#frapalymo no 29: kurzes glück vergänglichkeit

kurzes glück vergänglichkeit
vom himmel lese ich
sternschnuppen
und wasserkreise aus dem see

geerntet ist ein vogelschlag
und im sommer das bienengebrumm

duft/lese ich gerne
mit der hand durch den thymian
das geöffnete fenster nach einem bad

lese klänge und silben
und verschmause sie auf papier

lese lese und ernte bilder
vergänglich bleibt
da
auch nur ein wort

#frapalymo Impuls für den 28. November

Wie groß ist euer aktiver Wortschatz, und benutzt ihr auch regelmäßig so wunderbare Wörter wie ohnegleichen, Unhold oder schnabulieren? Nein? Dann wird es aber Zeit für die Wortweide! Die Wortweide ist eine wunderbare Homepage initiiert von @sinnundverstand. Auf der Homepage heißt es: „Die Wortweide ist eine Plattform, auf der sich seltene, vom Aussterben bedrohte, außergewöhnliche wie auch alltägliche Wörter tummeln. Sie verbindet Liebhaber von Wörtern.“

#frapalymo Impuls für den 26. November

Heute möchte ich zum „Fremdgehen“ animinieren. Vermutlich lesen wir alle mehr oder weniger viele Gedichte aus verschiedenen Epochen, Ländern und von unterschiedlichen Lyrikern. Heute wollen wir uns mal von ihnen und ihren Gedichtzeilen leiten und inspirieren lassen und ihre Textbausteine zu einem neuen Gedicht verweben.

Und so lautet der Impuls für den #frapalymo no 26: „schreibt ein cento oder flickengedicht“*. Wenn ihr Centos noch nicht kennt, dann könnt ihr hier etwas dazu nachlesen.

#frapalymo no 25: mitunter still

mitunter still
bin ich
in meinen inneren wänden
ich

laufe tapetenstrukturen ab
und halte mich an kanten fest
wälze mich im weiß frischer farbe
und fülle die löcher in der luft mit meinen blicken

mitunter still

bin ich
in meiner meinzeit
ich

halte die nacht zurück
weil ich den tag nicht sehen mag
sperre stimmen aus
damit gedanken worte finden

mitunter still

bin ich
in unserer zweizeit
ich

halte das außen fern
uns im wir fest