#kuso19: feiern

der letzte tag. die letzte nacht. der große abschluss ist angesagt. feiern. gemeinsames zelebrieren.

der letzte morgenimpuls. wunderschön mit einem lettischen instrument, gesang und saxophon. eine irre kombination. sehr berührend.

die hängung der werke ist angesagt. hin und her, hoch und runter. näher beisammen, weiter weg. wir traben wie die entenfamilie hintereinander her. was dauert, dauert.

mittags die generalprobe der tänzer. wir schauen und staunen. es ist eine geschichte statt vieler kleiner ausschnitte. eine musik. tragender. bewegter und bewegender. nicht so leicht. wunderschön. read more

#kuso18: feiern

[achtung, dieser beitrag könnte wohl unter neuen gesichtspunkten sowas wie werbung für den kunstsommer und/oder dessen meister enthalten. wenn das so gesehen wird, ist das gut. richtig. ich mache gerne werbung dafür. unbezahlt unbeauftragt und unsonstwas. alleine ich.]

eine kurze nacht führt zu einem langen tag, einer langen nacht, einer kurzen nacht. perspektiven werden nebensächlich.

mit freude in diesen abschlusstag. die erste freude: der impuls am morgen mit einem spiel an der orgel. leider nur zwei stücke. wir hätten gerne mindestens zwei stunden länger zuhören können. feine klänge. genussauftakt.

der tag ist mit generalproben des chors und des tanzes durchbrochen. goldflecken. wunderbare musik, stimmen. faszinierende bewegungen, kraft. eine dankbarkeit der ohren, augen, seelenwand. freudepunkte zwei und drei.

der tag ist mit vorbereitungen für die nacht bestrichen. die stücke müssen auf wände verteilt und gehangen werden. wir arbeiten schnell und doch strengt es an. abstände zueinander, positionierung nebeneinander, höhe miteinander.

und dann die große kunstsommernacht. freude vier fünf und sechs. vielleicht auch ungezählte freude. wunderbare werke wunderbarer menschen. bewunderung über die arbeit in den anderen klassen. wie viel schönes und kostbares hier geschaffen wurde! glanzpunkte. ohren, augen, seelenwand.

abschluss des kunstsommers, abschluss der kunstsommernacht im innenhof. worte und lachen werden hoch in den nachthimmel geworfen. freude.

dankbarkeit. kunstsommer 2018. irsee.

#kuso17: feiern

die große kunstsommernacht. oder: ein tag wird auf eine nacht reduziert.

das ferne gebilde vom anfang der woche ist greifbar und präsent geworden. nicht für die kunstsommernacht allein arbeiten alle meisterklassen und doch arbeiten sie allein für die kunstsommernacht. weil sie ein feiern und festen und zeigen und abschließen darstellt. die rundung der strecke.

als vorbereitung darauf tut der impuls am morgen gut. erneut yoga atemübungen besinnen. die paar minuten der stille und konzentration sind an diesem tag besonders, da ausnahmen. und so genieße ich übungen wie den planetengruß und die anleitung zur kurzen reflektion. dankbar sein.

das gewusel in gängen und räumen und in den worten in den gängen und räumen stehen den tag über in starkem kontrast zum morgenimpuls. und ergänzen ihn auf seine eigene weise.

die letzten vorbereitungen für die ausstellungen. die teilnehmer aller bildenden künste hängen skizzen und werke an die wände. hängen schildchen mit namen und titel dazu. verwandeln das tagungshotel in eine gallerie auf zeit. eine pop-up ausstellung für eine nacht. die generalprobe der tänzer begeistert und zeigt, was möglich ist, wenn lust und können auf kreativität und hingabe trifft.

es ist, es war der 30. kunstsommer. um 17 uhr öffnen sich die tore. die übliche ansprache. die besondere ansprache. der dank an meister und wichtige helfer während der woche. die vorführungen von tanz, jazz und chor mit enormem zuspruch. der besuch der lesungen und aktionen von lyrik und prosa als ohrenfest und seelenbalsam. das entlanggehen an werken als augenschmaus und entdeckungstour. staunen und bestaunt werden.

wir finden uns ein letztes mal in der gruppe. erinnerungsfotos werden gemacht. die wichtigsten bilder brennen sich in das innere album ein. wir feiern. wir feiern uns und diese woche der ausnahmezeit.

der letzte blick der nacht geht in den innenhof, in dem noch vereinzelte gruppen sitzen. nach oben dringen wortfetzen lachspuren.

ich lächle. und begrüße die nacht.

