Nachdichtung: „die blinden“ von Baudelaire

die blinden

meine seele betrachte sie
sind schrecklich wahrliche
modepüppchen lächerlich und
furchtbar einsam wie schlaf
wandler: weiß nicht wo
sie ihre dunklen welten lassen

verschwunden der letzte
göttliche funken aus ihren
augen schauen in die ferne
zum himmel nie hinab
nie auf den bürgersteig gerichtet
neigen sie nie wie ich verträumt ihren kopf
müde und schwer geworden nie

durchqueren sie die grenzen
lose nacht schwester ewiger stille

Nachdichtung von einem e. e. cummings Gedicht

Inspiriert durch die Aufgabe des derzeitigen Monatsgedichts von Michaela habe ich ein Gedicht von e. e. cummings angeschaut und nachgedichtet. Es soll keine 1:1-Übersetzung sein und erhebt nicht den Anspruch, seinen Rhythmus, Klang, Wörter zu übertragen. Sein Gedicht ist vielmehr die Basis für das nachgedichtete Gedicht. Deshalb kommt mir jetzt bitte nicht mit "das ist aber nicht korrekt übersetzt und trifft überhaupt nicht den Ton" um die Ecke.