kleine lesung oder: was ich mir wünsche

nächsten sonntag darf ich bei einer lieben freundin im atelier ein paar gedichte lesen. abgesehen von den lesungen während des kunstsommers irsee ist es das erste mal für mich. freude. spannung. aufregung. doch jetzt natürlich die frage: was um alles in der welt soll ich nur lesen? es gibt ja durchaus einige texte, die bei mir in den virtuellen ordnern schlummern… nicht alle gedichte (die wenigsten eigentlich) sind für die ohren tauglich, sondern meist für die augen zum mitlesen, die brüche zum mitverfolgen, das verrücktsein der wörter zum mitschieben und neu zusammensetzen. seufz. aber eine projektion der gedichte plus lesung/akustik? das ist mal das ziel meiner ausstellung, die aber auch noch wegen verschiedener anderer projekte ruht und nicht so vorankommt, wie ich es gerne hätte. also krame ich und suche mir die texte für die lesung aus, die im ohrenklang funktionieren (sollten).

dabei stelle ich übrigens fest, dass ich ganz dringend eine systematik zum ablegen meiner texte benötige. wie machen andere das? wie findet ihr texte wieder? bei mir sind sie situativ unter schreibnächten, frapalymo, kursen, ausschreibungen usw. abgelegt. kurzum: gut verstreut und ohne jegliches sonstige system. eigentlich müsste ich mir ein verschlagwortung überlegen oder eine form der kategorisierung. nun ja. vielleicht ist das etwas für die winterdunkelzeit. dann wären ja so ein paar gedichtlichter durchaus passend und angebracht…

als geschenkt gibt es übrigens für jeden gast nächste woche ein #earlypoem*. dürfen sich die lieben besucher dann aus der großen dichterschalen ziehen. ich denke, ich sollte sie von hand schreiben, auch wenn ich texte selten (ab)schreibe, sondern immer nur im schriftbild des computers sehe. oder eine herta-müller-art mit zeitungswörtern? nein, das wäre weniger passend. jedenfalls werde ich mir jetzt noch rund 40 #earlypoem aussuchen, abschreiben, ausschneiden, falten oder als mini-geschenk verpacken. plus die texte für die lesung aussuchen, sprechen, zu inszenieren versuchen. hach. so eine lesung ist doch freude. spannung. aufregung.

*für alle, die nicht wissen, was ich mit #earlypoem meine: frühs am morgen gibt es so gut wie jeden tag ein #earlypoem von mir auf twitter. das gute daran ist (zumindest auch, wenn ich sie abschreiben mag), dass sie in twittermanier sehr kurz sind. die #earlypoem gibt es seit anderthalb jahren. es haben sich also einige zwischenzeitlich angesammelt…

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