#frapalymo 23nov18: weißt du

weißt du

es ist der mond (weißt du)
der steht und geht und wacht und schaut
dass niemand (niemand hörst du)
im schlaf sich verirrt (falls)
er es doch täte (sich verlaufen)
wäre es einer der sterne der (zuviel) hat
geblinkert (und fiel)

 

das ist gedicht no. 23 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete „ein traum (noch warm) fällt zerschlafen vom himmel.“ ich danke der mundräuberin aka @amigamia1510 für diesen feinen tweet und viele weitere feine bilder. und nun freue ich mich auf euer verträumtes, euer ver- und zerschlafenes im dichten!

30 tage, 30 gedichte, no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @fraupaulchen

35 thoughts on “#frapalymo 23nov18: weißt du

  1. Rona Duwe says:

    Vom Himmel
    zugeflogen.
    Ein Luftballon
    voll warmer Träume.
    Der jetzt
    zurückschwebt
    in den kalten
    Himmel.

    Als hätten wir
    uns nie gekannt.

    Als wäre alles
    nur ein dünnes,
    zittrig-zartes
    Papier gewesen,
    das schon reißt
    beim Ansehen.

    Als wäre
    ein Zeitraum
    meines Lebens
    voller Glück
    verschluckt worden
    von einem
    schwarzen Wal.

    Mit einem Haps
    ist alles,
    was nach so viel
    Zukunft roch,
    gestern.

    Und ist
    nicht
    wiederzuerkennen
    nicht
    wiederzufinden
    für immer
    verloren.

  2. Meernotizen says:

    Ein alter, roter
    Luftballon
    ganz oben,
    dort, wo
    dieses „Alles gut“
    wohnt,
    sodass nur sie
    ihn erkannte.

    Er bringt sie
    nach Hause.

  3. @Maremmafotos says:

    Rosa Träume bis ins schwarz
    alle Wünsche offen
    lockend in der Morgensonne
    alptraumhaft im Zwischenlicht
    fang ihn ein und halt ihn fest
    den schönen,der im Baume sitzt
    rotgelb leuchtend näher kommt

  4. Gerda Steger says:

    Goldmomente

    ich schlief und sah Tag
    Träume auferstehen aus
    dem Rahmen fiel dein Bild

    ich fühlte Wärme
    leuchtende Stille im Herz
    Schlag deiner Worte
    Sterne blühten mir

    ich erwachte und sah Nacht
    zerschlafen alles fallen:
    im Staub des Alltags
    wieder liegen mich

    • So klar und doch verträumt auf den Punkt gebracht, liebe Gerda. Deine Zeilen geben die Schlafwärme wieder, in der es so schön ist – und manchmal auch beängstigend – gefangen zu sein.

  5. roteFrau says:

    albgeträumt nassgeschwitzt links rechts links deckendurchwühlt kissenzerknittert angstgezittert
    nachtgetwittert schlafloses bettkantengehocke

  6. er war ein gut so

    erneut ein umzug

    wieder in die alte wohnung

    aber mit mittelmeerblick

    unser kaninchen war acht

    ein hund, der langersehnte

    und die kinder

    eines fehlte

    jedoch ich wusste

    es ist dort, wohin es wollte.

    Der Große macht Kaffee

    ich grinse und kuschele

    noch ein Weilchen mit dem Leben.

  7. zerträumt die Nacht
    am morgen schnell vergessen
    aufgestanden
    zackzack
    Kaffee 2 Tassen schwarz
    die selbstgedrehte auf die Schnelle
    hinein ins Hamsterrad ins
    Schreckenskarussell
    schneller schneller
    schnell schnell schnell
    heute so wie jeden tag
    jeden Tag
    den Tag gewagt
    funktioniert und nicht geklagt
    Herausforderung angenommen
    am Abend angekommen
    tagtraumtzerknäult

    bereit für die nächste Runde
    desillusionierte
    Traumillusion

  8. Wer ist Peter?

    Gerade noch im Kissen festgehalten –
    Der Unbekannte.
    Peter.
    Wollte Streit.
    Fiel ins Dämmerlicht eines
    unerwünschten Tages.
    Lass mich träumen
    von dir.

    Zerkritzelte To-do-Liste
    an der Wand der Nacht..
    Schrille Töne aus dem Holzregal
    verstärken die U(h)rlaute
    und grüßen in Murmeltierart.

    Es blieb die Unschuld in
    weißen Unterhosen mit
    wenig Geld
    im Portemonnaie;
    blieb hängen in den Federn der
    Winterdecke. Zu schwer.
    Ein Anfang – das Ende entgleitend;
    verbergend.

  9. yumami says:

    hey kleiner mann
    was schaust du so verträumt
    wie vom himmel gefallen
    wach auf wirst sonst noch
    das leben verschlafen

    willkommen kleiner mann
    was schaust du so erstaunt
    hier ist dein zuhause
    warm und weich gebettet
    in liebe eingehüllt

  10. Wie ein Traum
    fiel ein Gedanke mir vom Himmel
    ich sah ein Bild
    aus vielen Bildern –
    schlaftrunken sucht‘ ich es zu fassen
    doch: der Morgen segelte an mir vorbei.
    Ein erstes Wort, ein wacher Satz
    die Sommerbäume standen schon
    in ihrer Mittagsblüte
    und du warst längst
    in einem fernen Land.

  11. von @sprachspielerin:

    watteweicher wunschtraum
    von einem anderen leben
    nicht besser, vor allem
    anders
    anders, wahrer, eigener
    schlaftrunken so nah noch
    und doch…

  12. von @giselheid22:

    Mein Traum sitzt mir im Haar und tanzt nachts auf meinem Kissen. Ich streichel ihn sacht, sag: „Gute Nacht!“ Er schmiegt sein Gesicht in meine Hand. Wir möchten uns nicht missen.

  13. @lose_gedanken says:

    Nächtliches.
    In Traumschatullen versteckt.
    Die Deckel nur lose aufliegend.

    So lugen am Morgen
    Ideensplitter, Traumsekunden,
    Herzmomente in den Tag.

    Lassen lächeln, weinen,
    den Kopf schütteln.

    Winken kurz herüber.
    Verschwinden im Licht.

  14. von @philosophina:

    wenn ein Traum
    vom Himmel fällt
    ganz sachte
    still und leise
    er am Boden
    der Tatsachen zerschellt
    steigen Blubberblasen auf
    und übrig bleiben vom Traum
    ein Trottel am Boden liegend
    und ganz viel Schaum

  15. von @tauscher57:

    traum mitgenommen ins bad
    mit duschen wird er nicht klarer
    bleibt im kopf
    kaffee aufbrühen erste tasse lächelnd trinken
    er bleibt da
    zweite tasse
    weiter geht’s in den tag
    er ist da
    nehme ihn mit wo immer ich bin
    traum ist dabei und da

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