acht

gehe ich die acht acht mal acht sam acht bed
rufe ich ein um ein anderes mal ein ich mich ein
im hier die kälte ist blau und wo sind die vögel gefangen
erstens in der voliere auch menagerie des grausamen
banalismus genannt mitunter auch alltag zwischen den hälften
zweitens wenn ich ein vöglein wär und drittens
gebührt es sich nicht über unfreiheiten in freiheit nachzudenken also
gehe ich weiter die acht in acht ung und bar keit eins

worauf ich 2012 stolz bin… und ihr so?

2012 war ein bewegendes jahr. das wird sich in den raunächten und den wunderbaren inspirationen von michaela in den kommenden tagen gewiss widerspiegeln. doch es gibt bestimmte dinge in meinem dichterdasein, die mich dieses jahr besonders berührt, bewegt, beschäftigt haben. deshalb ist jetzt auch einfach mal zeit für einen kurzen augenrückblick, um sich all des guten bewusst zu werden, das mir beim schreiben geschehen ist.

im gebet

im gebet
die hohen hallen stein
boden säulen die in den
himmel ragen staub bricht sich
im licht das kirchenfenster
zwischen himmel und erde
ein einzelner mönch im gebet
ich atme amen ein und aus
das haupt geneigt zur erde vor gott
sind wir alle gleich ein jeder ob mann ob frau
still ruhig vielleicht
höre ich in mir gottes stimme zu mir sprechen
betrachtet er
die schönheit der gott geschaffenen welt
auch nur die muster auf den fließen

nebel

nebel
in tröpfchen so dass die luft
ein glitzermeer vaporisiert die
welt das gemüt umhüllt
weiße nebelschwadentücher
hängen morgens an der
wäscheleine

bis zum verlust
zeit raum zum bis
die sinne sich zieht sich
der nebel in ecken
bis zu der stunde

erst ab
stand der morgen
distanziert präzisiert
sich die sicht licht
leben gewinnt klarheit
aus der entfernung
ist alles