Neuer Tag (immer noch mäßig Wetter, aber ich versuche, das beste daraus zu machen), neues Projekt (ich weiß, es ist ja nicht so, dass ich nicht schon ein paar hätte, aber warum dann nicht noch eins zusätzlich, frag ich mich). Ich möchte gerne einen Lyrik-Zyklus beginnen. Alle Arten von Gedichten, Wortspielen und lyrischen Anwandlungen sind erlaubt und zwar rund um das Thema Licht. Deshalb auch der Arbeitstitel Lichte Gedichte.
Author: sophie
Fundstück: Unternehmen Lyrik
Es tut wirklich gut, sich endlich mal wieder die Zeit zu nehmen und sich mit den vielen Angeboten, wunderbaren Seiten, Menschen und Ideen im Netz zu beschäftigen. Dazu komme ich ja sonst viel zu selten. Aber jetzt in meinem verregneten Kururlaub... Hier noch eine wunderbare Seite für alle Lyrikbegeisterten: Unternehmen Lyrik. Eine wunderbare Inspirationsquelle mit Schreibnächten und Lyrik-Kursen, mit Monatsgedichten (habe mich soeben angemeldet und werde es hoffentlich noch heute, am Deadline-Tag schaffen, ein Gedicht beizusteuern.
Aus: Federwelt (April/Mai 2010)
Noch ein Fundstück (gell, es hat doch seinen Reiz, wenn es viel regnet, denn dann kommt man auch viel zum Lesen....). Dieses Fundstück stammt aus der April/Mai-Ausgabe von Federwelt. Und zwar geht es in diesem speziellen Artikel um die Aufstellung literarischer Figuren ähnlich der psychologisch angehauchten und viel diskutierten Familienaufstellung (die eine lieben sie, die anderen hassen sie). Was aber nun mit literarischer Aufstellung?
Aus: lauter niemand
In Bahnhofsbuchhandlungen stöbern hat einen großen Vorteil: Ich stoße auf Dinge, die ich haben will und von denen ich zuvor weder gewusst habe, dass sie existieren noch, dass ich sie benötige. So mit der "Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa" namens lauter niemand. Erscheint wohl nur einmal pro Jahr, wenn ich das Editorial richtig überflogen habe, enthält aber sehr witzige und mitunter abstruse Texte.
Regen und the green
Die Briten sagen You can't have the green without the rain und schätzen das kühle Nass, das vom Himmel fällt. Die deutschen Bauern und Landwirte haben englische Vorfahren und freuen sich über die Nahrung für ihren Anbau. Die deutschen Touristen sind reinrassig und können nichts Gutes daran finden, wenn ein grauer Schleier das Motiv ihres nächsten Fotoalbums umhüllt. Warum the green wenn es in der Stadt doch eh nur graue Betonburgen gibt. Und macht dann der Regen noch was aus? Ist vielmehr incognito und grau vor grau. Aber der Himmel! schreien sie dann.
Wunderbares Zitat zum Merken (Folge 2)
Manchmal stolpert man ja nahezu über Wörter anderer Menschen, hält sich an ihnen fest, saugt sie in sich auf, umkost sie und liebt sie. Deshalb möchte ich an dieser Stelle gerne die Reihe meiner "Wunderbaren Zitate zum Merken" fortsetzen. Heute mit zwei Fundstücken, die mich begleiten und einfach nur schön sind. So schööönnnn!
Inspiriert durch Mascha Kaléko: Gedicht über Ausweglosigkeit
Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen.
Denn sie ziehen vorbei.
Mein Weg endet
bevor er begann. Die Biegung
birgt
keine Überraschung
kein Neues,
kein
Abenteuer.
Ein überschaubarer
Streckenabschnitt.
Ich freu mich, dass der Fluss stromabwärts fließt.
Denn er fließt vorbei.
Schon ist’s,
als wär’ ich
nicht mehr hier.
Du brauchst mich nicht, ja klar.
Ich war
schließlich
nur die kurze Dauer
deines Ausatmens
dein.
Tiny Tale: Erwachen
Sie wacht auf und hätte Lust auf Sex, doch er ist schon weg. Ihr Blick fällt auf das Foto seiner Familie. Sie hat gut im Ehebett geschlafen. (Tiny Tale, 140 Zeichen)
Ich bin für dich da.
Wenn du schwach bist, bin ich stark.
Wenn du weinst, lach ich für dich.
Wenn du dich fallen lässt, fang ich dich auf.
Wenn du verzagst, ermutige ich dich.
Wenn du mich brauchst, bin ich für dich da.
Du gehst fort von mir.
Ich hatte mal vor längerer Zeit in einem Buch (ich glaube, es war What if...) die Übung gefunden, eine Geschichte mit nur einsilbigen Wörtern zu erzählen. Das hatte beim ersten Versuch bereits eine unglaubliche Kraft und Erzählstärke. Jetzt mal wieder eine dieser Geschichten. Was haltet ihr davon?