#frapalymo 17nov17: tassenhommage

tassenhommage

in dir liegt wachen
worte freundschaft
tränen arbeit ablenkung
erste dates letzte dates
business klatsch warten
reisen weite nähe
in dir

 

das ist gedicht no. 17 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete: „hommage an die tasse“. setzen wir unseren alltagsgegenständen ein denkmal!

wer es verpasst haben sollte, dem reiche ich mein #earlypoem an dieser stelle gerne nach: tassenweise trage ich licht ans fenster / schütte es vor dem glas aus ein / nachsehen / wie nacht tag meine tasse neu licht wird.

so ein impuls kann über den #frapalymo hinausgehen…

30 tage, 30 gedichte, no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @fraupaulchen

40 thoughts on “#frapalymo 17nov17: tassenhommage

  1. nächtliches Tassentheater
    .

    es klingelt ein bisschen:
    zum Brummton des Kühlschranks
    tänzeln die Mokkatässchen
    mit ihren goldig gewellten Rändern
    im Schrank einen Schritt nach vorn –
    wo die Kaffeebecher (diese SUVs)
    drei Parkplätze freimachen:
    sie haben Frühstücksdienst
    und sind ja so wichtig.
    fast transparente Teetassen klagen
    über staubige Nutzlosigkeit –
    he, rufen die Gebrauchten aus
    der Spülmaschine, kommt mit baden!
    unmöglich, meldet sich eine Vornehme:
    wir haben ein Sammeltassen-Arztattest
    dürfen nur handge-s-pült werden!
    hallo ihr trüben Tassen! schauen die
    Teegläser ganz von oben herab –
    die bunten Kinderbecher
    sind schon ganz klein.
    Tassilo, komm an Bord!
    rülpst und hampelt der Humpen.
    die Akrobaten, die Stapeltassen
    proben ihr nächtliches Kunststück.
    am Nachttisch wartet
    die Schnabeltasse auf bessere Zeit
    und der Einweg-Kaffeebecher
    liegt dunkelzerdrückt im Müll –

  2. Gerda Steger says:

    du Unverzichtbare

    wenn Kaffeeduft morgens aus
    deinem Weißinneren mir
    entgegen fächert

    die Augen satt sich trinken an
    deiner ausladenden Form im
    Designerlook zeitgemäß du

    farbenfrohe mich süß verlockst zum
    ersten Tageskuss die Lippen an dir
    kleben immer wieder nippen

    im Wimpernschlag Augen sinnlich
    dich berühren, dich umschließen heiß
    begehrte Tasse du!

  3. Wenn es leise
    und kühl um mich wird
    die Stille nur
    der Ruf des Eistauchers
    durchbricht
    wenn das Fjäll
    ruhig atmet und schlafen will
    die Sonne nach Norden zieht
    die Welt sich weitet
    wir in Gedanken nur sind
    dicht beieinander
    sich Unendlichkeit zeigt
    dann wärmt meine Hände
    eine Tasse mit Tee

  4. Andrea says:

    An die Teetasse

    Soll ich dich einem Kaffeepott vergleichen?
    Er ist wie du so vornehm nicht und fein.
    Dein edles Porzellan lässt ihn erbleichen
    Und in die Spülmaschine passt er fast nicht rein.

    Mal ist der Kaffee kälter, als ich’s möchte,
    Mal brennt mir seine Hitze auf der Zung’.
    Die richtige Temperatur, die wahre, echte
    Hast nur du, Tasse Tee, du göttlich’ Ding!

    Dein schlanker Henkel schmeichelt meinem Finger,
    Die Untertasse bietet festen Stand,
    Das Teeei jauchzt: „Hier bade ich gern länger“,
    Hätt’ ich die Wahl, gäb nie dich aus der Hand!

    Soll’n Kaffeetrinker dich doch ruhig verschmähn,
    Auf ewig bleibt dein Glanz für mich bestehn.

