#frapalywo tag 1, text 1 – strandläufer/wasserwoche

sand

unten sand oben die farbe
wurmhäufchen als ansammlung von existenzen
verschwindend gering bis vernichtend klein und nur zu bestimmten
gezeitenständen ersichtlich
demnach fast menschlich
der weite entlang spuren derselbigen
seelenirrungen im dasein
berechtigung suchen
erneut der vergleich sandwurm mensch als nicht zu negierende möglichkeit
die überlegung verliert sich beim gehen

 

 

das ist tag 1, text 1 der #frapalywo zum impuls „strandläufer“. hauptthema der woche lautet „wasser und weite“. ich freue mich auf eure ersten texte vom meer!

7 tage, 7 texte, 1 thema: wer bei der #frapalywo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalywo und @fraupaulchen

68 thoughts on “#frapalywo tag 1, text 1 – strandläufer/wasserwoche

  1. Rona Duwe says:

    Strandläufer

    Die Füße im feuchten Sand
    einsinkende Spuren
    das Wasser leckt an den Zehen
    wieder und wieder
    Salzluft im Gesicht
    streichelnd und fordernd
    ein Spiel der Sinne.

    Ein Wind,
    in den ich mich lehnen kann
    der Salzspuren
    In den Haaren lässt.
    Ich wasch sie nicht aus
    am Abend
    diese Berührung.
    Ich will sie behalten.

    Vor mir das Nichts
    endlose Weite
    Die Augen saugen
    das Blau wie Nahrung
    oder wie einen köstlichen Saft
    Immer durstig.

    Alles ist Schmeichelei.

    Das Rauschen der Wellen
    übertönt die Gedanken
    nistet sich ein
    und breitet sich aus.
    Muschel sein,
    die das Meer mit sich trägt
    wie einen Schatz
    in den heißen Tag.

  2. Sehnsucht nach Liebe
    trieb uns nach Norden
    Irrlichter wir
    unter Krähennestern

    hier und doch nicht hier
    zu zweit und doch allein
    vergebliche Liebesmüh

    hinter dem Schwarzwasserwald
    mit seinen Kiefern
    lief ich am Strand

    fand
    Algen und Treibholz
    Strandgut
    wie wir

  3. von @gabrieldewinter ein limerick:

    Ein Mann läuft am Strand dort in Emden.
    Er möchte die Hitze beenden.
    Ihm ist schon ganz heiß,
    er holt sich ein Eis.
    Am Tag braucht er fünf frische Hemden.

  4. von @dandelionsawake:

    Bei Hitze u bei Sonnenschein,
    am Meer, am Strand läuft Fridolein.
    Er will nur Kühlung sich verschaffen
    und nicht so körperlich erschlaffen.
    Er wollte nur im Wasser stehen,
    u ward fortan nicht mehr gesehen.

  5. Carmen (Jutta)@GEDANKENTaenze says:

    Sandkörner
    zwischen Zehen
    Wellen umspült
    Einssein
    Gedanken
    im Kopf
    Windumweht
    hinterlassen
    tiefe Eindrücke
    Salz
    auf der Haut
    Gefühlskristalle
    brennen sich ein

  6. Carmen (Jutta)@GEDANKENTaenze says:

    Berichtigung meines Textes:

    Sandkörner
    zwischen Zehen
    Wellen umspültes
    Einssein
    Gedanken
    im Kopf
    Windumweht
    hinterlassen
    tiefe Eindrücke
    Salz
    auf der Haut
    Gefühlskristalle
    brennen sich ein

  7. von @tauscher57:

    welch ein gewimmel
    war am frühen morgen
    der strand in fester hand
    der läufer
    ein hin und her
    kommen und gehen
    da saß ich schaute zu
    lauschte dem meer
    genoss die erholung sehr

  8. Meernotizen says:

    Aufgewacht und noch lange nicht zu Ende geträumt.
    Der Sand unter ihren Zehen erzählt von ihren Wegen und ihrem Herzen,
    in dem jede Brise einen Atemzug um den anderen weiter lebt.

