bruchstaben

bruchstaben

ein paar linien durch
gezogen
auf papier

hinterlässt
ein druck landschaften
gebrochene

spracheinsamkeit

wäre ich
ein buchstabe ein m
in der zeit der stille

duftete nach
vanille

[dieses gedicht entstand aus dem impuls zweier tweets von mir: "in der zeit der stille ein m sein" / "und welcher buchstabe wärt ihr gern?" - eine frage, die mich weiter begleiten wird]

#frapalymo Impuls für den 19. November

Gefühlt gab es viel Trubel die vergangenen Tage. Vielleicht auch nur bei mir privat, aber dennoch habe ich das Bedürfnis nach Rückzug und nach einem friedlichen Einigeln in den eigenen vier Wänden, in den Seelenwänden, im innersten Sein. Vermutlich einfach die Auswirkungen des nahenden Winters, aber dennoch eine gute Möglichkeit, der Stille ihren Platz einzuräumen beim #frapalymo und ihr in ihren Wänden Raum zu geben.

Und so lautet der Impuls für den #frapalymo no 19 ganz schlicht: „stille“. Und damit: Psssst. Lasst uns lauschen, was die Stille uns sagt.

die stimme ist noch da

nach dem kunstsommer in irsee ist es ruhiger bei mir geworden. es waren einige wochen des schweigens, des still denkens notwendig, um die eindrücke zu verdauen und im inneren den verhallenden kunstommer-stimmen nachzugehen. das tut gut, doch lässt es mich auch immer etwas ängstlich zurück, und nach einer weile dieses schweigens frage ich mich: kann ich es überhaupt noch? habe ich überhaupt noch eine stimme in mir, die ich zum ausdruck, zum erschallen bringen kann? ist mir vielleicht meine muse abhanden gekommen, weil auch sie zur stille gezwungen war?