im winter weint die erde (übersetzung und nachdichtung)

im winter weint die erde

im winter weint die erde
die sonne kaltblass zart
erhebt sich spät legt sich früh
des miteinanders müde

brüchige idyllen
sonne! liebe! ein versuch!
deine rosen, erde, wo?
deine strahlen, sterne, wo?

alles ist ihr vorwand: hagel wind
schwarze wolken weiße
es ist nacht, meine schöne,
sagt sie erschafft sie im gehen

wie eine liebende
die tag für tag ihr herz zurückzieht
nicht weiß was sie sagen soll
so früh wie möglich
geht

#frapalymo no 9: winter

frostnebelmorgen
der see ruht gesellschaftslos
über dem haus rauch

das ist gedicht no. 9 von frau paulchen für den #frapalymo, und der impuls lautete: „schreibt ein winter-haiku“.

30 tage, 30 gedichte, no excuses: wer beim #frapalymo mitmachen mag, kann dies entweder für sich tun und die impulse für die eigene schreibstube nutzen. oder im unten stehenden kommentarfeld seinen blog/webseite verlinken. oder das gedicht selbst über das kommentarfeld hochladen. oder auch einfach sonst einen kommentar hinterlassen. ähnlich über twitter mit link und kennung #frapalymo und @FrauPaulchen read more

#frapalymo impuls 9nov14

ich war ja völlig nachtverzückt beim lesen eurer #frapalymo no 8-gedichte. wie schön, wie berührend, wie grandios! genau an solchen tagen denke ich mir: ja. genau deshalb liebe ich den #frapalymo so sehr, weil ich reich beschenkt werde. ich danke euch sehr!

für den #frapalymo no 9 wollen wir einen bekannten, aber nicht minder herausfordernden impuls angehen, ein haiku. und damit ihr nicht so völlig „ins leere laufen müsst“, gibt es noch einen impuls als (hoffentlich) hilfe dazu: „schreibt ein winter-haiku“. read more