auf Gras und Bäume,
    Wälder und Felder,
    längst ist der Durst gelöscht,
    doch der Regen fällt
    to a heavenly sound
    malt Tränen auf
    vergangene Wangen;
    längst sind Eimer,
    Kannen, Flaschen
    gefüllt bis zum Rand
    über jede Schwelle
    seh ich Wasserströme
    laufen; nass und nässer
    wird’s im Saal und auf
    den Stufen – die Ufer
    sind Vergangenheit,
    die Meere umgeleitet.
    Just a little rain keeps
    falling like helpless tears –
    what have they done
    to the rain?

  6. Gerda Steger says:

    Metamorphose

    sieh die Tränen des Himmels
    fallen & zerfallen im Ast
    der Zeit sie hängen wieder
    Blattgrün treiben immer
    wieder die Erde benetzen aufs
    neu sie kleiden immer
    fort im Kreislauf alles
    sich dreht & bewegt hör
    den Regen wie er blättert ins
    Herz dir sickert sein Tropfenwort:
    stirb & werde!

  7. Hina Artemon (@HArtemon) says:

    regenlabyrinth

    am frühen morgen rauscht der regen
    an meinem haus vorbei
    am mittag schaut er durch die fenster
    in meinen suppentopf
    am nachmittag malt er auf meine scheiben
    die bilder sinken tief in meinen kopf
    am abend erreicht er meine seele, wühlt
    schränke auf, mit denen ich mich quäle
    in der nacht geselle ich mich zu ihm hinaus
    ich falle bodenlos
    wo ist mein grund?

  8. @MaremmaUrlaub says:

    Auf braunem Blatt
    schon fast getrocknet
    der Regen in der Nacht
    der Boden feucht und wieder grün
    lässt neuen Regen wachsen
    so Blatt um Blatt vom Baume fällt

    Das Foto dazu auf Twitter

  9. Andrea says:

    Geschichte

    Die Welt dreht sich im Kreis
    und wir uns mit ihr,
    bis uns schwindlig wird.

    So kräftig durchgeschüttelt
    sind wir‘s leid und schwören,
    nun wird alles anders.

    Doch kaum gesagt
    sind Vorsätze vergessen,
    wir steigen wieder auf
    und drehn uns neu.

    Die Story unseres Lebens
    ist der Wahnsinn:
    dasselbe tun
    und Änderung erwarten.

  10. panta rhei

    wie wolkengrau verhangen
    wir im purple rain verwunden
    zusammen in aquarellresten
    halten uns allzeit zum besten
    verliebt von unten nach oben
    geliebt von oben nach unten
    verbunden im ewigen fließen
    wider dem verdrießen
    von einem blatt matt
    zum andern blatt
    patt zirkumpolar genießen

  11. von @katkaesk:

    Meine Grundsätze
    im Regen wälzen
    und an der eigenen
    Oberfläche abperlen
    und in der aufgedunsenen
    Ignoranz spiegeln
    es vernebelt
    meine Hände beben
    verdonnert das Gemüt

  12. Jutta@GEDANKENTaenze says:

    Ein weißes Blatt Papier
    Gedanken, Wünsche
    Sehnsüchte
    Tränen tropfen auf
    blaue Schrift
    Draußen tropft der Regen
    auf letzte Blätter
    im Herbst
    und sie fallen
    und wieder beginnt
    etwas Neues

  13. @Meernotizen says:

    Vertrauen.
    Wie der Regen zu fallen,
    wie das Wasser zum Meer fließt,
    wie das Blatt zur Erde trudelt,
    wie der erste Schnee fallen wird.

    Leise und verändernd zu landen, im
    Vertrauen.

  14. lose_gedanken says:

    Jeder Tag
    hat 24 Stunden.
    Bis auf unseren ersten.
    Bis auf unseren letzten.
    Den Tag an sich
    berührt diese, unsere
    Unvollkommenheit nicht.
    Er füllt die Stunden
    nach wie vor.
    Und dort, wo man nicht
    in Stunden rechnet.
    Ist er trotzdem.

    [Text und Bild dazu auch auf Twitter]

  15. Stephanie says:

    Im Regen

    Pünktchenregen
    Starkregen
    Fadenregen
    Laute Regen
    Leise Regen
    Prasselregen
    Sommerregen

    fielen aufs Grab

    Matschquatschten
    die Erde

    Ob sie wohl
    nass würde
    oder fröre
    im kalten Sarg?

    Fragte sich das Kind.

  16. Herbstmärchen 🙂

    Ein Tropfen
    der sich in ein welkes Blatt
    hineingeschlichen hat

    Ein Blatt
    das sich an diesem Tropfen
    grasgrün getrunken hat

    Ein Wind
    der Blatt und Tropfen
    ins Licht getragen hat

    Willst du sie sehen
    dann lös ein Ticket
    nach Regenbogenstadt

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