wir

wir

erzählen wir uns
liebesreigen
in endlosschleifen neu
aufgelegte monotöne
abgespult im leben das
eigentlich ab (und zu)
wechslung verspricht
sich bricht
in erwartungen
seine bahn zieht
in harmonischer unifarbigkeit
und sich das auge
dabei nicht verliert

Ein Autor erzählt…

In der Frankfurter Rundschau ist ein interessanter Bericht von Hans Christoph Buch über sein Leben als Autor. Ich habe es über einen Tweet in meiner Timeline entdeckt. Der Bericht ist wirklich empfehlenswert zu lesen, den kann ich nicht ganz abbilden, aber das Ende ist besonder schön, weil es genau das ist, mit dem wir doch als Schreibende alle zu kämpfen haben: dem Respekt, der Anerkennung, dem Lob und der Kritik von außen.

weiter das leben

weiter das leben

schritt für schritt
ich atme weiter
immer weiter
atmen die luft
füllt meinen raum
aus
stille
die ich dir ins
gepäck lege pausenbrote
aus
zeit
tragen wir als besitz
mit uns berührt
mit sanftem druck
nach vorne treibt den nächsten
aus
fall
schritt
ins leben

Keine Teilnahme am Lyrikpreis in München

Leider ist heute wieder so ein Tag, an dem ich feststellen muss, dass meine Lyrik nicht ausgewählt wurde - dieses Mal nicht für die Teilnahme am Münchner Lyrikpreis 2011. Schade. Dabei hatte ich so ein gutes Gefühl. Den Teilnehmern bei der Lesung am 29. Juli wünsche ich viel Erfolg! Ich kann nur meinerseits sagen: Von dieser schlechten Nachricht lasse ich mich nicht vom Dichten abbringen. Ich bleibe dran und werde immer wieder bei Ausschreibungen und Wettbewerben mitmachen. Bis mal einer kapiert, dass ich richtig gute Lyrik mache. So.

matt

matt

ermüdet schlürfst du
in die küche auf der
suche nach kaffee oder einem
anderen leben irgend wer etwas das
dich aus der träge reißt die
dich befallen hat wie fliegen zum licht
deine gefühle setzen staub an
sammeln dreck auf weil du
sie über den boden ziehst
hinter dir her
die vorhänge sind
zugezogen ist die traurigkeit
dein schatten der
ohne licht auskommt

Schreibnacht #4/2: meer im fluss

meer im fluss

sie lassen das feuer ins wasser
bändigen übermut in gläsern ein
fröhliches auf und ab der lichter
serenade in der nacht

(letztes gedicht dieser schreibnacht und eine hommage an die lichterserenade in ulm)

EDIT

auch hier nur positives feedback. da ich in der zweiten zeile in einer ursprungsversion noch einen artikel stehen und ihn dann im forum der schreibnacht selbst heraus redigiert hatte, fand er aber doch mehr anklang als wie ohne, siehe oben. deshalb nun wieder zurück zu meiner eigentlichen ursprungsversion: