kurzes glück vergänglichkeit
vom himmel lese ich
sternschnuppen
und wasserkreise aus dem see
geerntet ist ein vogelschlag
und im sommer das bienengebrumm
duft/lese ich gerne
mit der hand durch den thymian
das geöffnete fenster nach einem bad
lese klänge und silben
und verschmause sie auf papier
lese lese und ernte bilder
vergänglich bleibt
da
auch nur ein wort
#frapalymo Impuls für den 29. November
So langsam bereiten wir uns auf den Abschluss von Frau Paulchens Lyrik Monat vor. Noch zwei Impulse, und ihr habt wieder die ganze Zeit für euch und eure Projekte, könnt eigenen Vorhaben und Ideen nachgehen, Dinge nachlesen, den ein oder anderen Impuls erneut machen oder auch einfach mal die Finger ruhen lassen.
#frapalymo no 28: heimkehr
heimkehr
aus der laube getreten
am morgen
fällt der blick blechern
auf das kartoffelfeld
rabenschwarz
und kein stück land
in dem sich augen verwurzeln könnten
heimkehr ohnegleichen
#frapalymo Impuls für den 28. November
Wie groß ist euer aktiver Wortschatz, und benutzt ihr auch regelmäßig so wunderbare Wörter wie ohnegleichen, Unhold oder schnabulieren? Nein? Dann wird es aber Zeit für die Wortweide! Die Wortweide ist eine wunderbare Homepage initiiert von @sinnundverstand. Auf der Homepage heißt es: „Die Wortweide ist eine Plattform, auf der sich seltene, vom Aussterben bedrohte, außergewöhnliche wie auch alltägliche Wörter tummeln. Sie verbindet Liebhaber von Wörtern.“
#frapalymo no 27: alles
alles
leer
das innere
abgekühlte tränen erblinden
der abschied trägt wortlosigkeit
ausgesprochen
#frapalymo Impuls für den 27. November
Da ich heute Abend unterwegs sein werde, gibt es den Impuls no 27 bereits früher für euch. Noch ist das Feedback zum Cento zurückhaltend, und ich kann euch nur ermutigen, euch zu trauen und dieses Flickengedicht auszuprobieren. Es macht wirklich richtig Laune und ihr entdeckt dabei unter Umständen eine neue Form.
#frapalymo no 26: anziehungskräfte
anziehungskräfte
ahnungsvoll streift
die gedämpfte welt ans land
kein schlaf kein spiegel dieser augen
nur flüsterndes gedränge
ich acht‘ es nicht, ich bin es müd
habe den see schon betreten
seitwärts steig ich in die kühle
an der schulter hell
schimmert ein flügel ungewiss hervor
gelassen die nacht
die lichter geistern am ufer dahin
indes
ich war.
#frapalymo Impuls für den 26. November
Heute möchte ich zum „Fremdgehen“ animinieren. Vermutlich lesen wir alle mehr oder weniger viele Gedichte aus verschiedenen Epochen, Ländern und von unterschiedlichen Lyrikern. Heute wollen wir uns mal von ihnen und ihren Gedichtzeilen leiten und inspirieren lassen und ihre Textbausteine zu einem neuen Gedicht verweben.
Und so lautet der Impuls für den #frapalymo no 26: „schreibt ein cento oder flickengedicht“*. Wenn ihr Centos noch nicht kennt, dann könnt ihr hier etwas dazu nachlesen.
#frapalymo no 25: mitunter still
mitunter still
bin ich
in meinen inneren wänden
ich
laufe tapetenstrukturen ab
und halte mich an kanten fest
wälze mich im weiß frischer farbe
und fülle die löcher in der luft mit meinen blicken
mitunter still
bin ich
in meiner meinzeit
ich
halte die nacht zurück
weil ich den tag nicht sehen mag
sperre stimmen aus
damit gedanken worte finden
mitunter still
bin ich
in unserer zweizeit
ich
halte das außen fern
uns im wir fest
#frapalymo Impuls für den 25. November
Die Zeit rast: Schon sind die letzten Tage von Frau Paulchens Lyrik Monat angebrochen. Ihr seid bislang alle super dabei gewesen, von daher lasst uns gemeinsam die letzten Impulse und den Endspurt genießen!