#kuso17: abschließen

der kunstsommer geht zu ende. freitag ist der letzte arbeitstag in den klassen. in allen räumen ist eine gewisse hektik zu spüren. mal mehr, mal weniger. mal glücklicher, mal verzweifelter. mal panisch hektisch, mal schwatzend kichernd hektisch.

ein allgemeines abschließen der arbeiten. aufräumen und das getane wirken lassen. die druckgrafiker gehen mit stapelweisen papieren aus dieser woche. meine arbeiten weniger in serie, mehr im einzelnen. ich schließe die woche für mich mit einem guten gefühl ab. und freue mich auf die kunstsommernacht. und die weiteren vorbereitungen bis dahin.

der tag sonst birgt den morgenimpuls mit tenorsaxophon und gedichten. ein gutes ausgewogen zwischen klang und klang. mittags das gespräch mit heribert c. ottersbach. ich lasse es ausfallen, widme mich dem eigenen. abends die orangerie und das miteinander nach geleisteter woche. nur vereinzelt stehen noch maler an den staffeleien, als ich zum zimmer gehe. und natürlich die tänzer. wie jeden sommer ist bei ihnen an diesem tag noch nichts abgeschlossen, sondern wird in allen übergängen und abläufen abgerundet.

rund auch der mond.

 

#kuso16: la grande finale oder: die erste vernissage

zum ersten mal in meinen kunstsommerjahren verpasse ich einen morgenimpuls. wie schade! und das aus dem dümmsten aller gründe: unwissenheit.

der letzte kunstsommertag in diesem jahr also. wir packen, räumen ein, räumen auf, räumen um. die vielen vielen materialien wandern wieder ins auto. auch ohne koffer ist es nun voll. alles andere wird eine herausforderung werden. gemeinsam mit mirjam ordne ich die so unterschiedlichen werke unserer klasse in unserem ausstellungsraum, hänge die proben und ideen und übungen auf. ein raum wird ausstellung und begeistert. sehr deutlich wird erkennbar, dass wir zehn menschen mit zehn völlig unterschiedlichen stilen sind. ganz wunderbar, diese eigenheiten zu sehen. viel abwechslung dadurch auch für die besucher und einblicke in das spektrum der textilkunstmöglichkeiten.

mittags dürfen wir zur generalprobe der tänzer. das hat bereits tradition. viele worte kann ich dazu gar nicht verlieren, denn es war wie immer grandios. einfach unglaublich, was diese klasse in so wenigen tagen einstudiert und sich erarbeitet hat. wobei das für alle gilt. einfach nur beeindruckend.

um 17 uhr beginnt die kunstsommernacht. das große finale und zeit, den besuchern und gästen das wirken und werken zu präsentieren. all die fotos, gemälde, drucke, texte, gesänge, tänze, arbeiten. die wenigen tage in kunst gepackt. und dann natürlich: meine erste vernissage. meine erste ausstellung. eine hinarbeit und hinführung über jahre und ein beginn. wie jeder abschluss beginn ist. ich präsentiere mein leerland, mein nebel für anfänger und meinen der fuchs und die fremde. lese in der vernissage mein buch. das größte vergnügen: wie die besucher unsere arbeiten anschauen. manche ungläubig, viele beeindruckt, manche teilnahmlos. wie das eben so ist – bei kunst. nicht allen gefällt alles, und das ist gut so. gespräche und begegnungen am abend. wiedersehen und erste kleine abschiede.

wie schnell diese woche vergangen ist. dieses jahr gefühlt besonders schnell. wie schön, dass ich weiß, dass es weitergeht. ich nehme mehr mit als meine drei werke. auf wiedersehen, irsee. auf wiedersehen, kunstsommer. ich danke.

