#frapalymo no 6: heimatknochen

heimatknochen
gehe ich trage ich
ein stück heimat in mir verborgen
ein licht das kleiner wird auf dem weg
ich lichtkrümel werfen möchte zurückzufinden
der hexe die die fremde ist einen heimatknochen vorhalte
der uns auf abstand hält
die fremde und mich die heimat ist
sie in sich trägt mit einem glimmen noch
immerhin
und auf rückkehr hofft und träumt
sich alles schön malt größer und heller und
über sich nur noch als sie spricht weil sie
entrückt ist aus dem selbst

heimat

ein ganz kurzes gedicht über heimat ist in der fremde entstanden. wie so oft vermutlich gedichte über heimat in der fremde entstehen, da es diese entrücktheit braucht, um das vertraute vermissen zu können.
und hier noch etwas, das ich beim schreiben des gedichts festgestellt habe: heimat braucht keinen artikel, die fremde hingegen schon. der artikel als zeichen einer distanzierung. darüber könnte ich nun einige zeit philosophieren...