#kuso19: knotenbrechung

nach hadern kommt knotenbrechung. der mitte-der-woche-tag lief. im fluss. wie ein fluss. geschmeidig.

morgens feine musikeinbettung mit querflöte und cello eines gelesenen textes. morgenberührung auf ganz vielen ebenen.

die arbeit in der klasse. am morgen noch die idee zur fortsetzung und rettung des werks. mit elan an die textur gegangen. nun besteht ein dialog zwischen text und textur. zumindest für mich. alle anderen augen mögen alles andere lesen. sichtfreiheiten.

zweite textur begonnen und den richtigen weg gespürt. sehr fein. flüssig. fließend. kein knoten in sicht. read more

#kuso15: beeindruckungen

der vierte workshoptag. der impuls am morgen wird von mir und einem kollegen aus der fotografie-klasse gestaltet. er rahmt einen text mit seiner mundharmonika musikalisch ein. schöne klänge und zur abwechslung ein anderes instrument, das die sinne für neues öffnet.

in der meisterklasse führen wir unseren rhythmus fort und besprechen morgens bestehende texte zweier teilnehmer. nachmittags begeben wir uns dieses mal in eine andere art der übersetzung und zwar in einen medientransfer. wir teilen uns in die anderen meisterklassen auf – tanz, malerei, chor, graffiti – und verworten die eindrücke der anderen disziplin. ich wähle tanz und bin mal wieder beeindruckt von tempiwechsel, dynamik, eleganz, einer gewissen arroganz, von geschmeidigkeit und körperbeherrschung. schwierig, diesen gefühlen und eindrücken gerecht zu werden und wunderbar zu sehen, wie nah wir tanzschauenden uns mit den eindrücken in unseren entstandenen texten waren.

das mittagsgespräch mit konrad winter. einblicke in seine großartige kunst, die mich sehr fasziniert. er malt mit autolacken. verschwommene gestalten, räume und landschaften, die völlig klar sich abbilden und beeindrucken. mit schutzmaske trägt er farbe für farbe auf. eine farbe am tag und somit „schicht für schicht“ – die ja keine schichten, sondern ein nebeneinander sind mit minimalen überlappungen. grandios – und ein sehr sympathischer mensch!

abends ist halbzeitabend beim kunstsommer. schon, frage ich mich erstaunt. ab jetzt werden die tage fliegen. die abendwerkstatt wird gestaltet von unseren tänzern, und es sind die gleichen beeindruckenden szenen und überwältigende gefühle, die sich abends wie nachmittags zeigen. ein tief beeindruckt bei mir.

der halbzeittag schließt mit ein wenig meinzeit und textüberarbeitung und stille und rückzug. und das ist dann in diesem viel der tage und dem viel an menschen immer wieder ein guter ankerpunkt. das ich als hafen. gänzlich privatisiert. gut.