klein. noch.
gewächshausgezogen
ein gedüngtes
ich
wurzelwort
auf papier gepflanzt
warten
Das ist Gedicht No. 1 von Frau Paulchen für den #frapalymo, und der Impuls lautete „in meinem inneren garten wachsen wasserblumen“ – mit herzlichem Dank an @einsilbig – für dieses verwortete wissen!
#frapalymo Impuls für 1. November
High Five! Willkommen zum fünften #frapalymo oder: Frau Paulchens Lyrik Monat. Was ging dieses letzte halbe Jahr schnell vorbei – wahnsinn! Schon ist Winterzeit, schon verlängern sich die Nächte, und schon schwingen wir unsere Federn und halten die Finger rund um den tatsächlichen oder imaginären Griffel warm. Erneut gilt: 30 Tage, 30 Gedichte, no excuses! Ran ans Dichten, Verworten und Herznestern. Uns allen viel Spaß!
zwischenstand
fotos anschauen und in der erinnerung eines tages weilen. das lachen von vor einem jahr heraufbeschwören und es diesen raum jetzt füllen lassen. das was sich geändert hat spüren und merken wie die zeit einzug gehalten hat. die freude der stolz das miteinander sehen. mehr als nur spüren. das was nie wieder so sein wird ziehen lassen. es darf andere häuser finden in denen es zu einem so ist es wird. das kleid die ringe die blumen das anschauen schauen angeschaut werden. das zentrum sein und neues zentrum bekommen.
der #frapalymo im november 13 steht an
jetzt, wo der regen wieder häufiger einsetzt, das licht seine dauer verkürzt, und wir uns auf eine kältere zeit einstellen, kommt der nächste #frapalymo genau richtig. der monat november steht ganz im zeichen der lyrik: „frau paulchens lyrik monat“ – oder eben #frapalymo – ist spaß und herausforderung, ist seelenpflege und wortschmeichler, ist inniglichst schreiben und herzgenestertes lesen. das motto lautet wie gewohnt: 30 tage. 30 gedichte. no excuses...
das geräusch aufgeweichter seelenhaut
es gibt diese tage, da möchte ich mich verkriechen und wunden lecken, die ich nicht habe. „wäre ich heute ein buchstabe, wäre ich ein a und würde mich in mich kringeln.“ das habe ich heute getwittert. und: „an manchen tagen weicht der regen die seelenhaut auf.“ und: „das geräusch aufgweichter seelenhaut.“
herbsthaut
herbsthaut
hingelegt hat sich meine haut ruht sich aus ein schoß ruhe zwischen ich zwischen zeiten die jahre
das laub auf den bäumen in den kronen zuerst
in meinen haaren knoten von augenblicken die sich nicht lösen nur ausreißen am boden was war
laub auf den bäumen
schuppengeflochtene zöpfe die wir alt nennen abschneiden einfach so ohne ein
die haut uns nicht verlässt so alt und mehrfach häutungen nie neu in ihrer zeit ist herbst
zuerst in den kronen
vier jahre paulchenbloggt.de
wie schön, dass du geboren bist, ich hätte dich sonst sehr vermisst.
wie schön, dass wir beisammen sind,
ich gratuliere uns, geburtstagskind.
lieber blog, alles gute zu vier jahren raumzeitworterlebnissen. ich danke dir für ein in, zwischen und hinter den zeilen stehendes vermitteln. du warst eine meiner besten entscheidungen!
vier jahre paulchenbloggt.de und die aussicht auf weitere meinzeiten. wie wunderbar!
rückblick: das poetenfest in erlangen
nun habe ich es also geschafft und war zum ersten mal beim poetenfest in erlangen dabei. nicht die ganze zeit, aber immerhin an anderthalb tagen. richtig gutes programm mit exzellenten autoren, ausstellungen, mitmachaktionen, veranstaltungen und musik. die organisation war sehr gelungen, und die besucher haben sich gut über die verschiedenen angebote verteilt, so dass es nirgends zu „massenaufläufen“ kam.
erlebnis: literatur-schreibnacht
dass ich fan von michaelas schreibnächten und lyrischen kursangeboten bin, dürfte euch nicht entgangen sein. und falls doch, dann bekenne ich mich hiermit nochmals ganz offen zum groupie...
kunstsommer-nachlese
der alltag hat uns wieder. jeder woanders auf seine weise. was mir an diesem kunstsommer besonders gut gefallen hat – und weshalb es auch diese kurze nachlese gibt – waren die zahlreichen begegnungen, die ich in diesem jahr intensiver erlebt habe als im vergangenen. begegnungen, die sich außerhalb der eigenen meisterklassen und bei anderen „kunst-disziplinen“ ergeben haben. reelle begegnungen aber auch begegnungen mit mir und der kunst. sprechen, erleben, staunen, denken, weiter denken, weit denken, erfahren. ich denke, es ist vor allem dieses interdisziplinäre am kunstsommer, das reizt.