Schreibnacht #3: fort flattern

die dritte und letzte aufgabe der heutigen schreibnacht (zum glück waren es nur drei, mit zehn personen hat man gut zu lesen, gegenlesen...) dreht sich um die liebeskünste des schmetterlings. sinnlichkeit und lust gepaart mit flatterhaftigkeit, vergänglichkeit, erinnerung.... deshalb also die aufgabe, den schmetterling als liebesboten ins gedicht einzuflechten. und ob glücklich oder tragisch bleibt dem schreibenden überlassen. hier also: fort flattern

Schreibnacht #1: ein schmetterlingsschlag

und hier die erste aufgabe zum thema "seelenaspekt" unseres schmetterlings.

ein schmetterlingsschlag
ruht im flügelschlag
die welt vergeht
ein tag ein leben liebe
mag es sein
es gleiche suchen
in uns im sehen
lassen hüllen wir zurück
bleiben blumen

EDIT

nach feedback zum titel (ohne den artikel) und mit verdichtung in der mitte, weil einige über das zugegebenermaßen sperrige "mag es sein / es gleiche suchen" gestolpert bzw. daran hängen geblieben sind, hier nun die überarbeitete version:

morgen ist auch noch ein tag

mit eines der besten komplimente, die man einem schriftsteller und/oder drehbuchautor aussprechen kann, ist, wenn seine sätze aus buch und film überdauern und zu einem fest stehenden begriff werden. wer denkt da nicht an "schau mir in die augen, kleines" oder an "morgen ist auch noch ein tag" aus vom winde verweht.  gerade dieser scarlett-satz hat etwas beruhigendes, wenn natürlich auch straußenartiges.

ein pantun: „wir“

wir
sage ich ich liebe dich
finde dich auch wunderschön
in deinem lila wunderkleid
ein sonnenschein im herzen

finde dich auch wunderschön
wie du leise zu mir sprichst
ein sonnenschein im herzen
töne von der seele baumeln

wie du leise zu mir sprichst
worte die mich suchen finden
töne von der seele baumeln
deine liebe halt’ ich nicht

worte die mich suchen finden
finde dich auch wunderschön
deine liebe halt’ ich nicht
sage ich ich liebe dich

trügerisch – ein Gedicht mit Rhythmus und Takt

Für einen E-Mail-Impuls von Michaela sollten wir die Wechselwirkung von Rhythmus und Takt beachten und beim Dichten vom gesprochenen Wort ausgehen. Das Gedicht "trügerisch" ist bei mir aus dieser Vorgabe entstanden. Für mich passt es beim Sprechen; jetzt bin ich gespannt, was Michaela in ihrem Lektorat dazu sagt. Ich werde euch wieder in ein paar Tagen davon berichten. Jetzt aber zunächst mal die fürs Lektorat eingereichte Version: