ausgezeichnet

an so vielen meinzeitmorgen setzt man sich an den schreibtisch, öffnet den laptop und checkt seine mails, wovon die meisten unspektakulär sind: newsletter, twitter-benachrichtungen, durchgesickerter spam… und dann gibt es diese meinzeitmorgen, wo eine mail eine kleine seelenwanderschütterung auslöst, weil wand und boden vor freude wackeln.

so geschehen diese woche. ich habe nämlich gewonnen! ich habe noch nie gewonnen, aber jetzt habe ich gewonnen. das monatsgedicht für den oktober. findet zumindest juror stefan monhardt. die begründung und alles weitere lest ihr hier. mein ausgezeichnetes gedicht für euch extra nochmals hier unten stehend. und ja: die wände wackeln immer noch ein wenig…

(k)einraumlicht

nicht die größe der zelle
(die kann man sich weit denken)
nicht die kahlen wände
(die kann man bekleben)

auch das schmale bett nicht
(ist es doch eigentlich gedoppelt nur sieht man es nicht)
das einfache essen in einfachen schalen
nicht
(aus jeder zutat ein gang aus jedem gang ein abend)
die gespräche (essenz eines zwischenuns)

das warten die reue schuld monotonie stupiderie
(hinter allem ein irgendwas)

allein das fenster zum hof der streifen himmel
wird nie licht
(du weißt
das auf der insel zwischen den wellen lag)

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