  9. Tut mir leid, auch ich muss eine „Korrektur“ einsetzen; zu kurze Nacht gewesen.
    Liebe Sophie, lösche doch bitte einfach das vorherige „Werk“ von mir.

    Mitesser

    Schwedens Vik, auf hartem Gras
    Treten, laufen, springen barfuß
    Rieselt Sand durch freie Zehen

    Angepflockt ein Zelt für Zwei
    Nur der Luxus eines Kochers
    Dringt porentief. Ahhh, Kaffeeduft!

    Liebestoll das Sonnenfeuer
    Äolus schickt sanfte Brisen
    Und am hellen Himmel blasse Sterne

    Flüstern mit den frühen Vögeln
    Erheischen sich die letzten Krumen,
    Reste von „Kanelbullar“.

    • schön, dass du wieder dabei bist, margret. leider hat das antworten auf deine mails nur fehlermeldungen bei mir verursacht. aber so ging es ja auch… lg.

      • Ich danke dir sehr für deine Hilfe, liebe Sophie. Tut mir leid, dass ich dir am 1. Tag Mühe gemacht habe. Ich war ja schon ganz niedergeschmettert wegen meiner Fehler.
        Liebe Grüße

  10. Gerda Steger says:

    strandentlang

    windflut beflügelt die schritte
    ins fernwehblau die stirn
    des himmels licht weite ihr
    viel verspricht darin
    farben flattern, singt das große
    meer schaumumspült ihr
    zu füßen sand und stein
    geschliffen die zeit,
    das salz der erde
    sie hier findet

  11. von @sabbeled (und schön, dass du wieder dabei bist!):

    Muschelkalk knirscht unter Füßen,
    die laufen mit der Wellen Flut.
    Doch trotzt der Ebbe rauher Zunge nur
    der Möwen Lachen in der Sonnenglut.

  12. inmitten des gurgelns
    am rande des schwappens
    unter wolkenweiß und viel(versprechendem) blau
    stets parallel zum leicht gekrümmten horizont
    morgens um sieben
    (ist in der hochsaison die welt noch in ordnung)
    bin
    (eine strandläuferin)
    ich

    Hallo und herzliche Grüße an alle von der Ostsee!

    • schön, dass du wieder mitmachst, corinna. dein erstes gedicht landete zunächst im spam, aber da du es jetzt nochmals eingestellt hast, habe ich die vorherige version gelöscht 🙂 lieben gruß an die ostsee (perfekt für diese lyrikwoche :-))

  13. @MaremmaUrlaub says:

    „Strandläufer“
    Läuft hin und her
    lässt Spuren im Sand
    zum Punkt zum Mensch wird er
    und immer mal ein Sprung ins Nass
    ich fang ihn dann im roten Ring

  14. von @lose_gedanken (schön, dass du wieder mitmachst <3):

    Jeder Schritt eine sandige Momentaufnahme.
    Moment, an Moment,
    an Moment, an Moment, an …
    Der Sand pocht.
    Und.
    Im ewiggleichen Rhythmus
    lecken, nagen, züngeln die Wellen
    an den Sandburgen der Erinnerungen.
    Das Meer seufzt.

      • … lb. Sophie, ab der No. 2 werde ich es ruhiger angehen …
        Grund: ich benötige nach dieser ersten Nacht und dem heutigen Vormittag einige Wochen, bis die 2897 😉 vervielfältigten und ausgeschnittenen Buchstaben (zur Anagrammbildung) des ersten Impulswortes in der Wohnung aufgesammelt sind …

        [… wer nur die Worte einzeln glaubt hat sich der Phantasie beraubt … }
        lol

  15. Andrea says:

    ich frage mich wie fühlt es sich an
    schon vor der geburt begraben zu sein

    was mutter für dich tun kann
    ist eine gruft im heißen sand

    danach kämpfst du für dich allein

    eine auferstehung und dann
    todeslauf ins blaue leben hinein

    während am himmel schon
    gierig die geier kreisen

    den strand überstehen nur wenige

  16. von @grauesfell:

    STRANDLÄUFER
    Wenn Du Menschen verlässt wie Du das Meer verlässt, verlierst Du Ihre Worte wie Du das Meeresrauschen verlierst.

