#frapalywo tag 7, text 7 – einfinden im ich/heimatwoche

ein wunsch

seerand wasser
überschwappungsversuch
(dorthin wo es nicht versickert
da der boden längst getränkt)
dorthin
(ich setze mich auf die wunschliste)

 

 

das ist tag 7, text 7 der #frapalywo zum impuls „mich einfinden im ich oder: die neue heimat“. hauptthema der woche lautet „so viele heimaten in mir“.

damit beende ich die heimatwoche und bedanke mich bei euch allen. das hat mir wieder viel spaß gemacht und gezeigt, dass heimat alles andere als verstaubt, altbacken, zurückgeblieben oder zu verdichtet ist. habt vielen lieben dank! ihr seid geschenke für mich!

7 tage, 7 texte, 1 thema: wer bei der #frapalywo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalywo und @fraupaulchen

38 thoughts on “#frapalywo tag 7, text 7 – einfinden im ich/heimatwoche

  1. Tauchgänge sollen mir
    neue Heimat sein

    in andere Seelen – Geschichten
    dunkle und leuchtende Tiefen
    Gedankenmusik – Musikgedanken
    rastlos schwebend
    in Welten – Strukturen
    und gleichen wie fremden
    dissonanten Klängen

    waren sie das
    nicht einmal in guten Tagen

  2. Auf der Suche nach
    dem gelobten Land
    lange schon ausgezogen
    vom Seelenkompass geleitet
    Wüsten durchwandert
    Schönheit entdeckt auch
    die Üppigkeiten der Oase
    Teilzeitheimaten gefunden
    grenzüberschreitend
    weiter gezogen immer
    weiter bis
    die Neugier versiegt
    noch nicht

  3. von @springvogel:

    Was man lassen kann zurück
    lassen kann und ist doch dort
    geblieben zurück geblieben
    sieht man es liegen hinter sich
    abgelegte Sache kann man aus
    lachen aus ziehen fliehen kommt
    nicht mit da ist ein ich im nt

  4. von @lose_gedanken:

    [einfinden im Ich]

    Mir selbst verzeihen
    – ich weiß schon, was.
    Nachsichtig mit mir sein
    – ich bin ein Mensch.
    Meine Facetten zeigen
    – es ist manchmal schwer.
    Doch:
    Ich war. Ich bin.
    Ich werde gewesen sein.
    All‘ das macht mich aus.

  5. @MaremmaUrlaub says:

    Tag 7 „die neue Heimat“

    Bezaubert vom Licht,der Magie der
    Orte
    und oft find ich kaum Worte
    die Schönheit beschreiben,den Freunden erklären,was nicht nötig ist
    Gefühle eingefangen im Licht
    das Ich in Toskanaliebe

    Foto auf Twitter Pitigliano bei Nacht

  6. Gerda Steger says:

    Gefühlsausschnitt

    im Wellenschlag der Zeit gerissene
    Stunden verlieren das Ich
    das wild hetzende irrt durch-
    flimmert finsteres Licht:
    kahl fahl das Winterlabyrinth

    atemgefroren mein Ich
    sucht Wärme und findet tag-
    aufwärts ein Rest von Sommer noch
    träumend sich selbst wiederfindet
    zuhause in deinmeinem Licht-
    Dialog der Liebe!

    • Gerda Steger says:

      Oh, mir ist ein Wort abhanden gekommen, d. h. in der letzten Strophe, 4.Zeile: selbst wieder findet….
      Danke Sophie, vielleicht kannst du „findet“ noch anschließen!?

      Liebe Sophie, auch vielen DANK für deinen unermüdlich lyrischen Einsatz wieder, fürs weitgefächerte Thema dieser Woche, das sich entsprechend auch auf unser Schreiben bereichernd auswirkte.
      Herzlich
      Gerda

  7. yumami says:

    so viele heimaten in mir
    mein ich öffnete sich
    der welt von innen
    bei jeder häutung
    blieb die hülle
    zurück als schutz
    für den heilen kern

  8. Carmen (Jutta)@GEDANKENTaenze says:

    Poesie
    meines Lebens
    Sommerblumenworte
    himmelhochjauchzend
    wie Allgäuer Berge
    dunkles Streicheln
    von Melancholie
    wie Moorwasser
    mal oben
    mal unten
    die Waage meiner Gefühlswelt
    getragen von Geduld und Freundlichkeit
    mein inneres Lächeln
    mir Heimat gibt

  9. Ich wage
    einen Schritt
    einen zweiten
    viele, die folgen
    werden, wage
    neue Wege
    im gelben Wagen
    lasse alte
    links liegen
    klopfe den Staub
    von Seele und
    Leib
    werfe mich in die
    Fluten eines
    Frühlingsmorgens –
    erschreckt –
    erweckt und
    voller Neugier
    was hinter den
    Bergen liegt

    welche Muschel
    mir das Meer
    singt
    oder
    die bunten Fahnen
    auferstehen lässt
    zur Fahrt in ein
    neues Selbst.

  10. Andrea says:

    25 jahre haben wir
    miteinander gelebt
    er und ich

    verbrachten den tag
    zusammen die nacht
    zusammen

    wir waren nicht immer
    einer meinung
    am ende war es gut

    manchmal tat es weh
    er mir, ich ihm
    am ende war es gut

    dann wurde es
    dunkel an einem tag
    und wieder hell

    und er war fort
    statt seiner ein
    anderer mit mir

    er ist starrsinnig
    und schwach
    es tut jetzt mehr weh

    er ist mein
    neues zuhause
    ist windschief

    am ende wird es schon gut

  11. sandrastrazzi says:

    Tu sei sempre
    partenza e ritorno
    nel cuore sei puro
    monte e mare

    Il mare hai preso
    dal mio cuore
    barattato con un pezzo
    del tuo amore

    (es wollte mir nicht gelingen, die Zeilen zu übersetzen, sie drücken mein Einfinden im ich am besten aus)

  12. Stephanie says:

    Leider hatte die Muse heute zu trockene Lippen und wollte mich deshalb nicht küssen. .. :'( .
    Aber ich habe all Eure Wortkunst sehr genossen 🙂 , danke Euch , hatte Freude und freu mich schon aufs nächste Mal ! Ganz lieben Dank Dir , Sophie , für Deine Impulse und eigenen Gedichte – ich fühle mich ja schon fast heimatlich in der „Frapalywomo-Gemeinde “
    😉 .
    Heute morgen beim laufen in der Kälte, verkündeten die Vögel schon gutes und ein kleines Gedichtchen fiel mir zu:

    Ein Vogel hat mich frohgezwitschert –
    Da fiel ich federleicht in den Wintertag

    Allerliebste Grüße von
    ♥ Stephanie

  13. yumami says:

    Ihr lieben alle,
    diese frapalyWO war (für mich thematisch) schon eine Herausforderung … und dann eröffneten sich beim Dichten doch wieder vielfältige Facetten – sowohl in euren als auch meinen eigenen Texten. Danke !

    Besondere Wertschätzung für Dich, liebe Sophie,
    auch für Deine Mini-Kommentare auf twitter
    (bin immer schon ganz gespannt drauf 🙂

    Auf-Wiederdichten !

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