acht

gehe ich die acht acht mal acht sam acht bed
rufe ich ein um ein anderes mal ein ich mich ein
im hier die kälte ist blau und wo sind die vögel gefangen
erstens in der voliere auch menagerie des grausamen
banalismus genannt mitunter auch alltag zwischen den hälften
zweitens wenn ich ein vöglein wär und drittens
gebührt es sich nicht über unfreiheiten in freiheit nachzudenken also
gehe ich weiter die acht in acht ung und bar keit eins

wasser

wieso malt heute kaum einer mehr das gesicht die statur
ich würde gerne auf dem balkon im regen und dahinter
regenfenster gemalt ich stünde stunde für stunde und quölle
verwischt das äußere ich das papier die farben welche farben
braun grau weiß zwischenstufen wasser wasser wasser
ist doch keine farbe ein element elementar für das ich im regen
vor regenfenster und kein wasser gut wasser und grau ja grau und
weiß sowieso braun für die erdung das geländer der balkon
und ich das gesicht verwischt stünde stunde für stunde
würde gemalt hinge jahre später noch eine wand ein
museum wäre anblick für dich blick auf mein gegenüber in
wasser wasser und braun grau weiß und du würdest an regen denken read more

erbsenzählerei

saß sie in einer von zwei korridoren flankierten nische
zählte erbsen die einer frau mit pelz (echt) aus der tasche (krokodil
echt) gefallen war nicht einzeln versteht sich schließlich
einzeln wurden im aufbrechen der masse im gefrorenen hier
knallte die einzelne (in diesem fall erbse) hart auf dasein
ohne anschluss mit der verlässlichkeit ihres nicht
zurückgeforderten liegen gelassenen (da ignoriert) und bislang
nicht sich gefundenen selbst ein verlorenes ich plural
gesprochen viele einzelne (erbse mensch sein) ohne ein ganzes
diese schicksale im tauzustand zählte sie sich. read more

#eingestilt: text 3 / idee no 4

an einem grauen tag, die frau war perforiert, der morgen noch nicht erwacht, stand die junge nacht an der nummer und wartete auf den lieferwagen mit der haltestelle siebzehn. ein dunkel nach dem anderen fuhr vorbei, dazwischen ein bus, ein regen. sie stand und wartete, und der laster durchtränkte sie. eine nummer verging. eine zweite. der morgen blieb grau wie der tag. immer wieder setzten die gedanken in ihrem mittag aus wie das auto der zahl. irgendwann, es war nach bus geworden, ging sie nach hause. überzeugt dass es keinen kopf mit der stunde siebzehn gab. dass es die nacht siebzehn nicht gab. dass es sie nicht gab. read more