#frapalywo tag 3, text 3 – see im himmel/wasserwoche

da ist ein see im himmel

vermutlich hüpfen die fische deshalb aus dem wasser empor, da sie mitunter wasser und himmel verwechseln
(das kann auch schwierig sein bei dem vielen blau)
orientierung der elemente in der neuordnung ihrer farbwerte
von clear sky bis ocean 66
wie will sich ein fisch da noch auskennen
weite ist überall
blubb plopp und weg

 

 

das ist tag 3, text 3 der #frapalywo zum impuls „da ist ein see im himmel“. hauptthema der woche lautet „wasser und weite“. welche verwischungen der elemente ist euch in den sinn gekommen?

7 tage, 7 texte, 1 thema: wer bei der #frapalywo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalywo und @fraupaulchen

44 thoughts on “#frapalywo tag 3, text 3 – see im himmel/wasserwoche

  1. see im Himmel

    zwei Bilder
    hochkant
    jeweils im unteren Drittel durchschnitten von der Waterkant
    gleichmäßige Pinselstriche
    oder wilde Bewegung da, wo der Sand endet?

    die Möwe ist schuld

    sie allein wollte den Wettkampf
    zwischen grünblau und graublau

    dieses Tier
    mit seiner Frage nach dem blauesten Blau
    wie oft haben wir es gelesen

    oh, verzeih, Du wolltest einen Wal sehen?
    hm, da hättest Du ein anderes Buch gebraucht

  2. Meernotizen says:

    Es war einmal.

    Als wir mit den Füßen in den Wolken
    das stillgeflochtene Glück atmend
    durch wilde Wasser flogen,
    der Strom unserer Träume
    floss durch unsere Hände,
    das Herz reckte die Nase in die Winde,
    meergesalzene Luft auf unseren Lippen.
    So lernten wir laufen.

    Einmal war es.

  3. ein limerick von @gabrieldewinter:

    In Sachsen, bei sehr großer Hitze,
    Herr Müller, der wirklich stark schwitzte,
    sieht Wolken da oben,
    doch nicht zu früh loben,
    statt See kam nur eine Pfütze.

  4. Gerda Steger says:

    blauendes Bild

    dem Aquamarin dem Ätherblau so nah
    verfallen alles was Atem hat
    darin erstrahlt im Licht des Augenblicks
    schwimmt fliegt fließt und
    versinkt im Blauenden auch
    Himmel und Mee(h)r
    kussvereint und lächelnd
    öffnet sich das Wunder:
    da ist ein See im Himmel und
    der Himmel spiegelt
    Nerudas Blau in mir!

  5. @Maremmafotos says:

    „Da ist ein See im Himmel“
    und spiegelt sich im See
    und spiegelt sich im Himmel
    und ich weiß nicht mehr,
    wo bin ich im Blau,im Grau,
    oben,unten ?
    Ich träume mir den blauen Himmel,den blauen See

  6. Rona Duwe says:

    #frapalywo
    Tag 3

    Da ist ein See im Himmel

    Du siehst nach oben,
    spürst das unten.
    Die Welle ist hinaufgestiegen.
    Das Wasser macht sich himmelbreit.
    Die Grenze schwimmt ins Ferne.
    Dort oben sucht das Blau den Raum,
    der nicht in Ufern Fassung findet.
    Es schwimmt hinaus,
    es reißt uns mit,
    wir schwimmen frei im Flug
    der Wolken.

  7. von @sabbeled:

    Da ist ein See im Himmel,
    umsäumt von Wolkenufern.
    Bunte Boote schaukeln im Schilf in süßen Träumen.
    Ein Glitzern und Leuchten
    enthüllt ihr schillerndes Sein.
    Flügelschlagendes Zwinkern am blauen Firmament.
    Säuselndes Glucksen im Wasser erzählt leise vom Glück.

  8. von @tauscher57:

    wolkeninseln geben halt im himmelsmeer
    gedanken ziehen mit
    tauchen ein ins blau
    verweilen im unendlich
    unbekümmert, frei von jedem muss

  9. von @nichterfasst:

    Ein Kahn zieht wolkenlos vorüber,
    Ein Kind darin ruft voll Entzücken:
    „Da ist der See im Himmel wieder!“
    Und Boot und Horizont entrücken
    In tiefes, tiefes, weites Blau …

  10. In meinem Sommer
    schwamm ich
    und fand einen Stein
    verlor eine Angst
    jeden Tag
    fand Menschen
    eine Kapelle
    und ein Klavier
    jeden Tag
    in meinem Sommer
    war alles anders
    wie im Himmel
    schwamm ich im See

  11. yumami says:

    eines tages fiel
    der himmel vom himmel
    und rutschte in einen see

    das wird mir zu eng
    stöhnte der see
    und suchte das weite

    die erdlinge waren so
    in sich vertieft daß niemand
    die verkehrte welt bemerkte

    nur ein nomadenkind schaute
    hoch und rief entzückt:
    „da ist ein see im himmel“

    • Du hast recht, liebe Yumami, eigentlich können nur noch Kinder solches erfassen. Vielen ist der Blick verstellt von einer Welt, die immer so sein muss und nicht sein kann, was dem Glück dient.

  12. Andrea says:

    Heute nicht viel Zeit gehabt, daher nur kurz:

    himmel spiegelt im see fließt in den himmel
    wolken plätschern auf wellen hinter entenfüßen
    schilfgras taucht tief und kitzelt azurblau
    sommer so heiß eins schmilzt ins andere

  13. yumami says:

    [ich urlaube gerade am Tegernsee
    und war heute auf dem Wallberg
    – da fiel mir dieser Tanka ein …]
    ***

    hoch droben in den bergen
    zwischen himmel und dem see

    ein vogel im wind
    getragen von der weite
    und dem vertrauen

  14. von @lose_gedanken:

    Immer, wenn Sterne zwinkern,
    stehen wir
    an Sehnsuchts-Ufern.
    Tausend Wünsche fallen,
    ziehen träge Kreise
    und verebben.
    Der Himmel wird nicht leerer.
    Der Wasserspiegel steigt nicht an.

  15. Früher Morgen am See

    Wie sanfte Seide der See
    schmeichelnd fließend über dunklem Grund
    liegt still im Licht des Morgens
    ist Spiegel des Himmels
    in seiner endlosen hellblauen Weite

    Hier bin ich
    ganz neu wieder Ich.

    Glücksmomente, gesammelt
    und in der Seele verwahrt.
    Alles kann, alles darf.
    Mit dir neben mir
    erwacht die Fantasie zur Wirklichkeit.

    _______________________________________
    Das Gedicht mit Foto wie immer auch auf meiner Seite unter https://fantasiafragile.de/frueher-morgen-am-see/

  16. (Spät und schon fast der 4. Tag, hier aber mein Gedicht zum 3. Tag:
    Da ist ein See am Himmel)

    Ach, lass uns tauchen in den Wolken,
    lass uns treiben in den Weiten,
    schwimmen mit den Albatrossen
    frei und ohne Grenzen
    fliegen mit den bunten Fischen
    lass uns Segel setzen
    in das Blau getupft
    lass uns vergessen,
    wo die Welt zuende ist.

  17. FrauFrog says:

    An den seltenen Tagen
    wenn sich der Himmel auf dem See spiegelt
    hänge ich mich an die Wolken
    die leichteste Art der Fortbewegung

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