  5. von @tauscher57:

    über vier jahrzehnte hast du mich begleitet durchs berufsleben
    früh morgens bis spät in den mittag
    warst immer da, hab oft nach dir gegriffen
    nun sollst du ruhen hast es dir verdient
    mein treuer begleiter
    hab dank dafür

  6. roteFrau says:

    ‪für Kaffee erschaffen,die edle Tasse…und nun:stifte,nichts als Stifte und am Rand künstlerisch skurril,eine verbogene Büroklammer

  7. Aus der weißen trinkt man Tee
    aus der braunen gibt’s Kaffee
    aus dem Tässchen trinkt die Puppe
    die aus Ton ist für die Suppe
    die aus Glas füllt sich mit Saft
    dann ist dieser Vers geschafft!

    🙂 Happy friday 🙂

  8. Heiß muss er sein,
    der Kaffee,
    heiß wie das Feuer
    und schwarz
    wie die Nacht,
    dazu süß wie die Liebe –
    ein Wahlspruch meines
    Vaters – er ruhe in Frieden..
    Von Kindesbeinen an gab
    es den Pott mit Kaffee,
    zuerst ein Muckefuck, dann
    echt. Echte Bohnen –
    da strahlten die Augen
    wenn die Becher standen,
    aufgereiht, bereit und
    warm gespült. Für jeden
    einen eignen.

  9. von @katkaesk:

    Umfassende Geständnisse
    wenn meine Lippen
    dich berühren
    dazwischen liegen
    leise Welten
    wenn ich dir davon erzähle
    du schmeckst nach ihm
    nach Schuld und Sühne
    benetz mich still

  10. yumami says:

    es ist wie ein zwang
    aus der reihe zu tanzen
    ich bin die die immer fehlt
    wenn alle tassen sich
    im schrank versammeln
    — total verrückt

  11. Stephanie says:

    Erotik italienisch

    Seine Lippen berührten
    den kühlen, glatten
    Rand der winzigen
    weissen Espressotasse.

    Unwillkürlich seufzte er,
    bevor das träge, heisse,
    bittersüße Getränk
    den Gaumen benetzte.

    Mi amore,
    un altro per favore,
    flüsterte er.

  12. lose_gedanken says:

    Reim-Philosophisches, holprig.
    Wenn Gegenstände
    – sagen wir beispielsweise –
    ‚Tassen‘
    Geschichten in uns
    entstehen lassen.
    Dann sind sie
    Mitbewohner unserer
    Gedankenwelt.
    Egal, was ein Anderer
    davon hält.

    (Text/Bild auch auf Twitter…)

  13. @MaremmaUrlaub says:

    Hommage an meine Lieblingstasse in ihr steht geschrieben Campo di cuori
    Herzenssache

    Es schlägt das Herz gelb auf rotgruen
    der Kaffee läuft Maschine zischt
    die crema zittert leicht
    und dazu tanzt die Tasse ganz vergnügt
    den Kaffeetassenblues

  14. nur sitzen
    die tasse in der hand
    die kalten finger zu wärmen

    heißen tee trinken
    draußen im novemberlicht

    kalte klare luft
    erfrischt den sinn
    berührt meine wangen

    jeder schluck
    drängt wärme
    in mein herz

    und wohlige wellen
    in die zitternde seele

  15. Esther Ackermann says:

    Antwort auf Jan Wagners „Teebeutel“ *

    ich bin das medium
    fünf minuten fürbitte
    heiß heilig bitter

    (* In zwei Haikus zeichnet Jan Wagner – im dritten Gedichtband ‚Achtzehn Pasteten‘ – den Teebeutel als Eremiten in Sackleinen, mit Faden nach oben.)

  16. Jutta@GEDANKENTaenze says:

    Erinnerungen
    Frühstück bei Oma
    Milch mit Haut, viel Haut
    lange auf dem Herd gestanden
    Befeuert in der Früh
    zu wärmen die riesige Küche
    verfeinert mit Kakao und Zucker
    Auch sie hat einst aus dieser
    Tasse getrunken
    Damals

    https://t.co/VS1DHtJV8R

Schreibe einen Kommentar zu Stephanie Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Zustimmung zur Datenspeicherung lt. DSGVO