#frapalymo 6nov15: und ich

die vernunft ist im land der denker angekommen
ein sein bitteschön einsein einssein sei seinsein bitte
die dame
der könig
und ich
im kartenspiel des hiers auf alles
gesetzt die vernunft ist die
vernunft mehr als
und ich
spiele da nicht mit ich nicht ich n
ich geistreich die vernunft
einsein ein ich geist ich und

 

das ist gedicht no. 6 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete „ein adjektiv, das dafür aber glänzen und brillieren darf“.

30 tage, 30 gedichte, no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @FrauPaulchen

25 thoughts on “#frapalymo 6nov15: und ich

  1. Tod oder Leben
    Flucht
    der Stellvertreter

    Abgrund Fluss
    die Tiefe
    der Nähe

    im Anderen

    Aufgehen
    im Aufgehen
    der Untergang

    gleiten
    heiterer
    flächiger Glanz

    im Off

    Betäubung endlich
    ohne Gefühl
    selbstleerende Kälte

    oder dort

    im Strudel hier

    dichte Wachheit
    Sinnengewitter
    Lustorkan

    (berauscht)

  2. im Anfang war das Wort
    ein abstrakter Pinselstrich.
    aber irgendwann konnten wir
    kunstvoll alles beschreiben –
    überall Bildnisse,
    verwortet, verortet im Kopf.
    Sprache erfasste jede Nuance
    immer neuer Gemälde,
    Gefühle, Gerüchte;
    Sprache sprühte Götzen-
    bilder an Hirnwände.
    das Heilige wohnt,
    wo es abstrakt gemalt wird.

  3. roteFrau says:

    … Gärten,güriabit,güriabite Formate, güriabitverzierte Fassaden,güriabites Gezwitscher der güriabitschillernden güriabitaner Gackergommern- güriabit,das,einfach güriabit

  4. Gerda Steger says:

    Knisterzeit

    Herbstwind wieder in Straßen,
    vor der Tür uns orgelt, hör
    frosthauchknisternde Töne schon
    zuhaus mein Winterherz
    Kerzen entzündet, sieh
    hauchknisternde Farben.Spiele
    innen wie außen bewegen das Blau
    meiner frosthauchknisternden Himmeln

  5. @sandrastrazzi says:

    Wenn ich meine Hand in Deine lege
    Wenn Du meine Schläfe küsst
    Wenn wir aneinander lehnen
    Wenn unser Schweigen Stille ist

    Innig sein im Augenblick

  6. elbée says:

    wie-wort

    nicht mehr
    aufzufinden liegt es
    mir auf der zunge
    welch ein wort
    war das nur

    es beschreibt
    ohne umschweife
    mit genauigkeit
    dies gefühl
    das sich ausbreitet
    wenn mir
    ein wort fehlt

    bin ich
    sprachlos

    elbée

    • Ruth says:

      dein wort, in dem (für mich) vielen unausgesprochenen gebettet) hat mich noch lange bewegt. so wahrhaftig kams daher. ich wandelte mit ihm gemeinsam meine wege. wundersam.

  7. Ruth says:

    abgestellt bei
    der sammelstelle für verheissungen
    aller art abgespeichert
    in geflochtenen
    körben, sommerleicht
    genügend stauraum für die beschäftigung
    ganzer tage ich tauch
    ein in das meer
    der erinnerungen steig
    auf mit den versprechungen
    kommender tagen es lockt
    das entzücken wandelt
    mich stets wieder
    aufs neue heute
    mach ich’s.

    (blau)

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