#frapalymo 29nov16: schatten

frage ich das jenseits nach einer heimstatt für uns
beide mag es nur den einen nehmen den anderen
nicht sagt da wäre einer zuviel sage ich nein sagt es
dann nicht einigen wir uns auf das hier dafür mit sonne

 

 

das ist gedicht no. 29 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete „schatten“.

30 tage, 30 gedichte, no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @fraupaulchen

55 thoughts on “#frapalymo 29nov16: schatten

  1. Matthias Doellert says:

    Abgelegtes Leben,
    fein säuberlich als Erinnerung verpackt
    wird auf Schritt und Tritt es dich begleiten,
    als Schatten längst vergangener Zeiten.

  2. roteFrau says:

    Über meinen Schatten springen…dann dort im kühlen Schatten sitzen,auf der Sonnenseite des Lebens ausruhen und die Sonne genießen

  3. wenn das nachtlicht brennt
    kommen sie hoch
    prallen dir finster
    ein wort vor den schlund
    ihre angstlaterne
    wirft schatten
    auf deine stirn
    du lallst nach
    rettung –
    sie tragen sprechblasen
    fett gefüllt unter den schwingen
    geben dir
    einen tauben
    kuss

  4. Gerda Steger says:

    schatten.tanz

    wenn der tag erkrankt,
    das gesicht verliert und
    sonne verkauft sich spürt

    wir in der warteschlange
    lange harren schatten
    uns durchtanzen

    wenn der tag im schwarzen licht,
    im trauerflor wort.karg ich
    ein vogel ohne lieder,
    flügellos bin: falle,
    falle mir selbst zur last

    dann weint die zeit:
    schatten.geflüster

  5. spiel mit mir

    .

    deine
    schwer versaute Jugend
    wirft immer wieder mir
    ihre Schatten vor die Füße

    mit jedem Schritt

    seh ich den Abgrund
    in dessen Tiefen
    dein Europa
    in den Trümmern lag

    mein Leben

    will den Krieg nicht
    der dir deine
    eigne Kindheit nahm

    mein

    innres Kind sagt:
    – komm
    und spiel mit mir

  6. Hina Artemon (@HArtemon) says:

    eklipse – von jedem aus der ferne gedacht

    eine kleine schwarze scheibe
    verdeckt grün und gelb
    und häufiger noch weiß und blau

    vorbei das entsetzen
    über das leuchten
    der sterne mitten am tag

  7. Was in der Sonne lag
    sag damals

    ich denke hier
    an einen Berg

    wehrt sich nicht mehr

    mit Reif bedeckte Schattenwiesen
    und harte Böden

    in dunklen, toten Fichtenforsten
    gefriert ein blaues Moos

    die Luft zerfällt
    zerbrechen Flechten dort

    wo einmal
    oder niemals
    Wärme war

  8. Keksreicher says:

    Tagtäglich
    Menschengetriebe
    die Reise des Tuns
    liegt schwer wie ein Schatten
    ohne Rast ohne Ruh
    Träge und schwer
    Begleitet die Zeit

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