Nächster Textsalon dreht sich um Humor

Das nächste Textsalon-Thema dreht sich um den Humor – des Deutschen liebstes (Stief-?)Kind. Meine wichtigste und grundlegende Erfahrung ist: Humor ist absolut subjektiv. Was für den einen zum Brüllen komisch ist, ruft bei dem anderen ein müdes Lächeln hervor. Und zweite grundlegende Erfahrung: Humor kann super schnell schief gehen und absolut missverstanden werden. Damit wir aber alle was zum Lesen (und zum Lachen?) haben, hier ein paar Links auf die Schnelle:

Ausschreibungen in München und Dresden

Nach meinem nahezu euphorischen Ausbruch gestern und meinem Rückblick auf den Lektoratskurs von Michaela, war ich ja heute voller Tatendrang und habe gleich zwei nächste Ausschreibungen gefunden, bei denen Frau Paulchen mitmachen wird. Das eine ist eine Ausschreibung in München, die in verschiedenen Runden und Vorausscheidungen zum letztlichen Sieger führt (wohl so eine Art Deutschland sucht das SuperPoem).

same same but different

angelangt bei einer jugend die eine andere sprache spricht mit englisch als selbstverständlichkeit falsch ausgesprochen oder anders betont eben deutscher das muss jetzt in sein mit friends statt freunden ziehen sie durch die landen lonely cowboys mit wirrem musikgeschmack und schlechtem körperschmuck der mal wieder und wie schon oft mit anderen generationen ausdruck des wunsches nach andersartigkeit ist oder same same but different das suchtpotenzial ist groß der ausschluss endgültig mit fünf jahren mehr ist man out und uncool hat es nicht mehr drauf da sinkt das verständnis you understand

tiefe ist woanders

abgetaucht in kristallklares wasser blau eigentlich durchsichtig verschrumpelt so langsam mein leben meine haut wirft falten tief die keine creme mehr glätten kann es ist still sehr still der blick nach oben leben nach unten leben ich stecke mittendrin eigentlich efeugrüne arme küssen mich feuchte liebkosung wie die trockenübung zwischen laken werden wir eins im austausch von mehr als nur flüssigkeiten in schwereloser leidenschaft bremst mich mein leben aus dringe luft schnappend an die oberfläche die oberfläche bleibt tiefe ist woanders

Tipp: Heidelberger Literaturtage 2011

Vom 25. bis 29. Mai finden die nächsten Heidelberger Literaturtage statt. Gut, dass Frau Paulchen die meiste Zeit davon bereits anderweitig verplant ist. Hätte ja sonst auch ganz nett werden können. Grr. Aber: Man kann eben nicht alles haben im Leben, und: Meine Pläne für das Wochenende sind superschön und haben zudem auch mit Literatur zu tun, denn ich werde am nächsten Online-Seminar von Michaela teilnehmen.

vertrauen ist eine gabe gib

lass los los halte nicht fest was du nicht festzuhalten vermagst ein abschied winken gerne auch mit papiertaschentuch sieh nach sieh ihm nach melancholie kommt mit dem abschied erst jahre später erleichterung stellt sich auf leisen sohlen ein legt sich katzengleich in deinen schoß und schnurrt was du weglässt kommt zurück eines tages irgendwie du musst nur daran glauben dass du gewinnst was du nicht mehr hast verlierst was deins ist vertrauen ist eine gabe gib

glasglocken-idyll

wir stehen ganz entzückt vor dieser glasglocken-idylle streifenfrei durchlässig wie unsere seele betrachten wir das kleinod geschützt vor den widrigkeiten die welt wir verstehen nicht dass wir selbst unter beobachtung stehen die ganze zeit wie tiere im zoo der käfig den wir uns bauen und anderen nicht öffnen wollen eine freiheit die gefängnis ist täuschung illusion idyll das wir betrachten aber nicht sein wollen nie sein ein anderer so gerne sein wollen