    (willkommen bei der #frapalywo. es freut mich, wenn dich impulse inspirieren!)

  17. von @nachtblau:

    Anne lachte. Irgendwann dazwischen war es passiert. Zwischen zwei Wellen. Zwischen ein- und ausatmen. Zwischen gestern und heute. Da war sie bei sich angekommen.

    (danke fürs mitschreiben und verdichten. so schön <3)

  18. von @nichterfasst:

    Da läuft der Strand dahin,
    Entwindet sich dem Blick,
    Wirft Wellen nur zurück,
    Verläuft am Horizont…

    Verläuft am Horizont sich,
    Entschwindet deinem Blick
    Aus immer gleichem Wellen
    Wogt mit dem Meer zurück…

    Und Wellen, Strand und Blick
    Verlaufen immer breiter,
    Der Horizont läuft weiter,
    Kehrt nimmer mehr zurück…

    (willkommen und schön, dass du dabei bist <3)

  19. elbée says:

    fluchtpunkt

    in der scheibe der strandbar spiegeln
    sich die sonnenschirme die badelaken sie
    verschwimmen mit den tretbooten

    auf der stelle gehen wir
    baden und laufen
    gefahr
    zu versanden

    wo war nochmal das
    rettende ufer ?

  20. Inselzeit

    Die Wochen voll mit
    Terminen, Aufgaben, Druck
    Keine Zeit für mich
    Keine Zeit für irgendwas
    Müde, so müde

    Früh am Morgen
    streckt eine bleiche Sonne ihre Finger
    sanft unter Wolken hervor
    Zeit für die Insel
    Zeit für mich selbst

    Die Spur der Wellen am Strand
    zeichnet den Weg
    den meine Füße gehen
    ohne zu denken
    In meiner eigenen Zeit

    Ich atme
    Ich lebe

    https://fantasiafragile.de/inselzeit/

    ____________________________________
    Liebe Sophie, vielen Dank für eine neue Woche voller Lyrik und dass du uns diesen schönen Platz bereit stellst dafür! Ich freue mich sehr, diesmal wieder dabei zu sein!

  21. Strandläufer

    wo will ich hin wo komm ich her
    immer entlang
    am strand am Meer
    Schritt für Schritt ins Nichts hinein
    ganz bei mir sein
    einsam wohl
    doch nicht allein
    der Weg ist lang
    der Blick ist frei
    bis hin zum Horizzont
    Gedanken ach so einerlei
    Gedanken? Gedanken… die sind frei

    mir ist nicht bang
    am Strand entlang
    mit jedem Schritt
    geh ich so
    mit mir mit
    zu mir zurück

    strandläufers Glück

    https://traumspruch.wordpress.com/2018/08/06/strandlaufer/

  22. Hina Artemon (@HArtemon) says:

    strandgut

    ein gerüst aus ästen gegen das vergessen
    die vorsichtige flut hat das holz schon erreicht
    ein spiegel bleibt zurück im freundlichen leuchten
    er verdoppelt die form bis zur nächsten welle

    ein fund, um der dämmerung strahlen zu stehlen

  23. von @katkaesk:

    Sie kennen nur
    die Südmeere
    nicht die Nordmeere
    bei den Blicken
    die sie tauschen
    auch die Zwischenmeere
    sie sind Strandläufer
    und würden sich am liebsten
    ineinander vergraben

  24. von @gedankenpoesie:

    Strandläufer

    Heute denke ich zurück,
    Mit einem Lächeln auf den Lippen.
    An die Strände meiner Kindheit,
    Und den Wegen die wir liefen.
    Hinterließen wir Spuren im Sand,
    Spuren in der Zeit.
    Und du, du läufst nicht mehr,
    Doch in meinem Sein,

    Bleiben Spuren im Sand

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