raunacht VIII: abseits des weges

auf dem feld habe ich dich gefunden
abseits des weges
ein bemoost und vergessen und
mitgenommen ein weilchen
ein weilchen nur sage ich verspreche dir heimat
und ein gefühl
lege dich in meine hand spüre
die gesammelten jahre die erde das grün
und rieche ein wenig zurück in der zeit ein
wenig nur sage ich verspreche mir heimat
und ein gefühl
abseits des weges auf dem feld
habe ich mich gefunden und vergessen

6 thoughts on “raunacht VIII: abseits des weges

  1. Gerda Steger says:

    Tiefgehende Zeilen zum gefühlsmäßigen Mitnehmen ins neue Zeiterleben. Und je öfters ich dieses inhaltlich klangvolle Raunachtgedicht lese, um so mehr lichtet sich mir der Blick. Wohin des Weges, um sich wiederzufinden oder neu erfinden?
    „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen“ (Konfuzius).
    Auch Susanna Tamaros Roman „Geh, wohin dein Herz dich trägt“ weist auch auf den Heimweg. Danke, liebe Sophie, für diesen Lesegenuss!
    Mit herzlichen Neujahrsgrüßen

    Gerda

  2. Hallo Sophie.
    Aus Deiner Raunachtserie finde ich das hier am schönsten.
    … wahrscheinlich weil das „Geheimnisvolle“ hier etwas besser betont ist.
    Ein kleiner Kritikpunkt für die bisherigen Texte – oder Anregung für den noch bevorstehenden, letzten:
    – vielleicht sollte das Mystische etwas „intensiver“ sein.?
    Liebe Grüße,
    Michael

    • danke, michael, für die rückmeldung. die gedanken in den raunächten kommen und gehen – wie mysthisch oder nicht, kann ich da kaum beeinflussen 😉 aber schön, dass dich dieser text besonders anspricht. lg. sophie

  3. Hab ihn wieder gelesen. Er ist toll.
    Bin am überlegen, ob er nicht zu einer meiner Skulpturen passt.
    … dafür melde ich mich nochmal.
    … oder – wenn Du magst, kannst Du ja auch mal schauen.?
    Herzlich,
    Michael

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