draußen

draußen

hinter dem stall
wartet die ewigkeit
eines lebens auf

wiederkäuer stehen träumen
von slow food und einer
high tech küche mit grill pfannen
anti haft beschichtet weiß

die milch fließt unschuld
im glas zwei
welten spiegel die
anrichte erzählt
von opfergaben und
gerechtigkeit suchen wir

Das Monatsgedicht für August ist entschieden…ich bin es nicht

Jetzt ist es raus: Die erste Runde der neuen Monatsgedichte von Michaela geht nicht an mich. Natürlich finde ich das zunächst superschade, denn mir hat mein eigenes Gedicht dieses Mal echt sehr, sehr gut gefallen (eigentlich gefallen mir ja meist meine Gedichte - zumindest, wenn ich sie irgendwann für "fertig" erachte, aber das hier hat mir ganz besonders gut gefallen, na ja, ihr wisst schon).

Nachdichtung von einem e. e. cummings Gedicht

Inspiriert durch die Aufgabe des derzeitigen Monatsgedichts von Michaela habe ich ein Gedicht von e. e. cummings angeschaut und nachgedichtet. Es soll keine 1:1-Übersetzung sein und erhebt nicht den Anspruch, seinen Rhythmus, Klang, Wörter zu übertragen. Sein Gedicht ist vielmehr die Basis für das nachgedichtete Gedicht. Deshalb kommt mir jetzt bitte nicht mit "das ist aber nicht korrekt übersetzt und trifft überhaupt nicht den Ton" um die Ecke.

wandern

wandern

zieht meine sehnsucht über tal wiesen
berge wölben sich
in meinem herzen zu
neuen rändern jenseits der gemarke

lässt landwanderschaft aus
gehen ein treffen
unter un/s gleichen sich
natur mensch in
dieser harmonie illusioniert
die welt

trifft auge horizonte nicht
aufhören wollen wir
uns erinnern an eine zeit
die jenseits der gemarke
in unserem herzen liegt lag liegen
wird

schwärm

Da bin ich also wieder: zurück mit nur Mini-Blasen und großen Eindrücken. Die Wanderschaft war herrlich, hat mal wieder so richtig den Kopf durchgepustet, die Lunge frei gemacht und die Augen über den Tellerrand blicken lassen. Durch Wiesen, Wald, bergauf, bergab, mit Regen, Wind und Sonne sind wir in den vergangenen fünf Tagen gewandert. Und ja: Es gab für Frau Paulchen auch die ein oder andere Inspiration für ein Gedicht. Dazu aber demnächst mehr. Jetzt heißt es erstmal wieder ankommen, die Alltagswelt einlassen und als alten Bekannten mit frischen Ideen begrüßen.

mit einem kleinen happen in die pause

da ich ab jetzt dann bis mittwoch auf wanderschaft bin, hier noch ein happen für euch von der neuen #poEATry-reihe. nächste woche geht es dann weiter (vermutlich mit schlechter-rechter heimatpoesie, die ich mir erdichten und erdenken werde... wappnet euch). euch ein paar schöne tage und hofft mit mir, dass die sonnengöttin dem regengott das wasser reichen kann (ha, der war gut...). jetzt aber nun genug geschwafelt, zurück zum genüsslichen und zum haiku:

wie butterkuchen
schmecken deine küsse zart
ummandelst du mich

earlypoems und poEATry

Klasse, wie Twitter und Blog sich gegenseitig "befruchten" können. Ich schicke ja (fast) jeden Morgen ein #earlypoem in die endlose Twitter-Welt, und das macht auch echt richtig Spaß. So wachen gleich die ersten Musengeister bei mir auf. Heute habe ich eine neue Rubrik ins Leben gerufen, dank der Inspiration von @entropie42. Es wird künftig Haikus rund um genüssliche Gedanken und Ideen geben, und sie werden #poEATry heißen. Hier mal das erste, alle weiteren dann über meinen Twitter-Account:

das leben im konjunktiv (II)

das leben im konjunktiv (II)

der schleier der verführung
liegt über dem wäre würde
um/verhüllte möglichkeiten spielen
mit dem gedankengut des mach
baren potenziell wo
möglich auch viel
leicht könnte sein die welt
des noch hoffens träumens
wenn wäre neben laub auch triebe trägt
wir könnten sollten dürften
aphrodite und peitho lieben die lust
im kopf zu fliegen