Vogelschwärme

Heute Morgen ein kleiner Lichtblick auf dem Weg zur Arbeit: Ein großer Vogelschwarm zieht vorbei, alle fliegen in Reih und Glied, formieren sich zu einem Ganzen. Jeder Einzelne ist Teil davon, gliedert sich ein, wechselt mit den anderen die Höhen und die Richtung. Stumme Absprache am Himmel. Beeindruckendes Synchronfliegen. Kleines Geschenk für Frau Paulchen. Danke.

Lesetipp?! Wer hat „Juja“ schon gelesen?

Hört sich spannend an, dieses Buch. "Juja", geschrieben von Nino Haratischwili, Dramatikerin und Regisseurin und erstmals auch Romanautorin. Ja, eine Frau. Nino. Der Name lässt dies nicht vermuten. Ein Buch über ein Buch, das junge Frauen in den Freitod treibt. Hört sich skurril, aber gut an. Wer hat es schon gelesen? Wer kann etwas dazu berichten? Das nehme ich mir auf jeden Fall mal auf meine Bücherliste. Und hier der Spiegel-Artikel dazu...

Ach ja…die Sommerzeit

Also dieses Jahr hatte mich die Sommer- und Sonnenzeit fest im Griff. Seit meinem Urlaub vor 1 Monat habe ich echt wenig geschrieben, mich treiben lassen in diesem allgemeinen Urlaubs- und Auszeitrubel, mich um andere Dinge gekümmert und mich darin wohl gefühlt und war weit davon entfernt, kreativ zu sein, was das Erstellen, den Umgang, das Erzeugen von schönen Wörtern betrifft...Am Wochenende habe ich wieder mit einer lieben Freundin gesprochen - danke dir dafür, Jules - und bin wieder viel am Nachdenken rund ums Schreiben.

36 Grad

Die Haut schwitzt unter den Haaren.
Sauna auf dem Kopf.
Heiß. Glüht. Grillt.
Perlen auf der Stirn statt vor die Säue.
Eine löst sich.
Eine nur. Erstmal.
Rinnt als Schweißtropfen hinab.
Hinab die Schläfe,
am Auge vorbei.
Da, schau!
Richtet sich zielgerade gen Süden.
Fast wie in Urlaub fahren.
Und dabei Spuren hinterlassen.
Schmiegt sich an der Einkerbung des Mundwinkels vorbei.
Salz auf meiner Haut (ein wunderbares Buch).
Sammelt schließlich ihre letzte Kraft und steht
am Abgrund.

Zurück und einfinden

Aus dem Urlaub zurück muss ich mich erstmal wieder in den Alltag einfinden, mich finden in diesem Rhythmus, der so ungleich zum Urlaubsablauf war. Auf dieser Suche nach der Normalität überlege ich, warum nicht immer Urlaub? Warum nicht immer frei und in der Sonne. Abgekehrt von der Hektik. Sich finden. Sich einfinden. Seinen Platz suchen. Wieder. In dieser Welt. Zurückkehren. Und manchmal nicht wollen. So wie gerade. Aber müssen. Eben müssen. Also gehe ich durch die Tage, suche mich, finde mich und werde vor allem auf meinem lieben Blog bald wieder in den normalen Rhythmus kommen. Babamm.

Ein kurzes Hallo aus dem Urlaub

Ja, es gab lang keinen Eintrag mehr von Frau Paulchen. Grund: Frau P. macht Urlaub und hat kaum Internetzugang. Das ist auf der einen Seite sehr erholsam, fast wie früher...Auf der anderen Seite gehen dabei einige Sachen unter - wie eben Einträge zu posten. Noch sind es ein paar Tage bis zum Ende der Urlaubszeit - und die werde ich genießen! Aber sobald der Alltag wieder da ist, wird es auch wieder alltägliche Posts hier geben. Oder auch nicht so alltägliche. Mal schauen, wie Frau Paulchen sich dann so macht. Was sie macht. Wie sie es macht? Egal. Bald gibt es wieder mehr und öfter.

Am Morgen

Du wachst auf, stehst auf, ziehst dich an. Nein, vorher noch unter die Dusche. Etwas Wasser auf deinen geplagten Körper. Schlechte Träume in der Nacht. Denkst du. Versuchen, mit Wasser wegzuspülen. Wasser ins Gesicht. Plitschplatsch. Dann etwas Seife. Nur so, für den Duft. Und weil man es tut. Du tust häufig Sachen, weil man es tut. Wie Seife. Tut man. Also auch du. Und weil du es brauchst. Riechst schlecht. Aber du tust es, weil man es tut. Tun, weil tun, nicht weil brauchen. Brauchen wäre aber richtiger. Raus aus der Dusche, abtrocknen. Abrubbeln. Wieder versuchen, Traum wegzureiben.

Was ist Sommer?

Sommer ist Eis auf der Hand. Zerschmilzt. Läuft durch Hörnchenende durch. Natürlich in der Waffel. Waffel muss sein. Läuft also durch Hörnchenende durch auf meine Hand. Ablecken. Mit Zunge ablecken und sich dabei freuen, wie Kind. Wie Kind. Nur das Kind dreht Hörnchen mit um. Ablecken von Hand und weiterschlecken. Zitrone und Vanille. Leichte Sorten. Mit Schirmchen. Manchmal Eis mit Schirmchen, weil der Italiener so nett lächelt. Aber nicht immer. Nicht immer Schirmchen. Wenn sie bedient, nicht. Oder wenn sie schaut, wenn er schaut. Dann nicht. Dann nur Eis.

Schreibübungen: Halte die Hand in Bewegung

Natalie Goldberg proklamiert in ihrem Buch "Schreiben in Cafés", die Hand immer in Bewegung zu halten. Nun gibt es Menschen, die das von sich aus ganz gut machen und einfach immer weiter schreiben: an ihrem Roman, Kurzgeschichten, Gedichten, etc. Dann gibt es aber auch Menschen (ich zähle zum Beispiel dazu), die brauchen immer wieder Anregungen, Ideen, Motivationskicks, um in Bewegung zu bleiben und vielleicht auch, um Neues für sich zu entdecken.