#kuso14: ankommen wiedersehen entdecken

nun bin ich also in irsee. das dritte jahr. die dritte lyrikklasse. es ist ein ankommen mit kopfkino. bilder, die das bekannte der umgebung spiegeln. gesichter, die sich verändert und zugleich nicht verändert haben. mauern, die projektionsfläche für werke bieten – die der anderen, für die eigenen. es ist ein ankommen mit erwartungen. an das schreiben und hinausdenken. an die neugierde und kreativität. an die kostbarkeit der zeit. der kunstsommer ist schwammzeit meinzeit auszeit. es ist ein anfang.

gestern: der gang in die klosterkirche bevor es losging. ein muss für mich. es ist dieses mächtige, pompöse und geschwiegene, stille – oder geschwiegene stille, wer mag das schon entscheiden? dort sammeln sich erinnerungen. erste gedanken sitzen neben mir. wünsche formulieren sich in den raum.

das wiedersehen beim essen mit menschen aus vergangenen jahren. das kennen lernen und kunstzuordnen neuer gefährten dieser woche. das wiederhören der begrüßung. wir bilden eine künstlerkolonie auf zeit, heißt es. ich hatte den ausdruck vergessen und freue mich über das jenseits des eigenen tellerrands, das es impliziert.

später dann zum ersten mal alle mitdichter an einem tisch. vierzehn. ich bin neugierig auf die ansätze im kurs, das schreiben der anderen, den austausch in so einer großen gruppe. stimmenbrouhaha und gesprächsfetzen im stiftskeller. und bevor ich ins bett gehe das erste lied des chors. ein abendlied im kellergewölbe. gänsescharen auf der haut.

ein paar erste stunden dieses kunstsommers also. ein abend. eine nacht. und nun eine woche.

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