#kuso15: die große nacht

der letzte tag in irsee. der kunstsommer geht zu ende. man kann nicht weiter darum herum reden. in den gängen zimmern und treppenhäusern huschen gestalten hin und her. laut leise überlegend lachend. die weiße wand wird zunehmend kunst. herausputz. es gibt abbauten aufbauten generalproben durchläufe abstimmungen kurzfristige planänderungen. alle tragen das besondere in sich.

um 17 uhr große versammlung im treppenhaus. es ist ja doch nur für sechs stunden. es ist ja doch für immer. wie in jedem jahr habe ich in momenten tränen in den augen, die eigentlich gar nichts mit mir zu haben. weil sich in diesen momenten die frage nach dem weiter und bittebitteja auf die seele legt. vielleicht gehört das zum großen finale dazu.

in den gängen bleibe ich ergriffen berührt vor den werken der bildenden künstler stehen. wie schön wie verstörend wie nachdenklich sie gearbeitet haben. die bilder bewegen und zugleich ist diese wendung viel zu abgeschmeckt, als dass sie treffen würde. sprachlosigkeit die spricht. ich suche noch…

die lesungen sind kurz und knapp und das ist gut so. ich bekomme positives feedback auf meinen text und meine texte im cross-over-projekt mit tänzern und chorleuten. eine mediale installation, die lediglich in ihrem erleben erklärbar ist. ein ganz wunderbar.

und so schließt diese nacht. schnürt die kunstwoche in ihrem sein zu. aus dem inneren: berührung verwunderung vorsätze lachen.

#kuso15: wandlung übergang verschieben

der sechste und letzte workshoptag. beim impuls am morgen eine mitlyrikerin mit texten und eindrücken einer woche lyrikklasse. dazu sopransaxophon. wundervoll. ein guter abschluss der morgenimpulse und eine starke vertretung der lyrik(er) in diesem jahr.

der letzte workshoptag ist geprägt von losen fäden. wir knüpfen häkeln und stricken und fügen alles zu einem ganzen zusammen, in das wir uns einhüllen und sagen: gut so. die letzten texte werden besprochen, die letzten textarbeiten vorgenommen. die letzten fragen geklärt. alles ist klar und alles bleibt offen. aber das kennen lyriker ja. das ist ihnen eigen.

im haus überall rege vorbereitungen auf den großen abschlusstag. das innere verändert sich und man erahnt, dass diese künstlerkolonie ihre zeit bald beenden und sich dem äußeren wieder öffnen wird. in jedem jahr eine wandlung ein übergang ein verschieben.

das letzte mittagsgespräch mit christian weihrauch – meister der zeichenklasse. einblicke in seine arbeit und arbeitsweisen. in sein material und seine anforderungen. in eine langsame und präzise kunst, bei der das auge lang auf dem ganzen verweilen darf, um das einzelne noch besser auszumachen. die feinheiten und das zarte.

an diesem letzten abend vor der kunstsommernacht sitzen alle klassen nochmals getrennt. ein zurück auf den anfang und alles dazwischen sitzt mit am tisch. bis spät in die nacht.

#kuso14: aufgebrochen abwechslungsreich abschiedsvoll

das war er also: der letzte tag des kunstsommers 2014. ein wunderbar im gesamten. ein zweifelnd im einzelnen. ein wiederfinden letztendlich. aufgebrochenes. risse und einblicke in das darunter. absolute klarheit für das kommende und etwas angst dazu. neusprachliches und medienübergreifendes. kontaktauffrischung und neuherstellung. mehr mut als aufforderung erinnerung anspruch. mein fazit dieser woche.