#kuso15: die große nacht

der letzte tag in irsee. der kunstsommer geht zu ende. man kann nicht weiter darum herum reden. in den gängen zimmern und treppenhäusern huschen gestalten hin und her. laut leise überlegend lachend. die weiße wand wird zunehmend kunst. herausputz. es gibt abbauten aufbauten generalproben durchläufe abstimmungen kurzfristige planänderungen. alle tragen das besondere in sich.

um 17 uhr große versammlung im treppenhaus. es ist ja doch nur für sechs stunden. es ist ja doch für immer. wie in jedem jahr habe ich in momenten tränen in den augen, die eigentlich gar nichts mit mir zu haben. weil sich in diesen momenten die frage nach dem weiter und bittebitteja auf die seele legt. vielleicht gehört das zum großen finale dazu.

in den gängen bleibe ich ergriffen berührt vor den werken der bildenden künstler stehen. wie schön wie verstörend wie nachdenklich sie gearbeitet haben. die bilder bewegen und zugleich ist diese wendung viel zu abgeschmeckt, als dass sie treffen würde. sprachlosigkeit die spricht. ich suche noch…

die lesungen sind kurz und knapp und das ist gut so. ich bekomme positives feedback auf meinen text und meine texte im cross-over-projekt mit tänzern und chorleuten. eine mediale installation, die lediglich in ihrem erleben erklärbar ist. ein ganz wunderbar.

und so schließt diese nacht. schnürt die kunstwoche in ihrem sein zu. aus dem inneren: berührung verwunderung vorsätze lachen.

2 thoughts on “#kuso15: die große nacht

  1. Liebe Sophie,
    möge der Abschied sich in Wohlschmerz wandeln von der „art“, die Künstler beflügelt und uns von dir noch viele Worte schenkt, die uns umhauen, zerlegen, aufbauen und nicht zuletzt: verblüffen, erheitern und erfreuen.
    Alles Liebe,
    Birgit

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