Weekly #9

Auf Basis des vorangegangenen Eintrags heißt das Weekly für diese Woche ganz einfach: Jeden Tag unter der Woche um 6 Uhr aufstehen und mich somit wieder langsam an das frühe Aufstehen gewöhnen. Wochenende: 7 Uhr. Da ich diese Woche noch nicht laufen werde (Erkältung), werde ich morgens "nur" schreiben.

Verpasstes Weekly, neues Weekly

So meine Lieben, jetzt ist es das erste Mal passiert, dass ich mein Weekly zum Thema Frühling verpasst habe. Dabei könnte ich nicht noch nichtmal sagen, dass die vergangene Woche besonders chaotisch oder stressig war. Meine Erkältung hatte mich zwar am Ende der Woche im Griff, aber das sind echt Ausreden. Ich erkenne und stelle mal wieder fest, dass ich feste Schreibtermine brauche, denn sonst nehme ich mir lediglich vor, "irgendwann diese Woche zu schreiben", und dieses Irgendwann kann ich ja dann so leicht verschieben, ausfallen lassen, vergessen. Schrecklich!

Frühling und Schnupfen

Ist es nicht herrlich, wenn sich jetzt tatsächlich die ersten Sonnenstrahlen wieder durchkämpfen und den öden Winter zu vertreiben suchen? Herrlich! Vor allem weil zu dieser Jahreszeit, ähnlich wie im Herbst, der Himmel so klar ist und hervorsticht in seinem reinen Blau. Ein Traum, in diese Weite zu schauen - und dann ist da noch meine Erkältung, die mich ebenfalls pünktlich zum Frühling fest im Griff hält. Weshalb das Vergnügen ein Halbes nur ist. Kampf der Nase und Freude am Blau!

Lanze brechen

Nach dem Sturmtief und einer etwas längeren Bahnfahrt muss ich doch mal die Lanze brechen für die Deutsche Bahn. Selbstverständlich war ich auch nicht besonders erfreut darüber, statt zwei Stunden sechseinhalb unterwegs zu sein. Aber die Art und Weise, wie die Bahn in Stuttgart und in den Zügen mit den Passagieren umgegangen ist, fand ich sehr gut, sehr souverän, sehr bemüht. Und wenn sich andere mal wieder über die Bahn aufregen, dann kann das mit daran liegen, dass es opportuner ist, sich über etwas aufzuregen, als auch mal ein Lob auszusprechen.

Weekly #8

Das Thema Liebe hat vergangene Woche richtig Spaß gemacht - ich hoffe, euch auch. Diese Woche in unserem neuen Weekly und bis 6. März steht der Frühling im Mittelpunkt. Denn sehnen wir uns nicht alle nach ein wenig Grün und lichtem Blütenmeer nach diesem langen, kalten Winter? Lasst euren Frühlingsgefühlen freien Lauf!

Ich wünsche mir dich bald zurück

Mein Liebster,

wie düster ist diese Welt, seit du fort bist. Kein Vögelchen scheint mehr zu zwitschern, kein Baum im Wind zu rascheln, kein Sonnenstrahl mehr den Boden zu berühren. Es ist kalt und traurig um diese Welt – um mich geworden. Ich leide. Ich leide und vermisse dich. Wie sehr wünschte ich mir, dass du bälder wiederkehrst. Zurück zu mir. Ich kann nicht ohne dich sein.

Mein liebstes Lieb

Wenn ich dich seh, und mein Herz zu rasen anfängt,
Wenn ich mit dir spreche, und meine Worte sich wie Balsam um meine Seele legen,
Wenn ich deine Hand halte, und sich tausend kleine Härchen wie von Zauberhand aufstellen,
Wenn ich deine Augen sehe, und ich mich mannigfach darin verlieren könnte,
Wenn ich bei dir bin, und ich weiß, dass ich genau dort an genau diesem Moment genau richtig bin,
Wenn ich dich fühle, weiß ich, dass dies Liebe ist.

Urlaub vom Du

Ich bekenne mich ja dazu, einmal im Jahr alleine in den Urlaub zu fahren und das auch ganz bewusst zu wollen. Und wo wir diese Woche schon beim Thema Liebe sind, so möchte ich hier klarstellen, dass dieser "Urlaub vom Du" - wie es einst eine liebe ältere Dame bezeichnet hat - in keinster Weise eine Abkehr vom Du ist, sondern, wie ich es empfinde, viel mehr eine Besinnung auf das, was einem selbst und in dieser Beziehung wichtig ist und was man gerne weiter und intensiver pflegen möchte. Und für diese Erkenntnis, für dieses Bewusstsein braucht das Ich auch ab und zu mal Zeit.

Dichter und Worte – ein Verhältnis

Natürlich muss ich an der Stelle von Liebeslyrik auch Erich Fried erwähnen und ihm eigentlich ein eigenes Weekly widmen. Das kommt vielleicht später, aber an dieser Stelle seien Gedanken aufgegriffen, die wunderschön sind und die Arbeit, das Wesen und die Schmerzen eines Schriftstellers, Lyrikers, Wörtermenschen so klar umreißen, dass nicht mehr viel hinzuaddieren bleibt.

Fügungen (von Erich Fried)
Es heißt
ein Dichter
ist einer
der Worte
zusammenfügt

Das stimmt nicht