Ich weiß, das gehört jetzt eigentlich nicht zur Schreibnacht und hat auch mit Eisenbahnen gar nichts zu tun, aber diesen Impuls konnte ich euch nicht verwehren. Schaut mal hier, wie wunderbar visuell sich Wörter/Poesie darstellen können. Ein echtes Vergnügen und ein toller Impuls, wie ich finde! Danke, Stephan Karsch, für diese Entdeckung!
Month: Februar 2011
Schreibnacht #3: Züge mit unterschiedlichem Ziel
Güterzüge, Transportzüge, Nachtzüge, Expresszüge, Regionalzüge, Schnellzüge, Bummelzüge, Todeszüge...2010 war 175-jähriges Jubiläum der Eisenbahn. Ging sang- und klanglos an mir vorbei...Gut, dass ich durch die Schreibnacht darauf aufmerksam wurde, und auf diese Seite hier. Einfach mal in die Geschichte spicken!
Schreibnacht #2: Impressionen am Bahnsteig
Menschen in der Bahnhofshalle:
die reste vom mittag
gut verpackt
in mutters tupper
die roulade tröstet
sie
ihm
ist
mensa lieber.
die präsentation in der hand
abends um sechs
gedanklich
im job
schon angekommen
listen, die virtuell
als to dos und must haves
reisen begleiten
pause ist woanders.
und dann ein mann
einfach nur so
am bahnsteig steht
und sieht und schaut
und staunt
wer alles
so
einsteigt.
Schreibnacht #1: Was uns zu eisenbahn so alles einfällt
Ich finde ja das Thema Eisenbahn für eine Schreibnacht phänomenal, weil sich hier so viele Geschichten und Gefühle mit einem Schlag präsentieren, dass Frau Paulchen gar nicht weiß, welche Erinnerung, welcher Eindruck zuerst aufs Papier soll. Abschied, Ankommen, Wegfahren, Sehnsucht, Melancholie...die Bahn - das sind die ganz großen Emotionen, die Schicksale, die Vergangenheit und Zukunft und mitunter auch ein ganz klein wenig Gegenwart. Ach, so schön...
Töff, töff – bald fährt sie los…
...die nächste Schreibnacht. Passend zur Rückkehr von Frau Paulchen aus Berlin zum Thema Eisenbahn. Ich werde später noch dazu posten und berichten.
Petit Poème en prose beim Thai
Sitze beim Thai und schaue auf eine weiß Orchidee. Blume im Glas. Sie ist echt und wird bald verblühen. Vergänglich mit ein wenig Zierde in diesem sonst kahlen Raum. Ungewöhnlich für Asiaten. Um mich trinken die meisten Mangolassis. Ein Getränk, das nach Deutschland kam wie der Lambrusco in den fünfziger Jahren. Ich wähle einen Grauburgunder. Breche die Erwartungen. Vermutlich war mein Lassi schon vorbereitet auf der Theke gestanden. Neben mir trinken sie Mai Thai. Sie verbringen einen Abend fern ihrer Kinder mit einem Freund. Schön. Meine Hühner-Kokossuppe kommt und ist lecker.
Selbstverliebt – mit Abstand ernüchterter
Wenn Frau Paulchen Gedichte schreibt - oder auch Texte, das ist dabei völlig egal - dann bin ich ja immer auch selbstverliebt in meine Werke. Das gebe ich offen zu. Wenn mir ein Gedicht gut gelungen ist, erfreue ich mich selbst an meinen Worten und finde mich großartig. Wenn ich dann mit einem gewissen zeitlichen Abstand auf die "Werke" schaue, dann stelle ich fest, dass der erste Glanz einer Ernüchterung weicht und ich den Korrekturstift radikal ansetzen kann. Das ist ein bisschen wie die Liebe, finde ich.
Fundstück Kürzestgeschichten
Ich mag ja gerne die petits poèmes en prose, da sie genau zu mir passen und mir dabei so schön viele Freiheiten lassen. Nun habe ich entdeckt (ja, manchmal dauern literarische Entdeckungen bei Frau Paulchen länger und kommen dann nur tröpfchenweise), dass es in der deutschen Literatur so genannte Kürzestgeschichten gibt. Das ist doch genau das, was mich anspricht!
Warum soll ich immer nur erklären?
Nachdem ich ja den Blog von Stephan Waldscheidt Schriftzeit entdeckt habe, gehe ich immer mal wieder auf die Seite und füttere mich mit Gedanken, Ideen und Impulsen. Heute habe ich diesen Satz in einem seiner Blogeinträge zum Thema Erklärungen in Büchern gefunden, aber ich finde, er gilt ebenso für Lyrik, Kurzgeschichten oder auch Dramen. Der Satz stammt auch nicht von Waldscheidt selbst, sondern angeblich von amerikanischen Lektoren und ist ebenso simple wie vielsagend:
Resist the urge to explain!
Über die kreative Beschränkung
Einer der E-Mail-Impulse, die wir von Michaela Didyk bekommen, dreht sich um die französische Literatengruppe Oulipo (Ouvroir de Littérature Potentielle). Und beim Rechercherieren danach sind mir ein paar Sätze aufgefallen, die ich einfach schön, amüsant, kreativ und absolut erinnerungswürdig fand, weshalb ich sie hier gerne festhalten mag...[Es gab übrigens zum 50. Jubiläum von ARTE einen Film zu Oulipo.