Schreibnacht #1: Was uns zu eisenbahn so alles einfällt

Ich finde ja das Thema Eisenbahn für eine Schreibnacht phänomenal, weil sich hier so viele Geschichten und Gefühle mit einem Schlag präsentieren, dass Frau Paulchen gar nicht weiß, welche Erinnerung, welcher Eindruck zuerst aufs Papier soll. Abschied, Ankommen, Wegfahren, Sehnsucht, Melancholie...die Bahn - das sind die ganz großen Emotionen, die Schicksale, die Vergangenheit und Zukunft und mitunter auch ein ganz klein wenig Gegenwart. Ach, so schön...

Petit Poème en prose beim Thai

Sitze beim Thai und schaue auf eine weiß Orchidee. Blume im Glas. Sie ist echt und wird bald verblühen. Vergänglich mit ein wenig Zierde in diesem sonst kahlen Raum. Ungewöhnlich für Asiaten. Um mich trinken die meisten Mangolassis. Ein Getränk, das nach Deutschland kam wie der Lambrusco in den fünfziger Jahren. Ich wähle einen Grauburgunder. Breche die Erwartungen. Vermutlich war mein Lassi schon vorbereitet auf der Theke gestanden. Neben mir trinken sie Mai Thai. Sie verbringen einen Abend fern ihrer Kinder mit einem Freund. Schön. Meine Hühner-Kokossuppe kommt und ist lecker.

Selbstverliebt – mit Abstand ernüchterter

Wenn Frau Paulchen Gedichte schreibt - oder auch Texte, das ist dabei völlig egal - dann bin ich ja immer auch selbstverliebt in meine Werke. Das gebe ich offen zu. Wenn mir ein Gedicht gut gelungen ist, erfreue ich mich selbst an meinen Worten und finde mich großartig. Wenn ich dann mit einem gewissen zeitlichen Abstand auf die "Werke" schaue, dann stelle ich fest, dass der erste Glanz einer Ernüchterung weicht und ich den Korrekturstift radikal ansetzen kann. Das ist ein bisschen wie die Liebe, finde ich.

Fundstück Kürzestgeschichten

Ich mag ja gerne die petits poèmes en prose, da sie genau zu mir passen und mir dabei so schön viele Freiheiten lassen. Nun habe ich entdeckt (ja, manchmal dauern literarische Entdeckungen bei Frau Paulchen länger und kommen dann nur tröpfchenweise), dass es in der deutschen Literatur so genannte Kürzestgeschichten gibt. Das ist doch genau das, was mich anspricht!

Warum soll ich immer nur erklären?

Nachdem ich ja den Blog von Stephan Waldscheidt Schriftzeit entdeckt habe, gehe ich immer mal wieder auf die Seite und füttere mich mit Gedanken, Ideen und Impulsen. Heute habe ich diesen Satz in einem seiner Blogeinträge zum Thema Erklärungen in Büchern gefunden, aber ich finde, er gilt ebenso für Lyrik, Kurzgeschichten oder auch Dramen. Der Satz stammt auch nicht von Waldscheidt selbst, sondern angeblich von amerikanischen Lektoren und ist ebenso simple wie vielsagend:

Resist the urge to explain!

Über die kreative Beschränkung

Einer der E-Mail-Impulse, die wir von Michaela Didyk bekommen, dreht sich um die französische Literatengruppe Oulipo (Ouvroir de Littérature Potentielle). Und beim Rechercherieren danach sind mir ein paar Sätze aufgefallen, die ich einfach schön, amüsant, kreativ und absolut erinnerungswürdig fand, weshalb ich sie hier gerne festhalten mag...[Es gab übrigens zum 50. Jubiläum von ARTE einen Film zu Oulipo.

Zitat, bei dem ich mir noch nicht sicher bin

Habe neulich ein Zitat in einer Frauenzeitschrift (ja, so was liest Frau Paulchen ab und zu...seichte Literatur für zwischendurch, was ich mir aber damit begründe und vor mir selbst rechtfertige, dass das Lesen derselbigen mir einen guten Einblick in die Abgründe und vermeintliche "Sorgen" der Menschheit verschafft...) gelesen, von dem ich noch nicht weiß, was ich davon halten soll.