lesungsrückblick

nach dem kunstsommer in irsee habe ich auch die nächste lesung vor unbekanntem publikum gemeistert. ich habe zwei mal je drei texte gelesen, damit alles schön überschaubar und gut verdaulich bleibt. es hat funktioniert! ich bin sehr begeistert, wie gut, und es traf auch ein publikum, das der lyrik offen gegenüber stand. ist ja bei einer matinée nicht selbstverständlich. sie erwarten ja quasi „nur“ kunscht – egal, welche art und vielfalt dann kommt. wurde im anschluss sogar mehrfach gefragt, wo man mich lesen könne und ob ich veröffentlicht hätte. ha. öl – sag ich da nur! öl und ansporn, endlich mein ausstellungskonzept anzugehen. nun: was habe ich für mich gelernt und mitgenommen?

– definitiv texte wählen, die sich gut lesen lassen (ist bei meinen texten ja nicht immer gegeben; zumindest nicht, wenn man selber nix zum mitlesen hat für die brüche und das zerbrochene)

– texte vorher ein paar mal laut sprechen, reihenfolge festlegen, überlegen, ob die texte einen roten faden brauchen oder nicht; die zwischenmoderation überlegen

– stehen ist besser als sitzen, aber wenn sitzen, so wie gestern, dann nicht mit übereinander geschlagenen beinen! habe ich sofort festgestellt, als ich einen kurzen text (ich weiß, meine texte sind nahezu alle kurz…) gesprochen habe. hätte ich auch durch die bühnenerfahrung wissen können, aber ich habe es ja dann direkt wieder abgestellt. überkreuzte beine hemmen einfach den sprechfluss.

– das feedback der zuhörer ist unterschiedlich, meist schön, manchmal verwunderlich, meist berührend: die meisten sprachen davon, sehr berührt und bewegt zu sein, von schönen bildern und einer tollen sprache. einer mochte mein eines gedicht nicht, weil er es zu defätistisch fand und meint, man solle nicht immer das negative in den vordergrund stellen. der gleiche mann meinte, die norddeutschen hätten einen reicheren wortschatz als die süddeutschen. dann bekam ich noch einen buchtipp. insgesamt ein sehr zufriedenes feedback und schön, die vielfalt zu hören.

– die kleinen #earlypoem geschenke kamen gut an. keine ahnung, ob die matinée-besucher sie behalten, gut finden, gleich danach weggeworfen haben oder sie schätzen, aber in dem moment, als sich jeder eines nehmen durfte, fanden sie es richtig gut. dieser augenblick zählt.

– ich würde es definitiv wieder machen (*grins*). mag mich jemand buchen?

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