heimatknochen
gehe ich trage ich
ein stück heimat in mir verborgen
ein licht das kleiner wird auf dem weg
ich lichtkrümel werfen möchte zurückzufinden
der hexe die die fremde ist einen heimatknochen vorhalte
der uns auf abstand hält
die fremde und mich die heimat ist
sie in sich trägt mit einem glimmen noch
immerhin
und auf rückkehr hofft und träumt
sich alles schön malt größer und heller und
über sich nur noch als sie spricht weil sie
entrückt ist aus dem selbst
heimat
heimat
ein ganz kurzes gedicht über heimat ist in der fremde entstanden. wie so oft vermutlich gedichte über heimat in der fremde entstehen, da es diese entrücktheit braucht, um das vertraute vermissen zu können.
und hier noch etwas, das ich beim schreiben des gedichts festgestellt habe: heimat braucht keinen artikel, die fremde hingegen schon. der artikel als zeichen einer distanzierung. darüber könnte ich nun einige zeit philosophieren...
ein schreibnacht-gedicht zur heimat
gestern war die schreibnacht zur heimat. wunderschön. viele gedanken und erinnerungen und gefühle sind dabei hoch gekommen und haben sich ins herz genistet. ein herznesterabend. seelenberührend und sinnlichgreifend. eines meiner gedichte teile ich gerne mit euch und zeige euch damit, was heimat für mich auch und unter anderem ist: morgens in mir in der meinzeit im ich. bitteschön:
raunacht 11 – unsere ahnen wir
heimatklänge
ich bin viele
töne die sich in
schichten stapeln lagern
dunkel in kellern
die obstholzkisten rau
reifen
im winter
wärmt apfelmus
unsere mägen.
Ein E-Mail-Impuls überarbeitet
Wenn ihr euch erinnert: Vor einiger Zeit hatte ich euch mein Gedicht "heimat" gezeigt, das ich für einen E-Mail-Impuls geschrieben habe. Jetzt habe ich Michaelas Feedback bekommen und wollte euch die neue Version des Gedichts vorstellen.