Gedicht ist das Gefühl eines dichten Im-Moment-Seins und der chimärenhafte Trance.
Author: sophie
Türchen #6: Rauschebart
Letztes Jahr hat er nur das Kostüm getragen. Heute mussten es auch Perücke und Rauschebart sein. Die Chemo war einfach zu aggressiv gewesen.
(Tiny Tale, 140 Zeichen)
Türchen #5: Adventskranz
Es brennt die zweite Kerze schon. Mein Gott, wie die Zeit rast. Und ich habe noch so viel zu tun: Die nächsten Sorten Plätzchen backen, Geschenke einkaufen für die Kinder, für Mutter noch die dicken Wollsocken stricken, das Menü für den Weihnachtsabend aussuchen, die Einkaufsliste erstellen und, ach, da sind noch so viele kleine Dinge. Ja, ja, der zweite Advent. Ich singe mal schnell mit den Kindern, aber gedanklich bin ich schon wieder bei den Vorbereitungen für später. Hans und Uschi kommen vorbei.
Türchen #4: Backstube
Bake me a cake, my dear.
A Cake and a Keks,
a Plätzchen, mein Schätzchen.
Lass uns Mehl stauben gehen,
oder im Zuckerguss stehen,
und es uns dank der Marmeladenherzen
mit den Männern nicht verscherzen.
Hoch geht es her mit Wellholz und Blechen,
ein jeder kann sein Förmchen ausstechen.
Dann irgendwann ein köstlicher Duft
Umweht die zuckergepuderte Küchenluft.
Ja, so schön kann Backen sein,
Wir klatschen in die Hände: „Oh, wie ist das fein!“
Türchen #3: Weihnachtsstern
In
Weihnachtsfarben rot
und grün oder
als Stern am Himmelszelt.
Gestaltwandler.
(Elfchen)
Türchen #2: Schneeflocke
Mit Bedacht herab
In mannigfacher Gestalt
Winterzauberei.
(Haiku)
Türchen #1: Adventskalender
Wir feiern Ostern und unseren Geburtstag, wir laden Gäste ein, kochen Leckereien, packen Geschenke ein und aus, zelebrieren diese „Feier“-Tage – und doch sind sie nichts im Vergleich zur Weihnachtszeit. Weihnachten nimmt einen besonderen Platz ein, weil wir uns vorbereiten, uns die Zeit dafür nehmen. Weihnachten wird allein durch seine vier bis fünf Wochen davor zu etwas Außergewöhnlichem. Zu einem Fest, das ab dem ersten Advent und spätestens ab dem 1. Dezember Tag für Tag gefeiert wird – mit jedem neuen Licht und mit jedem neuen Adventskalendertürchen.
A winner is born!
Meine Lieben: Wir schreiben den 30. November 2010 - ein Tag, der in die Zeitgeschichte eingehen wird. Frau Paulchen hat es wieder geschafft und ihren diesjährigen NaNoWriMo beendet und mit sagenhaften 75.172 Wörtern zu einem Abschluss gebracht.
Die nächsten Wochen werde ich damit verbringen, die Geschichte zu Ende zu schreiben (ja, der Schluss fehlt noch, aber dennoch möchte ich mich guten Gewissens als Winner bezeichnen und mir das Label anstecken) und sie dann erstmal einige Zeit ruhen lassen.
Advent, Advent
Heute ist der erste Adventssonntag, und in drei Tagen starten wir den diesjährigen Adventskalender. Das bringt mich darauf, dass ich irgendwie noch nichts über den Kalender hier geschrieben habe und es deshalb mal nachholen sollte.
Nach der Schreibnacht der Schreibmorgen
Heute früh ein Déja-Vu. Am Schreibtisch sitzen, in die Tasten hauen, das war doch erst? Stimmt. Die Schreibnacht ist noch nicht lange vorbei, da dämmert auch schon der Morgen. Halleluja! Aber ich war tapfer, so tapfer, und bin aufgestanden! Fünf Uhr! Noch vier Schreibtage, dann ist der Monat vorbei. Meine Geschichte aber leider noch nicht. Das ist jetzt abzusehen. Und nachdem ich dieses Wochenende nicht nur schreiben, sondern auch die Weihnachtsmärkte unsicher machen will, wird sich die Fertigstellung der Geschichte bis in den Dezember ziehen. Anders geht es nicht.