lyrische formen von a bis z. heute: d wie dinggedicht

unter dem buchstaben d findet man einige wunderbare lyrische formen, die allerdings heutzutage und noch dazu im deutschen nicht nachzumachen sind, wie etwa der decir aus der spanischen literatur des mittelalters oder der dit aus dem französischen mittelalter. auch der dithyrambus, gattung der antiken griechischen chorlyrik, scheint mir für den buchstaben d der lyrischen formen von a bis z wenig geeignet.

nebel

nebel
in tröpfchen so dass die luft
ein glitzermeer vaporisiert die
welt das gemüt umhüllt
weiße nebelschwadentücher
hängen morgens an der
wäscheleine

bis zum verlust
zeit raum zum bis
die sinne sich zieht sich
der nebel in ecken
bis zu der stunde

erst ab
stand der morgen
distanziert präzisiert
sich die sicht licht
leben gewinnt klarheit
aus der entfernung
ist alles