jemand

verrücktes entzücken einer missachteten gesellschaft
gefällt und kann nicht anders
süßer duft, der schmerz des verfalls
wie honigpfannkuchen klebt er
als held des lebens über sterben und tod
erhaben. im alltag jemand.

so

mir ist der himmel in den schoß gefallen taubenkacke gleich sitze ich hier ein fragendes nichts das stinkt vollwaschgang mit premiumpflege und unterbodenreinigung und dazu einen becher kaffee der aufpreis nur einen euro tropfend hänge ich das stück himmel an die leine zwei klammern dran der wind kann es durchwehen die sonne trocknen dann ist es wieder in seinem element und riecht noch gut nach weich gespült wenn doch schon morgen wäre der sekundenkleber in meiner hand mit tesa gesichert schaue ich mir das stück gepatchworkten himmel an neben den anderen stücken warte darauf dass etwas passi

Neulich über Twitter

Neulich habe ich einen Impuls getwittert, und da ich ihn so schön fand, wollte ich ihn unbedingt auch hier in meinem Blog festhalten, denn er ist so wahr! So einfach! So schön! Auf Spiegel Online hatte ich einen Artikel über den letzten Veteranen des Ersten (!) Weltkrieges gelesen, der vor Kurzem im Alter von über 100 Jahren verstorben ist. Er wurde noch zu Lebzeiten gefragt, was denn sein Geheimnis für ein solch langes Leben sei. Und wisst ihr, was er geantwortet hat?

Bin noch nicht…

...wieder so richtig in der neuen Woche angekommen. Meinen Platz zwischen den Stühlen halte ich nach wie vor - irgendwie will ihn mir keiner nehmen. Dabei würde ich lieber wieder nach rechts oder links auf einen richtigen Sitzplatz rutschen. Nun ja. Schauen wir mal, welche neuen Erkenntnisse, Fundstücke und Impulse die neue Woche bringt. Ich wäre bereit für einen festen Platz. Wollte das mal nur so gesagt haben. Falls es jemand hört. Hallo? Hallo?!

eines tages

wenn du mich gefragt hättest du hättest eine antwort bekommen eine lösung ein versuch dir zu erklären warum warum fragst du eines tages sage ich es dir jetzt ist es zu spät die zukunft wird die vergangenheit einholen es wiederholt sich alles eines tages bin ich die die du dir wünschst und du dann weg dann stehe ich da und frage mich weil kein anderer da ist warum warum und bekomme keine antwort eines tages vielleicht

Fundstück: Tieger-Blog

Heute morgen hat Frau Paulchen mal wieder eine Internetseite aufgetan, die ich unbedingt mit euch teilen muss: Tieger-Blog von Gerhild Tieger. Sie schreibt: "(...) auf dieser seite möchte ich für kollegen und literaturinteressierte ungewöhnliche, witzige, hilfreiche, provokante, zwiespältige und anregende gedanken festhalten, auch, um ihnen später noch einmal zu begegnen. soviel zu meinen bescheidenen vorsätzen (...)"

Alle Farben dieser Welt

Für meinen Lyrik-Zyklus Farbenspiele habe ich vielleicht nicht alle Farben dieser Welt abgedeckt, aber bei 22 von 24 bin ich schon angelangt, was wiederum heißt, dass ich bald am Ende dieser Reihe bin. Stellt sich Frau Paulchen so langsam die Frage, was als nächstes kommt. Und ich glaube, dass ich mich auf Haikus konzentrieren mag. Dazu weiß ich an sich noch viel zu wenig, und das wäre doch eine prima Gelegenheit, das zu ändern. Also werdet ihr demnächst mehr über Haikus hier lesen können - ja, und meine werden natürlich hin und wieder auch dabei sein 😉

ein tag

das was wir sind versteckt hinter wolken schatten blättern bis zu den wurzeln tief dringen wir manchmal nicht vor was schade ist und doch kann da mehr sein sonne licht ein ich wenn ich nur wüsste wo verborgen finde mich suche mich an jedem tag ein neuer morgen als anfang und immer wieder hältst du die welt von neuem in deinen händen lebenhauer skulpteur gestalter verantwortung die du nimmst und niemals abgibst bis du vordringst zu den wurzeln und die schatten hinter dir lässt es ist die mühe wert dein leben ein tag

Ein Umriss

Bin zurück, will wieder weg. Eigentlich hat sich nichts verändert. Und doch so vieles. Dinge gewinnen zunehmend an Schärfe. Ein Umriss. Noch fehlt die exakte Kontur. Die Tiefe. Aber das Etwas ist da. Das Wissen darum. Veränderung in der Luft. Auf der Zunge. Ich rieche sie bereits. Wohin geht der Weg. Ich kann ihn noch nicht sehen. Noch nicht. Aber ich habe mich aufgemacht. Den ersten Schritt getan. Erkennen. Nachdenken. Spüren. Ich weiß. Ich weiß. Ist das nicht schon das Wichtigste. Ein Umriss.