was ich euch noch erzählen wollte (teil 1)

am 30. juli startet der kunstsommer in irsee – zum 29. mal an sich und zum fünften mal für mich. ja: ich bin wieder mit dabei, und darauf freue ich mich schon sehr sehr sehr. auch wenn mich lyrik dieses jahr sehr gereizt hat und ich mich auch dafür beworben habe, so hat mich eine weitere meisterklasse noch mehr gereizt. ich habe mich beworben. sie haben mich genommen. ich bin glücklich. glücklich. glücklich. und sowas von aufgeregt.

so werde ich zum ersten mal in irsee nicht lyrisch an den start gehen, sondern mit der meisterklasse „textilkunst“ von und mit der meisterin mirjam pet-jacobs. read more

#kuso15: eine übersetzung wird text

der fünfte workshoptag. der impuls am morgen startet mit textumlautmalung und eben – text. wundervoll das zusammenspiel von stimme und stimme, von inhalt und klang. „ich finde mich“, hieß es. ja. mochte ich antworten.

in der meisterklasse lyrik besprechen wir am morgen texte und am mittag übersetzungen von lewis carrolls „jabberwocky“. es gurgelte und gischte, gierte und graulte. wie geht man an eine übersetzung heran, wie nah wie weit wie rhythmisch gleich klanglich verwandt metrisch identisch soll sie sein? und von welcher art übersetzung sprechen wir überhaupt? literarisch mit anspruch, in einen kanon aufgenommen zu werden ähnlich wie das original? oder doch in einer über-setzung, einer nach-dichtung, einer ver-dichtung in die eigene ganz eigene ganz persönliche sprache – und damit ins empfinden, ins bebildern, ins erfühlen? ersteres reizt mich überhaupt nicht, finde ich allerdings bewundernswert und bin dankbar, dass es literarische übersetzungen gibt. das zweite ist für mich die art übersetzung, die mich verzaubert. wie übersetze ich einen text so, dass es mein text wird und sich trotzdem ein feines band zwischen beiden spüren lässt? in dieser woche habe ich einige ideen bekommen, neu an übersetzungen heranzugehen. read more

#kuso15: viel vieles mit sirenen

der dritte workshoptag. beim impuls am morgen werden wir mit den klängen einer bassklarinette beglückt. dazu gibt es liebeslyrik, und ich überlege, ob ich texte habe, die ich als liebesgedichte bezeichnen würde und stelle fest, dass nicht. oder dass sie so unerinnerungswürdig sind, dass sie tief in den virtuellen computerschubladen ruhen. ich mich aber gerne einmal versuchen mag. an liebeslyrik.

in der meisterklasse besprechen wir texte zweier anderer teilnehmerinnen. wunderbare sprachen und bilder. jede auf ihre weise. nachmittags arbeiten wir an deutsch-deutschen übersetzungen, indem wir je einen text des sitznachbars nehmen und für uns in unsere schreibsprache übersetzen. schwierig, herausfordernd. man möchte nah an den texten bleiben, ohne einfach nur die wörter zu nehmen und neu zusammenzusetzen. man möchte aber auch keine bloßen synonyme finden. und im neuen schreiben dem text und seinem autor dennoch gerecht werden. es war schwierig, aber hat spaß gemacht. nicht das letzte mal, das ich diese aufgabe machen werde. read more

#frapalymo impuls 1mai15

willkommen zum achten #frapalymo oder: frau paulchens lyrik monat. unser motto: 30 tage, 30 gedichte, no excuses! und für den mai als längeren monat gibt es einen bonustag!

wie immer freue ich mich über alle vertrauten „gesichter“ und „dichterstimmen“ ebenso wie über neu dazugestoßene und kann nur sagen: lasst uns spaß haben und diesen verdichteten monat genießen – mit all seinem textflow und textstau!

jeweils am abend zuvor poste ich hier den impuls für den nächsten tag – und das können zitate, schöne tweets, kunstübergreifendes, wortschönheiten oder oder sein. wie nah oder fern ihr an dem impuls bleibt, ist euch überlassen! read more

kunstsommerausblicke

es steht also, das neue kunstsommerprogramm 2015 und macht laune auf meister, klassen und gespräche. die lyrikklasse wird dieses jahr geleitet von ulf stolterfoht zum thema „übersetzen“. der titel verspricht viele einblicke in das eigene und das andere schreiben. zum ersten mal spiele ich aber auch mit dem gedanken, mich für die malerei zu bewerben bei heribert c. ottersbach. erstens wäre das eine geniale abwechslung und würde einige meiner vorhaben perfekt unterstützen. zweitens wäre es echt was neues und ein außerhalb-jeglicher-komfortzone-sein (nicht, dass das die lyrik nicht permanent für mich wäre, aber die malerei würde mich doppelt und dreifach über alle grenzen schubsen). drittens fand ich ottersbach im vergangenen kunstsommer als meister sehr beeindruckend. und viertens fühle ich mich durch den ausschreibungszusatz „interessierte anderer künstlerischer disziplinen (foto, design, literatur etc.), die mit der malerei experimentieren und sich mit ihr auseinandersetzen möchten“ unmittelbar angesprochen. tja. ich werde mir dann mal erlauben zu schwelgen zu überlegen und zu planen, ob ich bis zum bewerbungsschluss am 15.5.15 geeignete werke habe, die ich einreichen kann. read more

#kuso14: aufgebrochen abwechslungsreich abschiedsvoll

das war er also: der letzte tag des kunstsommers 2014. ein wunderbar im gesamten. ein zweifelnd im einzelnen. ein wiederfinden letztendlich. aufgebrochenes. risse und einblicke in das darunter. absolute klarheit für das kommende und etwas angst dazu. neusprachliches und medienübergreifendes. kontaktauffrischung und neuherstellung. mehr mut als aufforderung erinnerung anspruch. mein fazit dieser woche.

#kuso14: lesung materialschichten geschenke

tag fünf in den kursen. wir wärmen unsere stimme und körper mit lesungsgymnastik auf, denn im mittelpunkt des vormittags steht das vorlesen vor publikum. das stehen oder sitzen mit text. das tiefe atmen davor und dazwischen. die benötigten pausen – für den lesenden für die hörenden. das kurze warten am schluss, bevor man das publikum in eine alltagswelt zurückentlässt. und das aushalten des applaus. würdigung mit verbeugung oder nicht. es ist auch nochmals eine parade an texten, die hier durch den morgen gehen.