#kuso14: geschabt gestaunt geschrieben

der zweite tag in den meisterklassen und gefühlt haben wir schon sehr, sehr viel gemacht. das aufwärmen – sofern es eines gab – ist vorbei. die seiten meines kleinen notizbuchs bereits gut angereichert mit impulsen, ideen, hinweisen. mit methoden, erfahrungen, einblicken. bald schon hat es die hälfte erreicht, wo wir, wo ich, noch am anfang stehe.

gestern waren wir viel im am beim schreiben. das war gut und löste diskussion und gesamtgruppe immer wieder auf. auch, um später den blick der anderen auf das eigene zu bekommen und in die nächste runde geschickt zu werden. es ging um partnerübungen, überarbeitung der sonette, gegenteilifizierungen und extravergieren. wunderbare übungen für die chaosmose: das durchrütteln des schreibens und das finden von landschaften jenseits bisheriger grenzen.

das erste mittagsgespräch mit line hoven. schabkartonbotschafterin deutschlands. selbstbezeichnung. faszinierende bilder, miniaturen, feinst ausgearbeitet. stundenlange arbeit und empfindliches material. wunderbarer humor in einer kunst, die ich noch nie zuvor gesehen hatte und mich sehr fasziniert. minutiös. präzise. spielerisch. der schaffensprozess sei bei ihr wie bei einem umgekehrten kater und trunkenheit. berichtet sie. es gehe ihr lange zeit sehr schlecht bis ein motiv, eine bildidee, eine skizze steht. dann der rausch und die trunkenheit bei der entstehung. zwanzig bis dreißig stunden an einem kleinen bild. herrliche geschichten von ihr, die begriffe und text untermalen. dudenbrooks und schmythologie – serien aus der faz – seien hier genannt. oder ihre prämierte diplomarbeit liebe schaut weg. ich durfte staunen und bewundern.

die abendwerkstatt: eine lesung mit silvio huonder. deutscher schweizer. schweizer deutscher. erzählungen mit tiefe, leichtigkeit und humor. gespräch über auftragsarbeiten, thementiefe und materialschöpfung.

gesprächsfortsetzung im stiftskeller mit prosaisten und lyrikern. und dann – um den tag weiter zu verlängern und die nacht zu verkürzen – das erarbeiten einer überarbeiteten meinzeitausrichtung am morgen. eben weil ich am anfang stehe. und weil es da einen weg gibt. auch für mich.

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