schichtung

manche worte werden eine schicht haut
eine eng beschriebene transparente lage die sich auf
mich legt mich umschließt
gute worte schöne leidenschaftliche hässliche worte gemeine böse
lage für lage für schicht bedeckt sich mein ich

im laufe der zeit
und ich kann nichts dagegen tun

einzig
zu sorgen

dass die oberste haut
die des windes beschrieben

bleibt

warum es hier so still ist

…weil worte gerade nicht so leicht zu mir fliegen.
…weil ich mich gerade auf vieles vorbereite, vieles verändere, vieles anpacke, das alle raum, zeit, sein benötigt.
…weil ein anderes großes projekt meine aufmerksamkeit fordert.
…weil pausen und stille zum leben gehören wie das lärmen und bollern, und keines ohne das andere kann.
…weil ich fokus benötige und diesen gerade nicht oft finde.
…weil der nächste #frapalymo am 1.11. startet und ich dann wieder ganz da sein möchte.
…weil ich mensch bin und weiß, dass ihr das versteht. read more

von raunächten und wünschen

die raunächte kamen und gingen. poesiefrei. dichterlos. mein dichterlos. leider habe ich es dieses jahr nicht geschafft, mir die zeit für den innenblick zu nehmen. sehr schade! meine aufmerksamkeit war auf vieles andere gerichtet und statt nun zu grollen und zu zweifeln, zu schmollen und mich zu ärgern, wie ich es ja sonst auch gerne mal mache, hake ich dieses jahr als neue raunachterfahrung ab. es geht ja weiter. das ist wichtig.

über kreativität, meinzeit und schwammzeit

in den vergangenen und in diesen wochen habe ich sehr viel über kreativität gelesen und über die schönheit von raum und leere. ich merke, dass vor allem die themen raum, leere, das dazwischen, die stille, die ruhe in gedanken und das daraus er/schaffen mich sehr beschäftigen und mich gut begleiten. wie wird kreativität gefördert, wie kommt sie zustande, wie können wir sie in unser leben lassen –für ideen raum schaffen und diesen raum entsprechend gestalten? spannende fragen und schön, sich damit überhaupt in meiner zeit auseinanderzusetzen.

#frapalymo Impuls für den 7. Mai

Lesen. Lesen? Lesen! Heute habe ich viel über das eigene Lesen (und Schreiben…natürlich) nachgedacht und darüber, ob sich und wie sich mein Leseverhalten und das anderer durch das Internet, durch ebooks, durch Beruf etc. verändert hat. Dass Lesen und Schreiben eng zusammenhängen, versteht sich von selbst. Und gerade deshalb finde ich, dass sich auch ein Impuls etwas intensiver mit dem Lesen beschäftigen darf. Hier also die Idee, und ich bin gespannt, wie sich dieser Impulsversuch textlich im Schreiben und in unserem Lesen niederschlägt:

die ersten tage unbemust

nach dem #frapalymo und den raunächten spüre ich, dass es gerade einer weiteren pause bedarf. irgendwie ist mir meine muse abhanden gekommen. ich weiß nicht, wo sie sich herumtreibt, aber viel bei mir ist sie gerade nicht. und natürlich sind dann sofort ihre fernen verwandten unterwegs zu mir und meinen, sie könnten sich für eine weile einnisten: vetter zweifel und verzweiflung. nix da. ich versuche, fenster und türen fest verschlossen zu halten, damit sie sich gar nicht erst breit machen. ruhe, pause, auszeiten vom schreiben und dichten dürfen sein.

die stimme ist noch da

nach dem kunstsommer in irsee ist es ruhiger bei mir geworden. es waren einige wochen des schweigens, des still denkens notwendig, um die eindrücke zu verdauen und im inneren den verhallenden kunstommer-stimmen nachzugehen. das tut gut, doch lässt es mich auch immer etwas ängstlich zurück, und nach einer weile dieses schweigens frage ich mich: kann ich es überhaupt noch? habe ich überhaupt noch eine stimme in mir, die ich zum ausdruck, zum erschallen bringen kann? ist mir vielleicht meine muse abhanden gekommen, weil auch sie zur stille gezwungen war?